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Kommentare zu:
Entlassung wegen HIV-Infektion rechtens?


#1 Timm JohannesAnonym
  • 05.08.2011, 14:22h
  • Wenn der Sachverhalt so stimmt, wie Carsten Weidemann schreibt, so ist es ein klares Fehlurteil und Anwalt sollte in Berufung gehen.
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#2 SchokiAnonym
  • 05.08.2011, 14:37h

  • Der Anwalt sollte nicht nur in Berufung gehen, sondern eine geklatscht kriegen! Wie dreist und unmöglich muss man eigentlich sein, so öffentlich die Diskriminierung zu unterstützen! Pfui!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.08.2011, 14:48h
  • Der Betroffene sollte wirklich Berufung gegen das Urteil einlegen, denn die Begründung, weshalb der Mann entlassen wurde, steht auf tönernen Füßen!
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#4 nachdenkenProfil
  • 05.08.2011, 14:56hBerlin
  • Die ganze Sache liest sich etwas seltsam, zumal innerhalb der Probezeit eine Kündigung ohne Angaben von Gründen möglich ist. Warum das Unternehmen die Infektion als Grund angab - bleibt unerwähnt. Hier wäre eine genauere Darstellung in dem Artikel wünschenswert.
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#5 gvmucProfil
  • 05.08.2011, 15:16hMünchen
  • Eine Frage, die auch zu klären ist, warum der HIV-Test bei der Einstellungsuntersuchung durchgeführt wurde. Der Test ist nicht Gegenstand einer Einstellungsuntersuchung (nie in extrem seltenen Fällen). Wenn der Arzt gefragt hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass S. F. zugestimmt hat. Ohne Zustimmung liegt seitens des Arztes eine Körperverletzung vor.
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#6 gvmucProfil
#7 spontiAnonym
  • 05.08.2011, 15:50h
  • der skandal beginnt schon da, wo ein HIV-Test zum einstellungsverfahren gehört!!!
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#8 Simon H.Anonym
#9 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 05.08.2011, 16:47h
  • “Als Begründung gab das pharmazeutische Unternehmen an, es müsse seine Kunden vor einer HIV-Infektion schützen“

    Erwartet die Firma von ihren Mitarbeitern, dass sie mit den Kunden bare ficken oder was soll dieser Scheiß?
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#10 JulesAnonym
  • 05.08.2011, 16:49h
  • Ich habe jetzt keine genauen Kenntnisse über den Sachverhalt, aber dass ein Chemielaborant in einem Pharmaunternehmen mit Medikamenten in der Weise in Kontakt kommt, dass die Gefahr einer Infektion der Kunden besteht, halte ich für unwahrscheinlich.

    Wäre er ein Arzt in einem Krankenhaus zB, der offene Wunden etc. behandeln muss, könnte ich die Kündigung nachvollziehen, aber bei einem Chemielaboranten?
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#11 jojoAnonym
  • 05.08.2011, 17:16h
  • Antwort auf #10 von Jules
  • ein arzt in einem krankenhaus sollte sich bei der behandlung von offenen wunden ROUTINEMÄSSIG so verhalten, dass jedes infektionsrisiko in jede richtung vermieden wird. wenn er das tut, ist auch eine hiv-übertragung nicht möglich. und ein arzt, der das NICHT tut, ist auch OHNE hiv ein gesundheitsrisiko für die patienten.

    im zweifelsfall wüsste ich, was mir wichtiger wäre...
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#12 daVinci6667
#13 stephan
  • 05.08.2011, 18:41h
  • Eine gänzlich unverständliche Entscheidung, sie so sicherlich auch keinen Bestand haben wird. - Sofern uns der Artikel alle notwendigen Fakten liefert, muss dann entweder die Vertretung des Klägers miserabel gewesen sein oder das Gericht ist im Erkenntnisstand über die Infektionswege von HIV schlappe 30 Jahre zurück.

