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- 01. August 2011 2 Min.

Die Polizisten trennten die Piusbrüder von den CSD-Teilnehmern (Bild: Guido Klein)
Beim CSD in Stuttgart hat die Polizei eine Gegendemonstration der Piusbrüder geschützt - die katholische Organisation wirft Schwulen vor, Kinder zu verführen.
Beim größten CSD Süddeutschlands verfolgten am Samstagnachmittag 200.000 Menschen die über 60 Paradewagen und Motivgruppen. "Alles friedlich und sehr politisch", erklärte Organisator Christoph Michl. Der CSD stand unter dem Motto "Generation Zukunft" . Der Leitspruch soll die Hoffnung ausdrücken, dass für die kommende Generation "die Akzeptanz von Minderheiten keine Herausforderung, sondern eine Selbstverständlichkeit ist", wie Michl erklärte.
Wie in den letzten Jahren gab es auch dieses Mal wieder eine Gegendemonstration der radikalkatholischen Piusbruderschaft, die sich in der Nähe des Startpunktes der Parade am Marienplatz positionierte. Die zwei Dutzend Aktivisten hielten Plakate mit Aufschriften wie "Keine Sexkoffer für Kinder" in die Höhe. In den vergangenen Jahren hatten sie auch mit Forderungen wie "Rettet Kinder vor Perversionen" für Aufregung gesorgt.

Die Pius-Brüder versuchen, ihre Botschaft unters Volk zu bringen (Bild: Guido Klein)
Die Piusbrüder forderten Polizeischutz an, als sich mehrere Menschen ein großes Transparent mit der Aufschrift "Homohass und Sexismus sind ein Verbrechen" genau vor die katholischen Traditionalisten positioniert hatten. Eigene Schilder waren hinter dem großen Transparent nur schwer zu sehen. Polizisten platzierten sich daraufhin vor die Piusbrüder. Bei angenehmen Temperaturen über 20 Grad flogen daraufhin mehrere Wasserbomben in Richtung der Uniformierten. Die Piusbruderschaft sprach daraufhin in einer Pressemitteilung von "extremer Gewaltbereitschaft" der CSD-Teilnehmer, die mit "vorgefertigten Schmuddel-Transparenten" die Demonstrationsfreiheit eingeschränkt hätten.
Beim CSD fuhren auch Grünen-Chef Cem Özdemir und Landesintegrationsministerin Bilkay Öney (SPD) auf den Paradewagen ihrer Parteien mit. Stefan Kaufmann, der offen schwule CDU-Bundestagsabgeordnete und Chef der Stuttgarter Christdemokraten, hielt auf der Kundgebung auf dem Schlossplatz eine Rede. Der 41-Jährige erklärte, die Rolle seiner Partei bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben sei ein "unrühmliches Kapitel" gewesen. Er verwies auf den Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2009, in dem die schwarz-gelbe Regierung die Gleichstellung von Schwulen und Lesben bis zum Ende der Legislaturperiode verspricht. Er verschweigt allerdings, dass seine Parteifreunde im Bundestag stets betonen, "aus Überzeugung" gegen die Gleichstellung zu kämpfen und Schwulen und Lesben vorwerfen, generell schlechte Eltern zu sein. (dk)
Links zum Thema:
» CSD Stuttgart















Faschisten werden geschützt, während friedliche Menschen, die nur lieben wollen, deren Lügen und Hetze ertragen müssen...
Würden diese Faschos solche Meinungen gegen andere Gruppen haben, dürften die nicht demonstrieren, sondern würden wegen Volksverhetzung verklagt.
Aber bei Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen ist das immer was anderes...