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- Von Micha Schulze
02. August 2011 2 Min.

Als Christian Scheuß und ich das letzte Mal die Räume des Bruno Gmünder Verlags in Berlin besuchten, gab der schwule Medienmulti keine Pressemitteilung heraus. Was völlig okay ist, schließlich sind wir keine Regierenden Bürgermeister, sondern nur auswärtige Autoren, die ihre Manuskripte in der Regel viel zu spät abgeben.
Nachdem sich jedoch am 1. August 2011 Klaus Wowereit höchstpersönlich die Ehre in den Verlagsräumen am Wittenbergplatz gab, war Pressesprecher Jörg Litwinschuh ganz aus dem Häuschen: 10 Jahre Homo-Ehe: Wowereit besucht Bruno Gmünder Verlag ist seine Pressemitteilung überschrieben, die wahrhaft Weltbewegendes enthüllt:
Klaus Wowereit informierte sich vor Ort über die verschiedenen Produkte des Medienhauses, besuchte einzelne Redaktionen wie die der Zeitschrift MÄNNER und des Reiseführers SPARTACUS und sprach mit vielen der fast 100 Mitarbeiter über das internationale Medienbusiness für schwule Zielgruppen. SPARTACUS-Herausgeber Briand Bedford stellte dem Regierenden Bürgermeister von Berlin die neue SPARTACUS-Reise-App des Verlags vor. Berlin boomt auch bei schwulen Touristen, und die Verlagsprodukte haben zum großen Erfolg des Berlintourismus beigetragen.
Nun fragen sich natürlich alle, ob die Stippvisite des SPD-Politikers ein großes Presseecho in der Hauptstadt ausgelöst hat? Nun, Klaus Wowereit lässt die Sau raus, schreibt heute beispielsweise der Tagesspiegel - nur geht es in diesem Artikel leider über den Besuch des Regierenden Bürgermeisters im Tierpark, der ebenfalls am Montag auf seinem Terminkalender stand.
Zumindest im Ost-Zoo hatte der Regierende Spaß: Er tätschelte neugeborene Maskenschweine und ließ Vari-Lemurenhalbaffen auf seinen Schultern herumhüpfen. Doch ob Wowi später auch die Bären des Gmünder Verlags gestreichelt hat, darüber schweigt sich die Hauptstadtpresse aus. Auch der schwule Medienmulti selbst schickte nur ein langweiliges und irgendwie montiert wirkendes Pressefoto mit Neu-Verleger Tino Henn und Klaus Wowereit vor weißem Knittervorhang heraus (siehe oben).
Als Christian Scheuß und ich das letzte Mal die Räume des Bruno Gmünder Verlags in Berlin besuchten, schenkte uns Alt-Verleger Bruno Gmünder zum Abschied ein Tenga- Masturbations-Ei (Amazon-Affiliate-Link ), außerdem stibitzten wir ein "Dreamboys"-Wichsheftchen aus dem Regal am Empfang. Was Tino Henn dem Regierenden mit auf den Weg gab, wurde nicht bekannt.














