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Auftritt bei Big Brother

Jedward sind enthaltsame Heten

  • 31. August 2011 16 2 Min.

Bei "Celebrity Big Brother" streifen sich die Zwillinge schon mal die Windeln über, wenn der Sender das will (Bild: Channel 5)

Die Jedward-Zwillinge sind ein paar Monate nach ihrer Grand-Prix-Teilnahme im Big-Brother-Container gelandet - ihr Manager bestreitet derweil entschieden Schwulengerüchte.

Im britischen "Celebrity Big Brother" sind die beiden 19-Jährigen seit gut einer Woche mit längst vergessenen Sternchen wie Tara Reid ("American Pie") oder der David-Hasselhoff-Ex Pamela Bach auf Sendung. Jedward-Manager Liam McKenna muss von draußen das Paar medial ins richtige Licht rücken - das heißt, vor allem Schwulengerüchte leugnen.

Seine Dienste waren am Dienstag wieder gefragt: Als Big-Brother-Insasse Darryn Lyons, ein australischer Paparazzo, im Container verlautbarte, dass die Jungs schwul oder bisexuell sein könnte, kam das Dementi sofort: "Darryn wollte bloß die Scheiße zum Kochen bringen. Die Beiden sind nicht schwul", so McKenna gegenüber dem "New Magazine".

Youtube | Britisches Qualitätsfernsehen? Die "schüchternen" Jedward-Brüder machen bei "Celebrity Big Brother" alles mit

Enthaltsamkeit ist eine Zier...


Jedward-Vorbild Jonas Brothers

McKenna erklärte weiter, dass die Jedward-Brüder nicht nur Mädels liebten, sondern auch hochmoralisch lebten. Sie würden in den Fußstapfen ihrer Idole, den amerikanischen Jonas Brothers, treten. Das Brüder-Trio ist ein amerikanische Boyband, die sich im Disney-Channel eine pubertierende Fanbasis aufgebaut hat - und die stolz in die Welt posaunen, dass sie keinen Sex vor der Ehe haben wollen. "Ich weiß nicht, ob Jedward besonders religiös sind, aber das ist eine bewusste Entscheidung, die sie getroffen haben", so McKenna. Er erklärte allen Ernstes, dass die Brüder "schüchtern" seien und sich deshalb bei Mädels zurückhalten würden: "Ich bin mir sicher, dass sie Mädchen mögen, aber sie wollen nicht darüber reden, weil auch ihre Großmutter zuschaut."

Die irischen Zwillinge John und Edward wurden 2009 schlagartig bekannt, als sie in der britischen Version von "X Factor" antraten. Beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf traten sie dieses Jahr für ihr Heimatland an - der hoch gehypte Song "Lipstick" erreichte am Ende den 8. Platz. In Irland schaffte es der Song bis auf Rang eins der Charts, in Deutschland immerhin auf Rang zwölf. (dk)

#1 Iceman
  • 31.08.2011, 13:11h
  • "Jedward sind enthaltsame Heten"

    Bei der Überschrift dachte ich an einen Witz..
    Es glaubt doch kein Mensch mehr, dass die beiden hetero sind. Vor allem: Warum dürfen die beiden nicht sein, was sie sind? Das Management muss da sofort wieder dementieren etc.
    Ich finde das nicht richtig.
    Lasst die Jungs doch sein, wie sie sind oder sein wollen..
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#2 eMANcipation*Anonym
  • 31.08.2011, 13:31h
  • Wenn wir in letzter Zeit eines gelernt haben sollten, dann dass Schwule in zentralen und besonders geschäftsträchtigen Bereichen des öffentlichen Lebens weiterhin nicht vorkommen dürfen.

    Zumindest außerhalb der sehr eng begrenzten Nischen, in denen die üblichen Klischees und Stereotype bedient werden.

    Und wir haben gelernt, dass sich die so genannte schwule Community, die schwulen Medien, dafür zum allergrößten Teil nicht interessieren, dass sie kein Problem damit haben, dass inzwischen schon vorpubertäre Jungs meinen, sich zwanghaft von Homosexualität und allem "Schwulen" abgrenzen zu müssen. Dass jeder, der nicht blind und taub ist oder sich so stellt, im öffentlichen Raum an allen Ecken und Enden mit diesem unerträglichen Heterosexismus und dieser Schwulenfeindlichkeit konfrontiert wird.

    Die Wahrheit ist: Wir sind in unserem angeblichen Kampf um Gleichberechtigung, den wir doch jenseits der Frage "Ehe"/"Lebenspartnerschaft" zum größten Teil gar nicht führen, mit der verfehlten "Strategie" der Anbiederung und der Verharmlosung der herrschenden Gewalt und Diskriminierung durch und durch gescheitert.

    Es geht nicht vorwärts, sondern überall wo man sich die gesellschaftliche Realität, das Alltagsleben, insbesondere die Lebenswirklichkeit männlicher Jugendlicher ansieht, wieder mit Riesenschritten zurück.

    Bei den meisten von uns wird es aber auch weiterhin heißen: Augen und Ohren zu und/oder Brille der Selbsttäuschung auf und sich mit den Bröckchen zufriedengeben, die an der einen oder anderen Stelle mal für uns abfallen, anstatt die Dinge beim Namen zu nennen und für grundlegende Veränderungen zu kämpfen.
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#3 the managerAnonym