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Bericht in der Lokalzeitung "Schwarzwälder Bote"

Ein evangelischer Pfarrer muss seine Gemeinde in der württembergischen Landeskirche aufgeben, weil er mit seinem Freund zusammenziehen will - die Landeskirche Hessen-Nassau gewährt ihm offenbar Asyl.

Der evangelische Pfarrer Steffen Poos hat am vergangenen Sonntag seine letzten Gottesdienst in seiner Gemeinde in Nagold-Iselshausen (Landkreis Calw) abgehalten - und die Gläubigen darüber informiert, dass er wegen seines Wunsches, mit seinem Lebenspartner im Pfarrhaus zusammen zu leben, seinen Job in Baden-Württemberg aufgeben muss. Wie der "Schwarzwälder Bote" berichtet, unterstützte die Gemeinde ihren nun ehemaligen Pfarrer mit "tosendem Beifall". Er wird nun voraussichtlich eine Gemeinde in Hessen-Nassau erhalten, so die Lokalzeitung.

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Grund für den Wechsel ist die uneinheitliche Akzeptanz gegenüber Homosexualität innerhalb der evangelischen Kirche. Während Poos in der Landeskirche Hessen-Nassau genauso behandelt wird wie heterosexuelle Kollegen, erlaubt die württembergische Landeskirche ihren schwulen und lesbischen Pfarrern nicht, mit ihren Partnern im Pfarrhaus zusammen zu leben. Zwar sei die abweichende sexuelle Orientierung eines Pfarrers per se kein Problem, erklärte der zuständige Nagolder Dekan Ralf Albrecht. Eine offene Beziehung dürfen schwule Pfarrer aber nicht führen.

Das Thema Homosexualität unter Pfarrern hat in den vergangenen Jahren immer wieder zu Auseiandersetzungen in der evangelischen Kirche geführt. So haben zuletzt die Landeskirchen in Bayern und die Mitteldeutschland schwule und lesbischen Pfarrern erlaubt, mit ihren Lebenspartnern zusammen zu ziehen, wie es bereits Usus unter heterosexuellen Pfarrern ist. Dennoch betont etwa ein Sprecher der bayerischen Kirche, dass die heterosexuelle "Ehe und Familie" weiterhin das "Leitbild des Zusammenlebens" sei und besonders propagiert werden müsse. Evangelikale Strömungen unter den Protestanten - wie etwa der "Arbeitskreis Bekennende Christen in Bayern" - lehnen Homosexuelle generell als "widernatürlich" ab. (dk)

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#1 JoonasAnonym
  • 22.07.2011, 12:58h
  • Offensichtlich sind die Evangelen auch nicht besser als die Katholen!

    Gegen beide Kirchen hilft nur eines:
    AUSTRETEN!!!
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#2 Diego
  • 22.07.2011, 13:00hBüttelborn
  • Man ist im Ländle halt noch immer nicht in der Neuzeit angekommen. Ein bitterer Beweis. Es erinnert mich sehr an die 80er in Niedersachen als wir für die Rechte Hans-Jürgen Meyer vor der Landeskirche in Hannover protestiert haben.
    Die ewig GHestrigen sterben eben nicht aus. Auch bei den Evangelen.
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#3 Wyndakyr
  • 22.07.2011, 13:16h
  • "Zwar sei die abweichende sexuelle Orientierung eines Pfarrers per se kein Problem, erklärte der zuständige Nagolder Dekan Ralf Albrecht. Eine offene Beziehung dürfen schwule Pfarrer aber nicht führen."

    Solange man nur in der Sauna oder im Darkroom den McFick sucht, isses ok, aber eine auf Liebe gründende Beziehung ist dann doch zu viel. Tolle Logik, echt...
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