Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=14748
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Rudolf Brazda gestorben


#1 Kristian
  • 04.08.2011, 02:09h
  • Zum Glück war es mir gegönnt Rudolf Brazda vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Vortrag von William Schaefer in Freiburg kennenzulernen. Auch wenn die Kommunikation etwas schwierig war, war es für mich ein bewegender und beeindruckender Moment. Ruhe in Frieden, Rudolf Brazda, und das ewige Licht leuchte dir.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stromboliProfil
  • 04.08.2011, 07:27hberlin
  • ich denke , es ist nun an uns, das gedenken an ihn und die vielen mittlerweile namenlosen jener terrorjahre lebendig zu halten und ihren geist des wiederstehens und leidens im kopf jener wach zu halten, die das glück haben, in besseren zeiten leben zu können!
    R.I.P.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 hanckAnonym
#4 FloAnonym
  • 04.08.2011, 09:50h
  • Auch wenn jetzt der letzte schwule KZ-Überlebende gestorben ist, darf seine Geschichte und die Geschichte tausender Unbekannter nie verstummen!!

    Schade, dass er nicht noch die Eheöffnung und die Gleichstellung im GG erlebt hat. Wenn der Staat schon Wiedergutmachung verhindert und das aussitzt, bis das letzte Opfer gestorben ist, wäre wenigstens das nochmal eine schöne Nachricht für ihn gewesen.

    Möge er in Frieden ruhen...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 GedenkenAnonym
  • 04.08.2011, 10:27h
  • Auf dem Video sieht man wieder mal, dass in den KZs nur Schwule saßen und keine Lesben. (Bzw. wenn Lesben, dann aus anderen Gründen, z.B. weil sie jüdisch waren)

    Auch alle Geschichtswissenschaftler bezeichnen den lesbischen Kuss im Mahnmal als "Geschichtsklitterung".

    Klar hatten auch Lesben unter dem NS-Regime zu leidern, aber es ist ja wohl ein Unterschied, ob Kneipen und Verlage dicht gemacht werden oder ob man ins KZ gesteckt wird.

    Es ist ein Schlag ins Gesicht aller wirklichen Opfer, dass Alice Schwarzer und einige andere Emanzen sich durchgesetzt haben, das Mahnmal zu entweihen und für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen.

    Wäre das Mahnmal eher gekommen, wären nur genug Opfer am Leben gewesen, um die Stimme gegen diese Verhöhnung zu erleben.

    Leider ist mit Herrn Brazda das letzte Opfer gestorben. Umso wichtiger ist es, dass wir das Gedenken aufrecht erhalten und vor wildgewordenen Kampflesben schützen. Denn solche Lesben schaden der Mehrheit der vernünftigen Lesben, die die Geschichte nicht verdrehen wollen und sich nicht über die wahren Opfer lustig machen.

    Möge Herr Brazda in Frieden ruhen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 MatinAnonym
  • 04.08.2011, 10:31h
  • Farewell Rudi. Wollen wir mal alle hoffen, dass uns dergleichen oder ähnliche Erfahrungen in unserem Leben erspart bleiben. Das Ganze kommt mir aus heutiger Sicht auch absolut bizarr vor. Aber die Zeiten können sich auch wieder ändern. Diesmal sind wir vorgewarnt.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 UngedenkenAnonym
  • 04.08.2011, 13:09h
  • Antwort auf #5 von Gedenken
  • "Auf dem Video sieht man wieder mal, dass in den KZs nur Schwule saßen und keine Lesben. (Bzw. wenn Lesben, dann aus anderen Gründen, z.B. weil sie jüdisch waren)"

