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  • 11. August 2011 18 2 Min.

Seit Jahrzehnten unzertrennlich: Bert, Ernie und die Quietscheente (Bild: PBS)

Bereits mehr als 4.000 Menschen haben eine Petition unterschrieben, in der die Hochzeit von Ernie und Bert gefordert wird - die Homo-Ehe in der "Sesamstraße" soll schwulen und lesbischen Jugendlichen Mut machen.

In der Begründung der Petition auf dem US-Portal change.org heißt es, dass junge Schwule und Lesben in Schulen Mobbing ausgesetzt seien und daher ein positives Signal von ihren Fernsehhelden bräuchten. "Auch diejenigen, die ihre Mitmenschen schikanieren, müssen lernen, dass Homophobie nicht in Ordnung ist", so die Begründung.

"Wir fordern nicht, dass in der Sesamstraße etwas Vulgäres oder Unpassendes gezeigt wird. Wir wollen nur Ernie und Bert erlauben, in den Hafen der Ehe einzulaufen - oder vielleicht sogar eine trans­sexuelle Figur in die Sendung einzuführen." Schließlich sei es eine Aufgabe der Kindersendung, Toleranz gegenüber Andersartigen zu wecken. So könnten viele Leben gerettet werden, heißt es mit Blick auf die hohe Selbstmordrate unter schwulen Jugendlichen.

Coming-out via Twitter?

Die scheinbare Liebesgeschichte der Zimmergenossen Ernie und Bert hat bereits seit Jahren die Kreativität vieler Fans der Fernsehserie angeregt. 2008 stellte aber der NDR trocken fest, dass die beiden Kultfiguren "einfach nur gute Freunde [sind], die zusammenwohnen wollen" (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr sorgte eine doppeldeutige Twitter-Nachricht von Bert für Aufregung, in der er sich nach Ansicht vieler Fans geoutet hatte (queer.de berichtete). Der ausstrahlende Sender PBS hat das Coming-out jedoch sofort dementiert. Gary Knell, der Präsident des Sesamstraßen-Workshops, stellte zudem bereits vor einigen Jahren fest: "Sie sind nicht schwul, sie sind auch nicht hetero, sie sind Puppen. Unter der Gürtellinie gibt es sie gar nicht."

Petitionen des Portals change.org waren in den letzten Wochen wiederholt erfolgreich: So haben die Computerriesen Microsoft und Apple nach Petitionen ihre Zusammenarbeit mit dem "Christian Values Network" beendet. Die evangelikale Organisation setzt sich insbesondere gegen Homo-Rechte ein. Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass die Sesamstraßen-Produzenten bereits nach Trauzeugen für Ernie und Bert suchen. (dk)

#1 JoonasAnonym
  • 11.08.2011, 12:46h
  • Filme, Musik, Kunst, Fernsehen, etc. kann mehr verändern als Politik.

    Insofern ist es sehr wichtig, dass ein selbstverständliches und positives Bild von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen vermittelt wird.

    Und gerade die Sesamstraße war immer Vorreiter, wenn es darum ging, z.B. Farbige Menschen als gleichberechtigte Mitbürger darzustellen. Und in der südafrikanischen Sesamstraße gibt es sogar eine HIV-positive Puppe.

    Insofern würde ich das auch begrüßen!

    Ist doch eh offensichtlich:
    Ernie und Bert leben zusammen, schlafen in einem Zimmer und oft auch in einem Bett, lachen, weinen und streiten zusammen und beide hatten noch nie eine Freundin oder Interesse an einer.

    Das könnte wirklich die Gesellschaften verändern und dafür sorgen, dass schwule und lesbische Kinder / Jugendlichen nicht mehr so große Probleme haben. Und dass die heterosexuellen Kinder / Jugendlichen sehen, dass da nichts schlimmes dran ist und das kein Grund zur Diskriminierung, Beleidigung oder gar Gewalt ist!

    Wieso soll die Sesamstraße das, was sie schon für Schwarze geleistet hat, nicht auch für Schwule und Lesben leisten?!
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#2 stephancgn11Anonym
  • 11.08.2011, 13:04h
  • auja .. und ich will Trauzeuge werden :-)
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#3 CarstenFfm
  • 11.08.2011, 14:13h
  • jetzt fehlt nur noch, dass sich eine Facebook Gruppe gründet, wo man "Like" drücken kann.
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