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  • 06. September 2011 13 2 Min.

Nicht nur in Berlin wird demonstriert: Anti-Papst-Demo am 18. September 2010 in London (Bild: Loz Flowers / flickr / by-sa 2.0)

Bereits vor mehreren Monaten hat das Berliner Bündnis "Der Papst kommt" für den 22. September eine Demonstration angemeldet, doch ein schriftlicher Bescheid der Versammlungsbehörde liegt noch immer nicht vor.

Die Versammlungsbehörde habe bisher nur mündlich mitgeteilt, dass sie eine Kundgebung während der Papst-Rede im Deutschen Bundestag vor dem Brandenburger Tor verbieten will, erklärte Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Berlin-Brandenburg (queer.de berichtete). Steiner kritisierte diese Ankündigung erneut als Verstoß gegen die Versammlungsfreiheit, weil sich das Brandenburger Tor außerhalb der Bannmeile des Deutschen Bundestages befindet. Im Falle eines negativen Bescheid will das Bündnis vor dem Verwaltungsgericht klagen und eine Einstweilige Verfügung beantragen.

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LSVD: Verzögerung steht Sicherheitsinteressen entgegen

"Das schleichende Genehmigungsverfahren erschwert die Organisation unserer Demonstration", heißt es zudem in einer Pressemitteilung der Demo-Veranstalter: "Wir sind ein Bündnis von über 60 Organisationen und mehreren tausend Privatpersonen. Wir benötigen Zeit, um innerhalb des Bündnisses zu kommunizieren", erklärte Jörg Steiner. "Die Verzögerung des Genehmigungsverfahrens ist nicht nachvollziehbar, stiftet Verwirrung und läuft letztendlich den Sicherheitsinteressen aller Beteiligten zuwider."

Das Bündnis "Der Papst kommt" hat anlässlich der Rede des Papstes im Deutschen Bundestag für Donnerstag, den 22. September um 16.00 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor und anschließender Demonstration gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik aufgerufen. Die Kundgebung soll mit Redebeiträgen u.a. von Ute Ranke-Heinemann und David Berger, DJs sowie Bands bereichert werden.

Bereits im Vorfeld des Papst-Besuches finden zahlreiche Themenveranstaltungen der Bündnismitglieder, wie z.B. Lesungen, Filmvorführungen und Vorträge, statt. (cw)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2011, 16:54h
  • Daß die Genehmigung immer noch nicht erteilt ist, hat wohl mit dem Wahlkampf in Berlin zu tun und wird es leider auf die lange Bank geschoben. Es ist aber höchste Eisenbahn, daß die Behörden endlich mal mit dem Hintern hochkommen sollten!
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#2 HinnerkAnonym
  • 06.09.2011, 18:04h
  • Die übliche Verzögerungstaktik der Homohasser!

    Gegen die hilft nur gerichtliches Vorgehen, um unsere Grundrechte zu retten!

    PS: Das Plakat "Pope? - Nope!" aus London gefällt mir auch sehr gut! Ich hoffe, der Protest wird hier so zahlreich und laut wie in London und Madrid.
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#3 SchokiAnonym
  • 06.09.2011, 18:37h

  • @FoXXXyness: Das hat rein gar nichts mit dem Wahlkampf zu tun. Die Behörden machen das natürlich absichtlich, gerade DAMIT sich das Bündnis nicht organisieren kann! Sie handeln (nicht), nach dem Motto "wenn man hinauszögert, kommt die Demo vielleicht ja gar nicht zustande!" Das ist hinterhältig und nimmt einem indirekt die Versammlungsfreiheit! Nur weil so ne verklemmte alte tucke ihre Hasstiraden loswerden will. Sehr demokratisch.
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