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Einzelkommentar zu:
Schwules Schützenkönigspaar regiert in Kleve


#17 schwulerschützeAnonym
  • 19.07.2011, 21:35h
  • Hier hat jemand überhaupt keine Ahnung von der Geschichte des Schützenwesens.
    Die Schützenvereine waren während der Zeit des Vormärz die Träger der nationaldemokratischen Opposition gegen den Partikularismus der Fürstenherrschaft und gerieten durch ihre ausgeprägt demokratische Tradition in Kollision mit dem halbautoritären Bismarckstaat.
    Auch waren sie keineswegs die Wegbereiter des Nationalsozialismus, sondern standen durch ihre an demokratischen Prinzipien orientierte Organisation in einem Gegensatz zu den nach dem Führerprinzip organisierten Wehrsportverbänden der Nazis, weswegen sie von diesen meist verboten wurden.
    Zur Zeit der Anschläge von Rostock, Mölln und Hoyerswerda organisierten die Bürgerschützen in meinem Herkunftsort Iserlohn eine Massendemonstration gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus mit vielen tausend Teilnehmern.
    Die Schützen in dem Nachbarort Hemer verabschiedeten sogar eine Resolution, in der sie sich mit allen in der Stadt lebenden Minderheiten solidarisierten.
    An meinem heutigen Wohnort Köln-Bickendorf stellten die Schützen ihren Schießstand für das Sportschießen bei den Gay Games zur Verfügung.
    Wenn ich hier von "geistlosen Humtatamenschen" lese, breche ich ausnahmsweise mit meinem Grundsatz, Erscheinungsformen aus der Gegenwart nicht mit solchen aus der NS-Vergangenheit zu vergleichen: Bösartiger hätte auch der Stürmer den Untermenschen nicht darstellen können.
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