    Wie man sogar noch die Todesnachricht eines überlebenden, schwulen Naziopfers dafür missbrauchen kann, um eine erneute Spaltung zwischen den deutschen Lesben und Schwulen über den Mahnmalstreit zu reinitiieren, hast du damit sehr anschaulich demonstriert. Du würdest von mir auch einen direkten Schlag ins Gesicht bekommen. Im Namen aller zwangsheterosexualisierten und vergewaltigten Frauen unter dem Naziregime.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.08.2011, 13:10h
  • Rudolf Brazda hat ein sehr bewegendes und auch ereignisreiches Leben gehabt und ihm ist sehr viel Unrecht durch die Nazis widerfahren. Nun wird er zur ewigen Ruhe gebettet und hat seinen Frieden gefunden!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ungerechtAnonym
  • 04.08.2011, 13:45h
  • Antwort auf #8 von Ungedenken
  • soweit ist es bei schwulen gar nicht erst gekommen. bevor schwule männer zwangsheterosexualisiert werden konnten, wurden sie in kz gesteckt und ermordet.
    vergewaltigt wurden ürigens auch männer nicht nur frauen.
    warum verstehen die lesben nicht das sie sich wegen der denkmaldiskussion auf kosten der opfer versuchten ins gespräch zu bringen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#11 GedenkenAnonym
  • 04.08.2011, 15:17h
  • Antwort auf #8 von Ungedenken
  • 1. Nicht ich bin es, der Opfer missbraucht, sondern die Lesben, die die Opfer für ihre (ganz anderen) Interessen missbrauchen.

    Das ist nicht nur meine Privatmeinung, sondern wird von allen seriösen Historikern geteilt, die die Lesbenvereinnahmung des Mahnmals als "Geschichstklitterung" bezeichnen.

    2. " Du würdest von mir auch einen direkten Schlag ins Gesicht bekommen."

    Deine Faktenverdreherei wird auch nicht richtiger wenn Du rumprollst und mit Gewalt drohst. Das zeigt nur, wie die Befürworter des Mahnmal-Missbrauchs auf andere Meinungen reagieren.

    3. "(...) um eine erneute Spaltung zwischen den deutschen Lesben und Schwulen (...)"

    Zunächst mal sind viele Lesben derselben Meinung. Wer den Keil zwischen Lesben und Schwule treibt, ist die Minderheit der Kampflesben, die Schwule genauso hassen wie alle anderen Männer.

    Diese Minderheit der feministischen Kampflesben will das Mahnmal für ganz andere Zwecke missbrauchen und nimmt dafür auch in Kauf, das Gedenken an Opfer zu beschmutzen.

    4. Mal eine Gegenfrage: wenn Schwule verlangen würden, dass bei einem Denkmal für Frauenrechte oder an einem Feiertag für Frauenrechte auch an Schwule gedacht wird, weil die es auch schwer haben. Wie würden dann wohl dieselben Leute reagieren, die jetzt Verständnis fordern?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#12 hwAnonym
  • 04.08.2011, 16:11h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • "..ich denke , es ist nun an uns, das gedenken an ihn und die vielen mittlerweile namenlosen jener terrorjahre lebendig zu halten und ihren geist des wiederstehens und leidens im kopf jener wach zu halten, die das glück haben, in besseren zeiten leben zu können!..."

    wie wahr

    plus de chance

    "... Il survécut à 32 mois d'enfer dans ce camp, grâce à son amitié avec un kapo communiste et à "un peu plus de chance que les autres"...."

    www.lefigaro.fr/flash-actu/2011/08/04/97001-20110804FILWWW00
    231-deces-du-dernier-deporte-homosexuel.php


    "..Au sein de son kommando de couvreurs, il aura l'occasion de nouer des liens avec d'autres détenus, notamment avec des communistes dont Fernand, un alsacien originaire de Mulhouse. À sa sortie du camp, plutôt que de retourner dans sa famille restée habiter en Allemagne, Rudolf suit Fernand qui avait été déporté politique (ancien volontaire des Brigades internationales allé combattre le régime de Franco en 1936).

    Début mai 1945, ils arrivent en France par le Luxembourg et se trouvent à Metz lorsque la capitulation est annoncée. De là ils se rendent à Mulhouse par Belfort. La vie reprend son cours et Rudolf trouve un travail de couvreur tandis que, peu de temps après, Fernand se voit confier un poste dans l'administration d'un camp de prisonniers de guerre en Forêt-Noire où il rencontrera sa future épouse. Fernand décède en 1984.

