Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?14668
  • 20. Juli 2011 18 3 Min.

Präsident Barack Obama fordert das Parlament auf, DOMA abzuschaffen (Bild: egadapparel / flickr / by 2.0)

Im US-Senat wird über die Abschaffung eines Gesetzes debattiert, das die Anerkennung von gleich­geschlechtlichen Ehen verbietet - Präsident Barack Obama unterstützt das Vorhaben.

Obamas Sprecher Jay Carney hat am Dienstag erklärt, dass der Präsident die Parlamentarier in ihrem Versuch unterstützen wird, das "Gesetz zur Verteidigung der Ehe" (Defense of Marriage Act, DOMA) abzuschaffen. DOMA wurde 1996 eingeführt und besagt, dass der Bund nur Ehen anerkennen darf, wenn es sich dabei um eine Verbindung zwischen Mann und Frau handelt. "Der Präsident hat sich seit langem für die Aufhebung des sogenannten Defense of Marriage Act ausgesprochen. Er ist stolz, den Respect for Marriage Act zu unterstützen." Dieses Gesetz ist von der kalifornischen Senatorin Dianne Feinstein eingebracht worden und soll am Mittwoch im Justizausschuss behandelt werden.

Homo-Aktivisten haben seit Jahren gegen DOMA gekämpft, da es Menschen nur wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiere. Demnach darf der Bund keine gleich­geschlechtlichen Ehen anerkennen, obwohl diese in sechs Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington möglich sind. Verheiratete schwule und lesbische Paare haben dadurch den Nachteil, dass sie etwa beim Rentenrecht und anderen Bundesgesetzen wie Fremde behandelt werden. Auch ausländische Partner von Amerikanern erhalten in den USA nicht automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung wie bei heterosexuellen Paaren. Die gleich­geschlechtliche Ehe muss laut DOMA des weiteren nicht von anderen US-Bundesstaaten anerkannt werden. Ein Umzug von einem Bundesstaat in den anderen führt damit bei vielen Schwulen und Lesben zu einer Veränderung ihres Familienstandes. Würde das Gesetz abgeschafft werden, müssten alle Staaten in den USA geschlossene Ehen anerkennen, auch wenn sie diese selbst nicht durchführen.

Die Aufhebung von DOMA könnte allerdings an der republikanischen Mehrheit im US-Repräsentantenhaus scheitern. Republikaner haben immer wieder DOMA verteidigt. Der republikanische Parlamentspräsident John Boehner hat bereits in den vergangenen Wochen erklärt, dass in der Wirtschaftskrise keine Zeit dafür sei, Wahlgeschenke an gesellschaftliche Randgruppen zu machen. Allerdings könnten auch die Gerichte DOMA ein Ende setzen: Im vergangenen Jahr entschied ein Bundesgericht, dass das Gesetz gegen die US-Verfassung verstößt (queer.de berichtete). Das Gesetz verstoße sowohl gegen eine Antidiskriminierungsbestimmung als auch gegen das Recht der Staaten, die Ehe zu definieren. Noch ist unklar, wann der oberste Gerichtshof, der Supreme Court in Washington, abschließend über den Fall entscheiden wird.

New York bereitet sich auf Ehe-Öffnung vor

Derweil steigt im Bundesstaat New York die Spannung vor der Öffnung der Ehe am Sonntag. In der Stadt New York gab es einen regelrechten Ansturm auf die Rathäuser: In den letzten zwei Wochen haben sich rund 2.700 heiratswillige Paare angemeldet, unter ihnen mehr als 1.700 schwule oder lesbische Paare. Mehr als die Hälfte wollen am Sonntag heiraten. Dem Andrang können die fünf Standesämter der Stadt nicht bewältigen. Daher werden für Sonntag genau 764 Heiratstermine verlost. Die Gewinner werden am Freitag informiert. (dk)

-w-

#1 SchokiAnonym
  • 20.07.2011, 12:02h

  • "John Boehner hat bereits in den vergangenen Wochen erklärt, dass in der Wirtschaftskrise keine Zeit dafür sei, Wahlgeschenke an gesellschaftliche Randgruppen zu machen." Was für ein beschränkter Vollidiot! Wenn Homosexuelle heiraten dürfen, würde sich das doch finanziell auch für den Staat lohnen!:-o Naja, hoffen wir einfach, dass Obama noch eine weitere Amtsperiode regieren darf, und dass nicht so ein Republikanischer Faschist an die Macht kommt!:-)
  • Direktlink »
#2 Coco LorezAnonym
  • 20.07.2011, 13:03h
  • "Der republikanische Parlamentspräsident John Boehner hat bereits in den vergangenen Wochen erklärt, dass in der Wirtschaftskrise keine Zeit dafür sei, Wahlgeschenke an gesellschaftliche Randgruppen zu machen."

    Ach was ? Arend Oetker beschrieb diese Randgruppe im Jahr 2002 folgendermaßen:
    "Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben."

    Diese Randgruppe ist gerade dabei, den größten Raub an den arbeitenden Menschen in der Geschichte der USA zu begehen. Bei der Bankenrettung von 2008–2009 hat die Finanzaristokratie ihre faulen Schulden und ihre Verluste aus einem Jahrzehnt unverantwortlicher Spekulation auf die Regierung in Washington übertragen.

    Jetzt werden die us-amerikanischen Arbeitnehmer gezwungen werden, den Preis für die Plünderung der Staatsfinanzen durch die Wall Street mit der Zerstörung ihrer sozialen Errungenschaften zu bezahlen. Sie soll es hinnehmen, dass Medicaid und Medicare und andere soziale Programme im Bereich Bildung, Umwelt, Verkehr und Wohnraum zerschlagen werden.

    Obamas Vorschläge zur Schließung von Steuerschlupflöchern, von denen Konzerne und Wohlhabende bisher profitierten, werden von der Finanzaristokratie im Allgemeinen als kleinere Unannehmlichkeit gesehen, die den gesamten Kürzungen einen politischen Deckmantel liefern.

    Angeblich sind die Maßnahmen eine Demonstration “gemeinsamer Opfer”, grade so, als könne man Millionäre, die für ihr Firmenflugzeug etwas mehr bezahlen, mit einem Rentnerpaar vergleichen, das gezwungen wird, sich zu entscheiden, ob es die Miete oder seine Arztkosten bezahlt, oder mit einem Studenten, der die Universität verlassen muss, weil ihm die Zuschüsse versagt werden.

    Außerdem ist den Multimillionären versichert worden, dass die geringen Zugeständnisse in dem Haushaltspaket mehr als wettgemacht werden, da es auch weitgehende Steuerreformen enthält, welche die Besteuerung von Firmen und wohlhabenden Haushalten senken werden.
  • Direktlink »
#3 seb 1984Anonym
  • 20.07.2011, 13:25h
  • "Wie bereits gesagt: Es bleibt ein Hobby saturierter Apple-Tunten" ?
  • Direktlink »