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https://queer.de/?14649
  • Von Micha Schulze
    16. Juli 2011 47 2 Min.



Normalerweise berichten wir auf queer.de nur von christlichen, jüdischen oder muslimischen Glaubensführern, die ihrer Abneigung gegenüber queeren Identitäten freien Lauf lassen. Doch auch buddhistische Mönche sind nicht vor Homo- und Transphobie gefeit, wie ein AFP-Bericht über Männlichkeitskurse für Ladyboys in Thailand zeigt.

Im Tempel Kreung Tai Wittaya im nordthailändischen Chiang Kong werden solche Umerziehungsstunden für in einem Jungenkörper geborene Mädchen zwischen 11 und 18 Jahren bereits seit 2008 angeboten. "Wir können nicht alle verändern, aber wir können ihr Verhalten kontrollieren, damit sie verstehen lernen, dass sie als Mann geboren wurden und nicht als Frau agieren dürfen", erklärte Oberlehrer Phra Pitsanu Witcharato gegenüber der Nachrichtenagentur.

Buddhaseidank zeigen die freitäglichen Sonderstunden für die jungen Ladyboys nicht immer den gewünschten Erfolg: "Manchmal geben wir ihnen Geld, um Snacks zu kaufen, doch dann geben sie es für Wimperntusche aus", schimpft Mönch Pitsanu. Und Novizin Pipop meint gegenüber dem AFP-Reporter: "Wenn meine Zeit im Tempel vorbei ist, werde ich als erstes laut schreien: Endlich kann ich wieder ich selbst sein."

Doch bei 50 Prozent der Novizinnen hätten die Kurse "Erfolge" gezeigt, preist sich der Tempel. Das System der Unterdrückung und Normierung funktioniert nicht nur aufgrund des Engagements besonders konservativer Mönche wie Pipop, sondern auch dank des Selbsthasses mancher Ladyboys: So erklärt die 28-jährige Atcha Apiwanno in dem Bericht, dass sie in den Tempel zog, weil die thailändische Gesellschaft angeblich keine Trans*Personen akzeptiert und sie ihre weiblichen Empfindungen deshalb unterdrückt.

Das erinnert nicht zufällig an das Verhalten vieler Klemmschwestern im Vatikan…

(Foto oben: Hanumann / flickr / cc by 2.0)

-w-

#1 Golem
  • 16.07.2011, 12:42h-
  • Seine "Heiligkeit", der "Gottkönig" "Dalai Lama" über Homosexualität:

    “It’s part of what we Buddhists call bad sexual conduct. Sexual organs were created for reproduction between the male element and the female element – and everything that deviates from that is not acceptable from a Buddhist point of view.”

    Genau wie der Papst...
    Empfehlenswert ist auch das Buch "Dalai Lama: Fall eines Gottkönigs" von Colin Goldner.

    www.rundschau-hd.de/archives/2159/#more-2159
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#2 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 16.07.2011, 13:03h

  • "Manchmal geben wir ihnen Geld, um Snacks zu kaufen, doch dann geben sie es für Wimperntusche aus"

    LOL Recht hat sie!
    Dieser Bericht zeigt, dass es natürlich homo- und transphobe Buddhisten gibt, auch wenn der Anteil an Homohassern vermutlich kleiner sein dürfte als unter Moslems oder Christen!
    Der Glaube sich durch böse Taten oder Worte schlechtes Karma aufzuladen bedeutet eben nur einen gewissen aber keinen vollständigen Schutz für uns.
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#3 MedAnonym
  • 16.07.2011, 13:43h
  • Antwort auf #1 von Golem
  • Ich weiß gar nicht wo das Prolem liegt. Im Buddhismus gibt es verschiedene Ansichten und jede Weltreligion lehnt Homosexualität ab. Entscheidend ist doch vielmehr ob Religiose Führungspersonen sich aus der Alltagspolitik was die Förderung der Gleichsellung angeht raushalten oder versuchen Einfluss zu nehmen. Von Busshisten habe ich noch zu keiner Gesetzesänderung weltweit eine negative Meinung oder Beeinflussung wahrgenommen, Du etwa? Der Rest fällt unter Meinungsfreiheit, auch wenn ich zweimal schlucken muss, wenn ich eine solche Meinnpung höre. Wichtig ist mir der Respekt vor dem Menschen und dem Leben - und da könnten sich viele Weltreligionen vom Buddhismus eine Scheibe abschneiden.
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