    Allerdings kann man in der Probezeit - so viel mir bekannt ist - auch ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Damit wäre die Kündigung dann wohl rechtens ... ohne jede Begründung.
    Ich bin gespannt, was man über diesen Prozess und seinen Fortgang noch so hören wird!
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#14 Lapushka
#15 MarcAnonym
  • 05.08.2011, 20:26h

  • Korrekt. In einer normalen Probezeit kann an sich auch ohne Angaben von Gründen gekündigt werden.
    Komischerweise wurde es hier laut Artikel aber begründet. Auch sonst bleibt einiges seltsam fragmentarisch... .

    Deswegen hier erstens wohl die Berufung auf die 10% durch HIV. Dies stellt ein Kündigungshindernis dar, dass gegebenenfalls auch in der Probezeit greift.
    Zweitens sollte (behandeltes) HIV natürlich an sich kein Kündigungsgrund sein. Das bringt ihm nur nichts - denn es ist an sich auch kein Kündigungshindernis in der Probezeit.
    Daher der Kniff mit erstens. ;)

    Lg Marc
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#16 Roman BolligerAnonym
  • 05.08.2011, 20:49h
  • Aus dem LogBuch des Raumschiffes "Deutschland":

    Ort: Mitteleuropa

    Jahr: 05.08.2011

    Moralisches Zeitalter: Paläolithikum

    Zustand: Status Quo Ante, Version 17.
    Im Rahmen der katholisch-evangelikal-schwarz-gelben Hintergrundstrahlung Besorgnis erregende cerebrale Dysfunktionen mit zunehmenden, disseminierten sklerotischer Veränderungen auch schon bei jüngeren Mitgliedern der Führungscrew.

    Assoziierte Auffälligkeiten:
    Zunehmende Einengung des kognitiven Feldes; deutliche Abnahme der Empathiefähigkeit und generell prosozialer Fertigkeiten; Verlust der kognitiven Flexibilität, Visionsverlust und paranoide Phänomene. Verlust der Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und Selbstkritik. Rigides Festhalten an Lösungsroutinen 1. Ordnung.
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#17 anonymusAnonym
#18 RoggeAnonym
  • 06.08.2011, 09:17h
  • Antwort auf #4 von nachdenken
  • Hi,

    richtig, während der Probezeit ist eine Kündigung OHNE Angabe von Gründen möglich. Das wäre rechtlich auch kein Problem gewesen. ABER es wurde ein Grund genannt, und dieser Grund beinhaltet eine Diskriminierung. Darum nun ist die Kündigung juristisch anfechtbar.

    Liebe Grüße.
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#19 FrankieAnonym
  • 06.08.2011, 10:24h
  • Ich kenne mich ein wenig im Arbeitsrecht aus. Wie ich hörte, handelte es sich im vorliegenden Fall um eine Kündigung während der 6 monatigen Probezeit, in der das Kündigungsschutzgesetz nicht gilt. Damit hätte der Arbeitgeber auch ihne jegliche Begründung kündigen können, das Arbeitsgericht musste dann wohl so urteilen. Nie im Leben wäre das Urteil so ausgefallen, wenn das KSchG Anwendung gefunden hätte (nach 6 Monaten Arbeitsverhältnis), dann wäre die Kündigung natürlich unwirksam gewesen. Das AGG (Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz) könnte m.E. wegen der Dreistigkeit des Arbeitsgebers, die HIV Infaktion explizit als Kündigungsgrund zu nennen - was nicht erforderlich gewesen wäre - dazu führen, und sollte es auch, dass dem Gekündigten eine Entschädigungssumme zugesprochen wird.
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#20 UnimatrixzeroAnonym
  • 06.08.2011, 10:31h
  • Selbst wenn bei einer betriebsärztlichen Untersuchung eine HIV-Infektion festgestellt wird, hat das den Arbeitgeber nicht zu interessieren. Der Arzt ist an seine medizinische Schweigepflicht gebunden.
    Sollte dieser also geplaudert haben, sollte man ihn wegen Verletzung der Schweigepflicht verklagen!
    Wenn der Angestellte allerdings vom Arbeitgeber genötigt wurde den Arzt von seiner Schweigepflicht zu entbinden, ist der Skandal noch viel grösser.
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#21 SchokiAnonym

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