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  • 12. August 2011 9 2 Min.

Keine Diskussion: Bounty Killer hat es nach 2008 wieder nicht geschafft, in Deutschland seine Hass-Musik zu verbreiten

Der Druck hatte Erfolg: Bounty Killer, der in Liedern zur Ermordung von Schwulen aufruft, wird nicht wie geplant in einer Woche in Berlin auftreten.

Das teilte der Veranstaltungsort, der Calabash Club in Berlin-Mitte, via Facebook mit: "Die Tour wurde abgesagt, da drei Locations in Italien und eine in der Schweiz abgesprungen sind", heißt es auf der Website. Der Club bedauerte jedoch die Absage: "Wir hätten für euch und für uns durchgehalten - schade!!". Erst kurz zuvor hatte ein Züricher Club Bounty Killer ausgeladen - der Veranstalter hatte erklärt, er habe bei der Buchung nicht gewusst, dass der 39-jährige Sänger in seinen Liedern zur Diskriminierung von Minderheiten aufruft (queer.de berichtete).

Bounty Killer hat in seinen Songs die Zuhörer zum Hass oder gar zur Tötung von Schwulen ermutigt. In einem Lied heißt es etwa: "Erschießt weibische Männer und Schwule". An anderer Stelle singt der jamaikanische Star: "Wir entfachen ein Feuer für euch stinkende Schwuchteln und Parasiten." Wegen dieser Gewalfantasien wurden mehrere CDs des Interpreten von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

Bereits 2008 wollte Bounty Killer in Berlin auftreten. Das Konzert wurde nach Protesten abgesagt (queer.de berichtete). Damals wie heute hatte der Lesben- und Schwulenverband gegen den Auftritt mobil gemacht.

Bounty Killer ist allerdings nicht der einzige Hasssänger, der im August deutsche Fans begeistern will: In zwei Wochen soll mit Capleton ein weiterer jamaikanischer Sänger in Deutschland auftreten, der mit Liedern Geld verdient, in denen er zum Mord an Schwulen aufruft. Die Veranstalter vom Chiemsee Reggae Summer halten trotz Protesten bislang an Capleton fest, obgleich der Sänger nach wie vor hinter seinen Battyman-Tunes - wie homophobe Lieder auf Jamaika genannt werden - steht (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 anonymusAnonym
  • 12.08.2011, 16:16h
  • Ich versteh einfach nicht wie diese Veranstalter es "nicht wissen" was diese (Künstler) da vortragen und wofür sie stehen. -Bounty Killer ist schon lange im Geschäft ebenso Sizzla oder Buju Banton und ebenso lange sind sie kontrovers was ihre Texte angeht. Die verkaufen doch nicht erst seit gestern ihren Dreck. Kann es sein, diese Veranstalter und das Publikum haben selbst ein Problem? Bloss weil man sich ´ne Rastafrisur zulegt, mit ´ner dicken Tüte den Tag über rumdackelt und "ey peace - man" grunzt, muß man sich nicht unbedingt viel einbilden auf sein multikulturelles Bewußtsein.
    Im Heimatland von Buju Banton und Bounty Kíller gibt es auch schwule Jamaikaner die unter diesen geistigen Brandstiftern entsetzlich leiden. Dadurch daß die Veranstalter und das Publikum diesen Leuten Geld zahlen machen sie sich mitschuldig an der Ermordung, an der Verfolgung von wehrlosen und diskriminierten Menschen.
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#2 FloAnonym
  • 12.08.2011, 17:29h
  • Sehr gut!

    Hatten wir also Erfolg!

    Jetzt muss aber auch noch die Einladung von faschistischen Hasssängern zum Chiemsee verhindert werden...

    Und vor allem muss endlich die Politik aktiv werden und dafür sorgen, dass in Zukunft sowas von vornherein verhindert wird. Ohne dass wir jedesmal aktiv werden müssen.

    Okay, das ist mit Union und FDP nicht zu machen, aber die sind hoffentlich bald weg vom Fenster...
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#3 stephan
  • 12.08.2011, 19:41h
  • "Wir hätten für euch und für uns durchgehalten - schade!!"

    Na danke auch! Es ist aber wirklich nicht nötig Dreck zu importieren, den gibt es in Deutschland zur Genüge. Wie man überhaupt solchen Hasssängern eine Bühne bieten kann, wird wohl jedem vernünftigen Menschen stets schleierhaft bleiben. - Für solche Typen muss an den deutschen und europäischen Grenzen immer das altbekannte Schild stehen: "Wir müssen draußen bleiben!"
    (Sorry an alle Hundefreunde - der Vergleich war unfair!)
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