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Dancing With the Stars
Cher sauer über Kritik an Chaz Bono
- 05. September 2011 2 Min.

Die 65-jährige Cher will ihren 42-jährigen Sohn tanzen sehen
Konservative kritisieren die Teilnahme des Transsexuellen Chaz Bono bei der TV-Show "Dancing with the Stars" - Mutter Cher stärkt ihrem Sohn aber den Rücken.
Als erster Transsexueller wird Chaz bei der am 19. September startenden 13. Staffel der Reality-Show teilnehmen. Das führte zu teils heftiger Ablehnung von konservativen Kommentatoren und Boykottaufrufen gegen den Sender ABC. So forderte der Fox-News-Kommentator Dr. Keith Ablow Eltern auf, ihren Kindern zu verbieten, Sendungen mit Chaz Bono anzusehen. Denn Chaz könnte dem "leicht zu beeinflussenden" Nachwuchs ein schlechtes Vorbild sein: "Kinder kämpfen darum, ihre eigene Identität zu entwickeln. Das letzte, das sie brauchen, ist eine Menschenmasse, die wie auf Befehl jemandem zujubelt, dessen Identitätssuche damit geendet hat, sich ihre Brüste abzuschneiden und Steroide zu spritzen. Womöglich wird eines Tages ein provisorisches männliches Glied zusammengebaut, um ihre Vagina zu ersetzen." In christlichen Websites werfen Kritiker Chaz zudem vor, mit seiner Geschlechtsanpassung Gott gespielt zu haben.
Chaz' Mutter Cher hat sich in mehreren Interviews und Interneteinträgen klar hinter ihren Sohn gestellt: "Chaz wird im Internet auf ganz bösartige Art angegriffen. Das hier ist doch immer noch Amerika, so viel ich weiß, oder?", schrieb sie auf Twitter. Sie attestierte ihrem Sohn "viel Mut", bei der Show mitmachen. Chaz Bono ist das einzige Kind von Cher und ihrem früheren Ehemann Sonny Bono. Er kam 1969 als Chastity zur Welt und wirkte in den 70er Jahren in Unterhaltungssendungen seiner Eltern mit ("The Sonny & Cher Comedy Hour"). Später hatte er sein Coming-out als Lesbe und begann 2009 im Alter von 39 Jahren eine Geschlechtsanpassung. 2010 haben die kalifornischen Behörden Chaz offiziell als Mann anerkannt (queer.de berichtete).
Die Proteste gegen Chaz' Teilnahme bei "Dancing With The Stars" sind ausgesprochen heftig, weil die Sendung auch unter Konservativen und Kindern erfolgreich ist. In den vergangenen Jahren haben auch Ikonen der politischen Rechten teilgenommen, wie die Politiker-Tochter Bristol Palin oder Tom DeLay, der frühere republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus. Während Palin am Ende den dritten Platz belegte, zog sich DeLay nach einer Verletzung aus dem Wettbewerb zurück.
Kritisiert wird die Teilnahme vor allem wegen der frühen Sendezeit von "Dancing With the Stars": Je nach Zeitzone startet die Sendung um 19 oder 20 Uhr beim frei empfangbaren Sender ABC. Lobbygruppen wie "Focus on the Family" fordern schon seit Jahren, dass die Hauptsendezeit zur "Family Hour" erklärt werden soll, in der nur kinderfreundliche Fernsehprogramme gezeigt werden dürfen - das heißt für die Aktivisten, dass jegliche Erwähnung von sexuellen Minderheiten verboten sein soll. (dk)















Ich wünschte, meine Mutter würde auch so reagieren...