    Rudolf s'installe à Mulhouse et y fréquente les lieux de rencontres des homosexuels de la ville, dont le Square Steinbach, cet endroit même où la vie de Pierre Seel (1923-2005), autre déporté pour homosexualité, avait basculé quelques années plus tôt.

    www.devoiretmemoire.org/memoire/temoins_histoire/rudolf_braz
    da.html


    Thanks to the efforts of Polish engineer Gwidon Damazyn, an inmate since March 1941, a secret radio transmitter and small generator were built. On April 9 at 1pm Damazyn sent the radio message prepared by leaders of prisoners' underground (Walter Bartel and Harry Kuhn):
    “ To Allies. To General Patton's Army. This is concentration camp Buchenwald. SOS. We need help. They're trying to evacuate us. The SS try to exterminate us. ”
    The text was repeated four times, each time in English, German and Russian.[27] After 15 minutes the headquarters of the US Third Army answered and promised help as quickly as they could send it.
    After this news had been received, Communist inmates stormed the watchtowers and killed the remaining guards using arms they had been collecting since 1942 (one machine gun and 91 rifles).[28] (See Buchenwald Resistance)..."

    en.wikipedia.org/wiki/Buchenwald_concentration_camp
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#13 ArthasAnonym
  • 04.08.2011, 17:47h
  • Ich glaube es gibt da noch einen qualitativen Ubnterschied zwischen der angeblichen "Zwangsheterosexualisierung" (was auch immer damit gemeint) der Lesben und der KZ Inhaftierung, Vergasung und Folter der Schwulen. Historische Tatsachen dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden nur weil es einigen Emanzen und FemifaschistInnen ideologisch nicht in den Hut passt. Und wie auch schon #10 schrieb, auch Männer und Jungen können vergewaltigt werden, wie die immer wieder aufkommen Mißbrauchsfälle in der RKK leider immer wieder zeigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 Planlos
  • 04.08.2011, 18:24h
  • 98 schönnes alter... das will ich auch mal ereichen :0),und himmel kann den nicht mal ein mann sterben ohne das es gleich blöd und sinnlos zersülzt wird...er war der warscheinlich letzte schwule KZ häftling soll er in frieden ruhen und mit seinem liebsten in der ewigkeit seelig werden und frieden finden !!! so fern mann den an sowas glaubt !
  • Antworten » | Direktlink »
#15 ConstantinAnonym
  • 04.08.2011, 19:57h
  • Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte finde ich es unverantwortlich und menschenverachtend, dass nach wie vor ein Teil der Deutschen Menschen zweiter Klasse sind.

    Jede Partei, die einen Teil ihrer Bürger grundlos diskriminiert, sollte nicht in Regierungsverantwortung sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 RealistProfil
  • 04.08.2011, 22:22hApeldoorn
  • Nun hat es doch die Regierung bald geschafft. Mit der Politik des aussitzens und nicht-entschädigens für erlittenes Unrecht, mit der sturen Ablehnung der Aufhebung der 175er Urteile, wird auch bald das letze Opfer des Unrechts gestprben sein, dann kann die Regierung das getrost ad acta legen.

    Für alle möglichen anderen "Opfer" und "opferorganisationen" scheinen ja genügend Gelder da zu sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#17 Fiete_Jansen
  • 05.08.2011, 01:09h
  • Antwort auf #16 von Realist
  • "Für alle möglichen anderen "Opfer" und "opferorganisationen " scheinen ja genügend Gelder da zu sein."

    Ach ja? Für wen denn?

    Wir Kommunisten wurden nicht entschädigt. Wir wurden sehr schnell wieder verfolgt, genau wie wir Schwule.

    Zwangsarbeiter? Kaum eine Firma die Sklaven von der SS bezog hat richtig gezahlt.

    Aber mal zu diesem Artikel ... Buchenwald wurde nicht wie es hier heisst am 11. April von der US-Armee befreit. Die ersten US Amerikaner kamen am 13.4. da war das Lager in den Händen der Häftlinge, die sich selbst befreit haben. Sie übergaben der US Armee über 250 gefangene SS Angehörige.

    Wieviele wurden verurteilt? So gut wie keiner!

    Ein Beispiel: Nach dem Krieg wurde der SS-Hauptscharführer Wolfgang Otto als Mörder Ernst Thälmanns identifiziert. Auf Betreiben der Tochter Ernst Thälmanns und nach mehreren vergeblichen Versuchen wurde Otto noch 1987 der Prozess gemacht. Aber der ging aus, wie die meisten Prozesse an westdeutschen Gerichten gegen Nazi-Verbrecher: Otto wurde frei gesprochen. Am 15. Mai 1986 (!) wurde Wolfgang Otto zwar zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord an Ernst Thälmann verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf. Wolfgang Otto wurde in letzter Instanz freigesprochen.

