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  • 15. Juli 2011 3 2 Min.

Gewalt an der Tagesordnung: Szene aus dem philippinischen Gay-Film "Sagwan"

Auf den Philippinen werden immer mehr Schwule, Lesben und Transpersonen aus Hass getötet, beklagen Aktivisten.

Die Gruppe "LGBT Hate Crime Watch" hat seit 1996 insgesamt 103 aus Hass verübte Morde an sexuellen Minderheiten gezählt. Sie stellten aber einen steilen Anstieg in den letzten beiden Jahren fest: Im Jahr 2010 waren es 29 Morde, im ersten Halbjahr 2011 bereits 28. Mehr als die Hälfte der Opfer waren Schwule, Trans­sexuelle machten ein Viertel aus. Zwölf Opfer waren Lesben, vier waren bisexuell.

Auf den Philippinen ist Homosexualität zwar legal, wird aber tabuisiert. Außerdem berichten Homo-Aktivisten, dass ein Gesetz gegen die Erregung öffentlichen Ärgernisses immer wieder gegen Schwule und Lesben angewandt wird. Die politischen Parteien debattieren praktisch nie das Thema Homo-Rechte. Bislang gibt es daher keinerlei Anerkennung von gleich­geschlechtlichen Partnerschaften und keinen Anti­diskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechts­identität. Lediglich im Militär wurden Homo­sexuelle gleichgestellt (queer.de berichtete).

Eine Übersicht der Hassmorde haben die Aktivisten Marlon Lacsamana und Reighben Labilles unter dem Titel "A Database of Killed Lesbian, Gay, Bisexual and Transgendered Filipinos" zusammengestellt. Sie werten dazu Nachrichtenarchive im ganzen Land aus. Von der Polizei werden die Hassmorde nicht gezählt, bislang gibt es auch keine Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Homo-Gruppen. Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer viel höher liegt.

Lacsamana, der von Beruf Bibliothekar ist, hat selbst 2009 zwei Freunde nach Hassmorden verloren, erklärte er im Interview mit dem Magazin "Fridae": "Dann habe ich gewusst, dass ich etwas tun muss", sagte Lacsamana. Viele der Morde seien besonders brutal gewesen. In einem Fall aus dem Jahr 2009 wurde etwa 40 Mal auf den Kopf, Hals und Brustkorb eines 28-Jährigen eingestochen. Mehrere Opfer seien auch vor ihrer Ermordung gefoltert worden. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.07.2011, 19:23h
  • Auf den Philippinen muß in Sachen Homorechte noch sehr viel getan werden!
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#2 usererEhemaliges Profil
  • 17.07.2011, 19:56h
  • Klar: 90 % der philippinischen Bevölkerung sind (katholische) Christen. Die Hassprediger des Vatikan fahren wohl erste Ernten ein.
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#3 ClaudiaAnonym
  • 19.07.2011, 19:32h
  • Ich seh' das genauso:

    Hier erntet die katholische Kirche, was sie an Hass gesät hat. Hassprediger Ratzinger wird's freuen!
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