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  • 05. August 2011 24 2 Min.

Der Judas Priest Sänger würde auf Anhieb jeden Mr. Leather Wettbewerb gewinnen (Bild: Wiki Commons / opethpainter / CC-BY-2.0)

Der offen schwule Judas-Priest-Sänger Rob Halford hält nichts von einem solchen Feiertag, wie er jetzt in Sao Paulo vorgeschlagen worden ist.

Von Carsten Weidemann

Eine Hetero Pride Parade in Brasilien? Der Heavy Metal-Künstler Rob Halford schüttelt da nur den Kopf: "So etwas gibt es doch dort schon lange. Es heißt Karneval, oder nicht?" Der brasilianische Sender Globo FM hatte den seit langem offen schwul lebenden Sänger zu einem entsprechenden Vorschlag in der Stadt Sao Paulo interviewt.

In der brasilianischen Hauptstadt hat ein Zusammenschluss verschiedener christlicher Organisationen den Antrag gestellt, den dritten Sonntag im Dezember zum "Heterosexual Pride Day" zu erklären. Laut Zeitungsberichten habe das Stadtparlament dem Ansinnen bereits stattgegeben. Das letzte Wort dazu soll nun der Bürgermeister sprechen. Die Antragsteller behaupten von sich selbst, sie seien nicht homophob, es sei nur ein Protest gegen die Bevorzugungen der homo­sexuellen Community. Rob Halford findet die Idee einfach nur "kindisch". Die Homoorganisationen in der Zehn-Millionen-Metropole kritisieren scharf: "Anders als Homo­sexuelle werden Heterosexuelle nicht diskriminiert, nur weil sie heterosexuell sind."

Rob Halford: "Eine Metal-Party ist wie ein CSD, es wird gefeiert."


Im Onlineshop Zazzle.com werden bereits "Heteropride"-T-Shirts angeboten

Rob Halford war von 1972 bis 1991 und ist wieder seit 2003 Sänger der Heavy-Metal-Band Judas Priest. Im Jahr 1998 machte der "Metal God" sein Schwulsein öffentlich. Ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der die Metal-Szene, wie er im Gespräch mit Global FM zugab, nicht besonders schwulenfreundlich war. Das habe sich in den vergangenen Jahren allerdings geändert. "Es wird nach und nach besser."

Die "Parada do Orgulho GLBT de Sao Paulo" – wie sie auf Portugiesisch genannt wird – schaffte es 2006 in das Guiness Buch der Rekorde als weltweit größter Gay Pride mit mehr als drei Millionen TeilnehmerInnen. Er findet regelmäßig im Juni statt.

Hetero Pride auch in Europa

Auch in Europa sind stolze Heteros auf dem Vormarsch: So fand im September vergangenen Jahres in der ungarischen Hauptstadt Budapest aus Protest gegen den CSD eine "Hetero Pride Parade" mit knapp 100 Teilnehmern statt. Die Organisatoren forderten die Einschränkung des Versammlungsrechtes für Schwule und Lesben sowie die "Säuberung nationaler Institutionen von Homo­sexuellen".

In Deutschland wiederum stellte der Journalist Henryk M. Broder im Online-Blog "Die Achse des Guten" die Frage: "Wäre es nicht endlich Zeit für eine Hetero-Pride-Parade?" Broder forderte darüber hinaus eine "Akzeptanzkampagne", bei der Männer und Frauen bekennen: "Ich bin hetero".

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-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.08.2011, 17:51h
  • Da kann ich Rob Halford nur zustimmen! Haben die Heten nicht schon genug Partys, bei denen sie, um es überspitzt zu formulieren, unter sich sind? Ich denke, ja!
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#2 stromboli
  • 05.08.2011, 18:06hberlin
  • kreischhhhhhhhhh........
    ich stell mir vor wie wir schwulen am wegrand die heten anfeuern zu ihrer identität zu stehen..

    Umkehrung der situation; bei uns sind es die heteros die gaffen und so die summe der zuschauer schaffen!

    Tja , minderheiten brauchen zuspruch!!!
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#3 die thekeAnonym