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- 24. August 2011 2 Min.

Shawn Loftis darf nicht mehr unterrichten - und arbeitet daher weiter als sein Alter Ego Collin O´Neal
Shawn Loftis hat seine Porno-Karriere bereits beendet und als Mathe-Lehrer gearbeitet - doch nun hat ihn eine öffentliche Schule wegen seines früheren Jobs entlassen.
Loftis ist als Collin O'Neal in der schwulen Welt bekannt: In seiner "World of Men"-Videoreihe reiste er in Länder wie Brasilien, Serbien oder den Libanon und drehte dort mit lokalen Darstellern Sex-Szenen - ein 2008 gedrehter Film spielt auch in Ostberlin. Nebenbei erklärt O'Neal in dieser Serie die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Drehorte. Nach fünf Jahren in der Pornobranche verkaufte er Anfang 2010 seine "Collin O'Neal Productions" an eine kanadische Firma und begann, als Lehrer zu arbeiten, berichtet die "Miami New Times".
Diesen Beruf darf Loftis, der einen Universitätsabschluss in Internationalen Beziehungen und Öffentlicher Verwaltung vorweisen kann, nun nicht mehr ausüben: Im Januar 2011 feuerte ihn sein Arbeitgeber, die Schulbehörde im Bezirk Miami-Dade. Der Lehrer habe gegen Verhaltensregeln der Schule verstoßen, heißt es im Entlassungsschreiben. Demnach dürfen Lehrer sich nicht in einer Weise verhalten, die sich negativ auf das Ansehen der Schulen auswirkt. Das Kultusministerium von Florida hat Loftis dann im April die Lehrerlaubnis entzogen.
Loftis: Entlassung aus Homophobie
Loftis glaubt, dass er aus reiner Homophobie gefeuert wurde: "Die Rektorin hat sich als große homophobe Frau geoutet", sagte er. "Jeder hat doch in seiner Vergangenheit etwas getan, das als Ausrede für eine Entlassung herhalten kann." Er wäre mit Sicherheit nicht gefeuert worden, wenn er in heterosexuellen Pornos mitgespielt hätte, so Loftis weiter. Der Schulbezirk hat es abgelehnt, sich zu dem Fall zu äußern.
Weil Loftis weiter Geld verdienen muss, hat er wieder auf seine alte Karriere zurückgegriffen: Vor wenigen Tagen drehte er seinen ersten neuen Pornofilm auf Kuba. Via Twitter vermeldete er stolz, dort eine Sexszene mit Zwillingsbrüdern gefilmt zu haben.
Derzeit gibt es einen weiteren Fall in Florida über das Fehlverhalten eines Lehrers: In Lake County wird über einen Pädagogen entschieden, der via Facebook die Homo-Ehe als "Kloake" bezeichnet hat (queer.de berichtete). Ob der Geschichtslehrer wegen diesen Ausbruchs ebenfalls entlassen wird, soll Ende der Woche entschieden werden. (dk)














