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  • 09. August 2004 7 1 Min.

Mainz In einem Sommerinterview des ZDF hat der bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) erneut unterstrichen, dass er ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ablehnt. CDU/CSU wollten zwar noch bei der Lebenspartnerschaft "bestimmte Nachteile abbauen", Ehe und Familie "als wichtigste Keimzelle" hätten jedoch absoluten Vorrang in der Verfassung. Er fügte hinzu: "Die generelle Freigabe von Adoptionen für homosexuelle Lebensgemeinschaften halte ich für unvereinbar mit dem Interesse am Wohl des Kindes". Auf die Frage, ob er in einer Unionsregierung ein solches Adoptionsrecht schaffen würde, sagte er zweimal: "Auf keinen Fall". Weiterhin sagte Stoiber, er sehe die Zukunft des FDP-Chefs Guido Westerwelle als "vielversprechend" an; auf die Frage, ob ihn dessen Privatleben störe, sagte Stoiber: "Privat ist privat. Wie er sein Leben führt, geht uns nichts an". (dj)

-w-

#1 gerdAnonym
  • 09.08.2004, 15:34h
  • In dem Interwiew hat Stoiber erstmals öffentlich die Eingetragene Lebenspartnerschaft anerkannt und insofern das Rechtsinstitut akzeptiert.

    Eine Abschaffung dieses Rechtsinstitues ist daher selbst von der CDU/CSU in Deutschland nicht mehr zu befürchten. Immerhin ein Fortschritt...auch er hat begriffen, dass es kein Zurück in Deutschland geben wird.

    Zudem hat Stoiber mitgeteilt, dass bestimmte Rechte auch von der CDU/CSU der ELP noch zugebilligt werden...da bin ich dann gespannt, wieweit diese Rechte im einzelnen bei der CDU/CSU gehen (insbesondere im Einkommensteuerrecht sollte man genau hinschauen).

    Andererseitens ist Stoiber immer noch weit von der Haltung von der PDS, SPD, FDP und den Grünen entfernt, wie dies die Debatte um das Adoptionsrecht zeigt.

    Dieser Herbst wird interessant...
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#2 StefAnonym
  • 09.08.2004, 16:37h
  • "Die generelle Freigabe von Adoptionen für homosexuelle Lebensgemeinschaften halte ich für unvereinbar mit dem Interesse am Wohl des Kindes"

    Ein Kind sollte also lieber im Heim oder auf der Straße aufwachsen?!

    Im übrigen ist es ja bereits Alltag, dass Kinder in schwulen und lesbischen Beziehungen aufwachsen! (Sei es, dass ein Partner/in leiblicher Vater / Mutter ist oder dass ein Partner das Kind adoptiert.) Sind die nach Stoiber alle gestört? Das Adoptionsrecht ermöglicht also nur, dass nicht nur ein Partner das Sorgerecht trägt, sondern beide.

    Aber Stoiber ist es wahrscheinlich lieber, wenn dann z.B. beim Tod des Erziehungsberechtigten das Kind dem vertrauten zweiten "Elternteil" entrissen wird und ins Heim kommt.

    Das Schlimme ist, dass homophobe Menschen wie Stoiber immer so tun, als hätten sie doch eigentlich gar nichts dagegen wie andere Menschen glücklich werden und es ginge ihnen nur ums Wohl der Kinder oder ähnliche Scheinargumente. Aber dass Stoiber in letzter Zeit aus wahltaktischen Gründen Kreide gefressen hat ist ja nichts Neues. Wer sich mal ältere Aussagen von ihm anhört, merkt schnell, welcher Gesinnung Stoiber wirklich ist!
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#3 MarkusAnonym
  • 09.08.2004, 20:06h
  • Entlarvend ist bei diesen rechten Brandstiftern von CDU und CSU immer die gern benutzte Formulierung, daß man es selbstverständlich tolerieren müsse, wenn andere sich für eine derartige Lebensweise entschieden hätte, denn jeder solle sein Leben leben, wie er wolle. Mit dem Geschwafel von der "Entscheidung", die zu "tolerieren" sei, meinen sie letztlich, es handele sich um eine zutiefst unnatürliche Protesthaltung, gegen die man großzügigerweise nicht vorgehe, weil man ja "tolerant" ist. Es geht aber nicht um "Entscheidung", sondern um natürliche Veranlagung, und ihre verlogene Toleranz können sich Stoiber und Konsorten sonstwohin stecken, denn es geht nicht um "Toleranz", sondern um "Akzeptanz".
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