https://queer.de/?14847
- 22. August 2011 2 Min.

Antônio Rodrigo Nogueira will sich nicht mit Schwulen prügeln
Der brasilianische Boxer und Jiu-Jitsu-Meister Antônio Rodrigo Nogueira hat erklärt, er werde Schwule nicht trainieren, weil diese seinem männlichen Charme unterliegen würden.
Nogueira erklärte in einem Interview mit "UOL Esporte", er habe zwar keine Vorurteile gegenüber Homosexuellen, könne aber keinen schwulen Schüler unterrichten: "Ich hätte damit zwar kein Problem, weil ich den körperlichen Kontakt nicht als etwas Sexuelles ansehe", erklärte der 35-Jährige. "Aber was ist, wenn der Schwule körperlichen Kontakt mit mir sucht?". Zwar könne ein Schwuler gerne in seiner Boxschule trainieren – allerdings nicht mit ihm.
Der 1,96 Meter große Nogueira hat in der Vergangenheit die "Pride Fighting Championships" und die "Ultimate Fighting Championship" (UFC) gewonnen. Am 27. August wird er in einem weiteren UFC-Boxkampf gegen den 28-jährigen Amerikaner Brendan Schaub antreten. In Kalifornien ist 2008 zudem ein Boxer mit Punktabzug dafür bestraft worden, weil er seinen Gegner am Hals geküsst hatte (queer.de berichtete).
Die UFC gilt als die größte "Mixed-Martial-Arts-Organisation" – in dieser Version des Boxens ist voller Körperkontakt gestattet. In der Vergangenheit hat sich UFC-Chef Dana White positiv über die Möglichkeit von offen schwulen Sportlern geäußert. Er erklärte 2009, dass dies "keine Problem mit unseren Kämpfern oder unserer Fan-Base haben" werde: "Alle Jungs bei der UFC sind so cool, es herrscht ein respektvolles sportliches Miteinander. Ein schwuler Sportler wäre keine große Sache für mich oder für die meisten der Jungs, die diesen Sport betreiben."
Der Macho-Sportart Boxen ist weltweit ein schweres Pflaster für Schwule und homofreundliche Hetero-Athleten. Selbst im liberalen Thailand wurde ein heterosexeller Boxer von seinem Verband gesperrt, weil er sich leicht bekleidet von einem Schwulenmagazin ablichten ließ (queer.de berichtete). (dk)














