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- 02. August 2011 2 Min.

Dem Schützenverein St. Wilhelmi gehören 150 Mitglieder an
Der Kölner Weihbischof Heiner Koch, der auch Chef einer Dachorganisation von Schützenbruderschaften ist, verbietet einem schwulen Schützenkönig, gemeinsam mit seinem Lebenspartner aufzutreten.
Der offen schwule Getränkehändler Dirk Winter ist Anfang Juni zum diesjährigen Schützenkönig seines Vereins St. Wilhelmi in Münster aufgestiegen. Im 130 Mitglieder zählenden Verein gab es damals keine Bedenken, dass Winter gemeinsam mit seinem Lebenspartner als "Königin" auftritt. Doch jetzt gibt es ein Verbot von Oben, berichtet spiegel.de. Der Dachverband Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft aus Leverkusen hat dem Paar untersagt, nebeneinander bei Veranstaltungen wie dem Landesbezirks-Königsschießen aufzutreten.
In einem Brief an Dirk Winter und seinen Lebenspartner erklärte Heiner Koch, der Chef des Dachverbandes: "Es spricht nichts gegen die Mitgliedschaft homosexueller Personen in unseren Schützenbrüderschaften". Allerdings habe das "Sakrament der Ehe eine wesentlich tiefere Bedeutung als jede andere Lebenspartnerschaft." Daher dürfe kein schwuler Lebenspartner mit dem Schützenkönig auftreten.
Schützen müssen "für katholische Glaubensgrundsätze" eintreten

Weihbischof Heiner Koch will Homo-Partnerschaften unsichtbar machen (Bild: Wiki Commons / Rabanus Flavus / CC-BY-SA-3.0)
In seinem Hauptberuf ist Heiner Koch Weihbischof im konservativen Erzbistum Köln des Hardliners Joachim Kardinal Meisner. Die zwei Jobs sind kein Widerspruch: Der Bund der Schützenbruderschaft sieht sich als katholischen Verband an, der das Motto "Glaube, Sitte, Heimat" propagiert. Deutschlandweit sind rund 300.000 Menschen in diesem Dachverband organisiert. Koch gibt für sie unter anderem das Schützen-Betbuch heraus. Wegen dieser weltanschaulichen Vorgaben müssen die Schützenverbände auch die katholischen Vorbehalte gegenüber Homosexuellen durchsetzen - laut Satzung muss jedes Mitglied "für katholische Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung" eintreten.
Der Münsteraner Schützenkönig Dirk Winter erklärte, er finde die Anweisung des Weihbischofs zwar "affig", werde sich aber daran halten, um den anderen "den schönen Ausflug nicht zu vermiesen". Der Verein St. Wilhelmi hat sich bislang demonstrativ hinter seinen Schützenkönig gestellt.
Im 120 Kilometer entfernten Kleve gibt es dagegen einen schwulen Schützenkönig, der mit seinem Lebenspartner auftreten darf - dort ohne Probleme (queer.de berichtete). Grund: Die Materborner Schützengesellschaft gehört nicht dem katholischen Dachverband an. (dk)















Ist euch mal aufgefallen, dass die rosa Käppchen ziemlich das lächerliche Auftreten dieser Oberspacken unterstützen? Sieht unglaublich bescheuert aus...