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  • 09. September 2011 10 2 Min.

David Foster und seine Gewinner-Axt

Der Kampf um die Homo-Ehe in Australien hat einen überraschenden prominenten Fürsprecher gewonnen: David Foster, der amtierende Weltmeister im Holzfällen. Wie australische Medien berichten, will sich der 54-Jährige in politischen Diskussionen für die Homo-Ehe aussprechen.

Vor vier Jahren outete sich seine Tochter, erzählte Foster der Zeitung "The Examiner". "Ich denke, Sally wollte sich nicht früher outen, weil ich früher gegen so etwas war und sie mich vielleicht nicht aufregen wollte." Danach hätte sich das Verhältnis der Familie untereinander nicht geändert, seine Ansichten aber sehr wohl: "Jeder hat seine Meinung, aber sobald man persönlich betroffen wird, bemerkt man, was wichtig und richtig ist. Meine Tochter ist noch immer dieselbe, die ich aufgezogen habe. Dass sie eine andere sexuelle Orientierung hat, bedeutet nichts."

Sally lebt mit mit ihrer Freundin und einer gemeinsamen, einjährigen Tochter zusammen. In Tasmanien, wo die Familie lebt, dürfen sie zwar eine Art Lebenspartnerschaft samt Stiefkindadoption eingehen, aber nicht heiraten. "Meine Tochter hat eine hübsche Partnerin und ein Kind, und wenn sie heiraten wollen sehe ich keinen Grund, warum sie das nicht sollten", findet Foster. Er und die Tochter hätten einige negative Erfahrungen erlebt, aber oft auch Zustimmung zu der offenen Haltung erfahren.

Aufstehen und gehört werden

Australische Homo-Aktivisten lobten den Schritt. Der Sprecher der Tasmanian Gay and Lesbian Rights Group, Rodney Croome, sagte, die Geschichte zeige, wie sich die Gesellschaft positiv entwickelt. "Ich bin mir sicher, dass mit Unterstützern wie David Foster eine Reform unausweichlich wird."

Der fast 200-fache Weltmeister im Woodchopping, dessen Wettkämpfe sich in Australien großer Popularität erfreuen und sogar im Fernsehen übertragen werden, hofft, weitere Prominente könnten sich auf die Seite von Schwulen und Lesben stellen. "Ich bin bekannt, aber das heißt nicht, dass ich mich zurückziehe und still bin, nur weil sich jemand an meiner Meinung stoßen könnte."

Foster ist schon lange sozial und politisch aktiv. Zu seinem neuesten Thema sagte er abschließend: "Sally ist meine Tochter. Ich liebe sie und bin stolz auf sie. Manchmal muss man aufstehen und gehöhrt werden." (nb)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.09.2011, 16:42h
  • In Australien braucht es noch viel mehr Menschen, die die Homoehe unterstützen. Dennoch finde ich es gut, daß es einen weiteren in dieser Reihe gibt!
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#2 Geert
  • 09.09.2011, 16:56h
  • Australien ist für Schwule und Lesben kein leichtes Pflaster.
    Es sind die konservativen evangelikal geprägten Anglikaner und die Katholiken, die dort immer noch den Ton angeben, gerade auch in Sydney, der äußerlich so modern wirkenden Stadt.
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#3 JoonasAnonym