    Otto war in Nordrhein-Westfalen als Volksschullehrer am Niederrhein tätig und lebte auch nach seiner Pensionierung dort, da verpresste er auch seine Beamtenpension – er war ja ein unbescholtener Mann.

    Noch "besser" die Witwe des Blutrichters Freisler hat eine höhere Witwenrente bekommen, denn ihr Gatte hätte ja, wenn er nicht einem Aliierten Luftangriff zum "Opfer" gefallen wäre, in der BRD ja noch Karriere machen können!

    So war es in der BRD ... Ein Rechtstaat oder doch eher ein Rechtsstaat!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#18 TillAnonym
#19 TillAnonym
  • 05.08.2011, 08:45h
  • Antwort auf #14 von Planlos
  • Naja, wenn man bedenkt, was Schwulen im Dritten Reich angetan wurde und welche Auswirkungen das noch bis heute in Deutschland hat, dann ist das Erinnern an sein Schicksal kein "Zersülzen", sondern eine Erinnerung die aufrecht erhalten werden muss um sowas in Zukunft zu verhindern. Und um endlich volle Gleichstellung zu erzielen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#20 Knueppel
  • 05.08.2011, 12:16h
  • Wer faschistische Tendenzen verharmlost, wer Neo-Nazis für gesellschaftsfähig hält, weil die inzwischen Mimikry betreiben und "scheinbar vernünftig argumentieren", wenn sie sich in Soziale Netzwerke (z.B. Facebook oder studi.vz einschleichen), sollte - besonders als Schwuler - aus der deutschen (und internationalen) Geschichte lernen, indem er nachliest, was hier einst (nicht nur mit uns Schwulen) passierte, als Nazis an der Macht waren.

    Beispiel 1
    Süddeutsche Zeitung 28.05.2008
    „In Berlin wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht“. Das Mahnmal erinnert an Menschen, wie ihn:
    „Der Elsässer Pierre Seel war 17, als ihn die Gestapo wegen seiner Homosexualität verhaftete. Im Konzentrationslager musste er der Hinrichtung seines Freundes zuschauen. Die Häftlinge waren angetreten, es lief Musik. Man entkleidete den jungen Mann, stülpte ihm einen Eimer über den Kopf. Dann hetzte die.SS Schäferhunde auf ihn, die ihn zu Tode bissen und zerrissen“

    Beispiel 2
    Interviews mit schwulen KZ-Überlebenden:
    "Ein erfülltes Leben, trotzdem", Lutz van Dijk

    books.google.com/books?vid=ISBN3499182785

    de.wikipedia.org/wiki/Lutz_van_Dijk
  • Antworten » | Direktlink »
#21 ossiAnonym
#22 hwAnonym
  • 05.08.2011, 13:32h
  • Antwort auf #20 von Knueppel
  • "...aus der deutschen (und internationalen) Geschichte lernen..."

    Es geht mir nicht um den Spielort, es geht mir um den Spielplan, das Strickmuster.
    Um die Hugenbergs in Zeiten von 2.0, um die
    updates der Methoden seit der Machtübertragung
    an Hitler durch die deutschen Eliten.

    Der neue Faschismus kommt eher nicht um die Ecke und sagt: Hallo, ich bin der Faschismus.
    Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus, gemeinsam retten wir das Land. (wahlw.: die Welt)

    Rückblick, unter Auslassung der erheblichen Kontakte amerikanischer Industrieller und Banker zur NSDAP.

    "1934 untersuchte ein Regierungsausschuss einen Geheimplan einflussreicher amerikanischer Industrieller, Präsident Roosevelt zu entmachten und eine Diktatur nach italienischem Vorbild zu errichten."

    www.heise.de/tp/artikel/25/25856/1.html

    Zum Strickmuster (aus dem Guardian via Freitag)
    nach updates

    "...In einer nominellen Demokratie haben die Reichen also eine schwierige Aufgabe zu bewältigen..."

    www.freitag.de/politik/1131-der-coup-der-milliardaere

    "... weil die inzwischen Mimikry betreiben und "scheinbar vernünftig argumentieren",..."

    Dazu gehören auch die, die hier gerne solche Zusammenhänge "scheinbar vernünftig" zerreden wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#24 Fiete_Jansen

» zurück zum Artikel