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- 05. August 2011 3 Min.

Führt in diesem Jahr die Parade an: Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) (Bild: SPD in Niedersachsen / flickr / by-sa 2.0)
Bis zu 300.000 Besucher werden an diesem Wochenende zum 31. Christopher Street Day in Hamburg erwartet. Der CSD steht in diesem Jahr im Zeichen des Coming-outs. Mit dem Motto "Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in." sollen sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen. "Viele haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit zu outen", sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. "Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Betroffenen Mut zu machen, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Problemen nicht alleine sind."
Noch immer werden Homo-, Bi- und Trans*Personen in Deutschland in verschiedenen Bereichen benachteiligt. Der 31. CSD fordert deshalb die volle rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, eine Öffnung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Ergänzung des Grundgesetzartikels 3 um das Merkmal "Sexuelle Identität". Auch eine Reform des Transsexuellengesetzes sowie eine Entschädigung aller nach 1945 wegen homosexueller Handlungen verurteilter Menschen gehören zum Forderungskatalog.
Straßenfest ab Freitag, Parade durch die Innenstadt am Samstag

Auch Hamburgs schwuler Ex-Bürgermeister freundete sich unter Schwarz-Grün mit dem CSD an: Ole von Beust (CDU) bei der Parade 2009 (Bild: Hamburg Pride)
Die Demonstration startet am Samstag, den 6. August um 12 Uhr in der Langen Reihe, Ecke Schmilinskystraße. Über Hauptbahnhof, Steinstraße und Speersort zieht die Parade zunächst in die Mönckebergstraße. Hier findet gegen 13:45 Uhr eine politische Kundgebung statt. Anschließend geht es über die Lombardsbrücke zum Jungfernstieg, wo die Parade gegen 15:30 Uhr endet.
Rund 40 Trucks, PKWs und Fußgruppen nehmen an dem Demonstrationszug teil. Angeführt wird die Parade in diesem Jahr von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Schol (SPD), Justizsenatorin Jana Schiedek, Innensenator Michael Neumann und weiteren Politikern. Auch Szene-Vertreter aus Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg nehmen an der Demonstration teil. Während der Veranstaltung muss mit Verkehrsbehinderungen und kurzfristigen Straßensperrungen gerechnet werden. Auf einigen Linien des HVV gelten Sonderfahrpläne.
Bereits am Freitag öffnet das CSD-Straßenfest auf dem Jungfernstieg und dem Ballindamm seine Tore. Bis einschließlich Sonntag, den 7. August sorgen zahlreiche Infostände, Gastronomiebetriebe, Musikinseln für ein buntes Treiben. Auf der Talk- und Musikbühne gegenüber der Europa-Passage treten neben Bands und Künstlern auch verschiedene Politiker auf.
Polit-Diskussion und offizielle Partys

Gelungenes Plakatmotiv: Der Hamburg Pride steht in diesem Jahr unter dem Motto "Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in."
Zur großen Diskussionsrunde am Samstag, den 6. August um 16:30 Uhr werden Bundestagsmitglied Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) sowie die Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Philipp-Sebastian Kühn (SPD), Roland Heintze (CDU), Farid Müller (B'90/Die Grünen) und Kersten Artus (Die Linke) erwartet.
Das CSD-Straßenfest ist am Freitag (15-24 Uhr), Samstag (11-24 Uhr) und Sonntag (11-22 Uhr) geöffnet. Jungfernstieg und Ballindamm sind in dieser Zeit für den öffentlichen Verkehr nur eingeschränkt benutzbar.
Das Uebel&Gefährlich im Bunker auf dem Heiligengeistfeld ist in diesem Jahr erstmals offizielle CSD-Location. Am Freitag, den 5. August beginnt hier um 23 Uhr der erste Hamburger ELECTRO PRIDE. Headliner ist das international gefeierte DJ-Duo M.A.N.D.Y. (Get Physical Music, Berlin). Die Berliner zählen zu den weltweit gefragtesten DJ-Duos und bespielen regelmäßig Clubs unter anderem in London, Singapur, Miami und auf Ibiza. In Deutschland legten M.A.N.D.Y. zuletzt auf den Festivals MELT! und FUSION auf. Außerdem an den Plattentellern: MATT3000 (Gedeih & Verderb, HH) und Nicole Hohmann (Technobrides, HH).
Die offizielle CSD-Abschlussparty steigt am Samstag, den 6. August ab 22 Uhr im Edelfettwerk. Insgesamt acht DJs sorgen beim PRIDE DANCE für Stimmung, darunter Ben Manson (Walkgroup/La Demence, Brüssel), Frau Hoppe (Wunderbar) und DJ Berry E. (Pop The Floor). Drei Floors, zwei Chillout-Lounges und eine Outdoor-Area stehen zur Verfügung. (pm/cw)
Links zum Thema:
» Homepage des Hamburg Pride
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Mehr zum Thema:
» CSD Hamburg: "Out ist in" (27.05.2011)









