Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?14909
  • 02. September 2011 8 2 Min.

"Money for Nothing" gehört zu den bekanntesten Popsongs der 80er Jahre

Kanadische Radiostationen dürfen wieder ungeschnitten den Dire-Straits-Song "Money for Nothing" spielen, obwohl darin das herabwürdigende Wort "Faggot" (Schwuchtel) vorkommt.

Die Canadian Broadcast Standards Council (CBSC), die private Rundfunkanbieter reguliert, revidiert damit ihre Entscheidung vom Januar. Damals hatte die CBSC nach Beschwerden von Radiohörern befunden, dass ein Wort wie "Faggot" beleidigend sei und daher nie gespielt werden dürfe (queer.de berichtete). Radiosender müssen seither die betreffenden Stellen im Song mit einem Piepston unterlegen - oder eine andere Version von "Money for Nothing" spielen, in der das Wort "Faggot" unter anderem durch "Mother" ersetzt wurde.

Am Mittwoch hat die CBSC das Verbot des Originalsongs aufgehoben. Das Wort "Faggot", hieß es in der Entscheidung, sei zwar weiterhin als höchst herabwürdigend zu vermeiden, in manchen Zusammenhängen könne es aber gesendet werden: "Es kann Fälle geben, in denen sogar Worte, die eigentlich inakzeptabel sind, in einem bestimmten Kontext erlaubt sind", schreibt die CBSC. Radiostationen sollten nun selbst entscheiden, in welcher Version sie das Lied ausstrahlen wollen.

Youtube | Live-Auftritt der Dire Straits in England - dabei vermeidet Mark Knopfler das Wort "Faggot"

In "Money for Nothing" taucht das Wort Faggot drei Mal auf. Das von Musikkritikern und Fans hochgelobte Lied beschreibt ironisch das Musikgeschäft aus der Sicht eines ungebildeten Arbeiters. Dabei bezeichnet Sänger Mark Knopfler, der die Rolle des Arbeiters einnimmt, einen Rockstar als "Faggot": "The little faggot with the earring and the make-up / Yeah, buddy, that's his own hair / That little faggot's got his own jet airplane / That little faggot, he's a millionaire". Sänger Knopfler erklärte bei der Veröffentlichung, er sei in einem New Yorker Fernsehladen zwei Arbeitern begegnet und wollte deren Welt in ihrer eigenen Sprache darstellen.

In englischsprachigen Ländern hat es immer wieder Streit wegen der Verwendung von Schimpfwörtern gegeben. So zensierte die BBC 2007 das Wort "Faggot" im Weihnachtslied "Fairytale of New York" von der irischen Folkgruppe The Pogues (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 anonymusAnonym
  • 02.09.2011, 12:06h
  • Wenn ich mir vorstelle daß "Künstler" wie Bushido, SIDO oder diese jamaikanischen Hasskrähen ungestraft ihren Schrott im Radio präsentieren können wundert mich ,daß Kanada beim Wort- Faggot- so empfindlich war.Nein ,Bushido und SIDO laufen drüben zwar nicht im Radio aber es gibt in der Reggae, Rap. und HipHop Kultur jede Menge Beschimpfungen auf uns (inklusive Aufruf zum Mord), die drüben ungestraft in den Sendern laufen, daß ich mich wirklich gewundert habe daß sie sich dann an einem Dire Straits Song gestoßen haben.
  • Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.09.2011, 13:03h
  • Was soll man dazu sagen? Sowas nennt man ganz einfach "Medienfreiheit".
  • Direktlink »
#3 CarstenFfm
  • 02.09.2011, 17:33h
  • Anders als bei Hass Rappern, ist das doch - wie auch in dem Artikel geschildert - in dem Song doch Verarsche, man macht sich über eine Proll lustig, indem man dessen Vokabular benutzt.
    Kein Grund, so einen Klassiker zu zensieren....
    Political Overcorrectness.
  • Direktlink »