Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?14789
  • 10. August 2011 21 2 Min.

Presbyterianer-Chef Emmanuel Martey

Im Rahmen einer homophoben Kampagne in Ghana will die presbyterianische Kirche nun Kliniken eröffnen, in denen Menschen von ihrer Homosexualität "geheilt" werden sollen.

Wie die "Ghana News Agency" berichtet, will die Presbyterian Church of Ghana im ganzen Land "Therapiezentren" für "homo­sexuelle Opfer" eröffnen wolle. Laut Presbyterianer-Chef Emmanuel Martey breite sich die Homosexualität im Land aus. In den Kirchen-Kliniken wolle er daher Schwulen und Lesben helfen, von ihrem sündhaften Verhalten loszukommen. Als Therapie reiche aus, auf Gott zu vertrauen und regelmäßig zu beten, so Martey weiter. Der Theologieprofessor forderte die Regierung auf, klare Vorgaben für die Behandlung von Homo­sexuellen zu geben.

In den letzten Monaten haben katholische, protestantische und islamische Geistliche eine Hetzkampagne gegen Schwule und Lesben in Ghana gestartet. In mehreren Demonstrationen erklärten religiöse Aktivisten, dass Homosexualität sowohl mit gegen die Grundpfeiler der Religionen als auch gegen die afrikanische Kultur verstoßen würde. Als Reaktion hat Regionalminister Paul Evans Aidoo angekündigt, dass die Polizei mutmaßliche Schwule und Lesben verhaftet solle. Er forderte Anwohner auf, verdächtiges homo­sexuelles Verhalten den Behörden zu melden (queer.de berichtete).


Eine Presbyterianer-Kirche in Ghana (Bild: Wiki Commons / SanBa / CC-BY-3.0)

In Ghana ist "widernatürliche Unzucht" strafbar, allerdings ist es unter Experten umstritten, ob das auch einvernehmlichen gleich­geschlechtlichen Sex einschließt. Homosexualität gilt als Tabuthema, Schwule und Lesben leben im Land versteckt. Laut einer Umfrage des Pew Global Attitudes Project aus dem Jahr 2007 erklärten 94 Prozent der Befragten, dass Homosexualität abgelehnt werden sollte - nur vier Prozent sprachen sich für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben aus. Die meisten Ghanaer begründen ihrer Ablehnung von Homosexualität mit ihrer Religion - rund 70 Prozent der Bevölkerung ist Mitglied einer der vielen christlichen Kirchen, 16 Prozent bekennen sich zum Islam. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.08.2011, 15:29h
  • Homosexualität ist nicht heilbar und ist auch keine Krankheit! Wie oft muß man das noch sagen? Wann kapieren das endlich auch mal die meisten Staaten Afrikas?
  • Direktlink »
#2 Geert
  • 10.08.2011, 15:36h
  • Seit tausend Jahren hatten Schwule in Ghana keinerlei Probleme. Dann wurde Ghana zum "Geheimtipp" für europäische schwule Sextouristen -wie zuvor schon Gambia, Kenia, Südafrika und der Senegal. Diese erupäischen "Gays" meinten, die afrikanischen Schwulen "befreien" zu müssen. Homosexualität und schwuler Lebensstil wurden verbalisiert, auch im Internet, was wiederum zu einer tiefen Abneigung der Bevölkerung führte, die auf dieses Thema nicht vorbereitet war. Und schon wurde, dank sei den europäischen "Schwulenaktivisten", aus einem Paradies für schwule Männer ein Land, in dem Schwule jetzt verfolgt werden....Toll!
  • Direktlink »
#3 Soleil