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Transpersonen und Intersexuelle
Australien führt drittes Geschlecht in Reisepässen ein
- 15. September 2011 2 Min.

Australien will mit der Entscheidung die Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität eindämmen
In australischen Reisepässen gibt es ab sofort neben männlich und weiblich das Geschlecht "X". Es soll "unbestimmt" bedeuten und Intersexuellen das Leben leichter machen.
Zugleich bekommen Transgender-Personen die Möglichkeit, ihr Wunschgeschlecht eintragen zu lassen. Der sozialdemokratische Justizminister Robert McClelland erklärte am Donnerstag, dass Transpersonen lediglich die Bestätigung eines Arztes vorlegen müssten, dass sie sich entsprechend als Mann oder Frau fühlen. Auch wenn das Gesetz nur wenige Menschen betreffe, trage es zum Ende der Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität bei: "Für die meisten Menschen ist es völlig normal, jederzeit verreisen zu können, ohne Angst vor Diskriminierung zu haben", so McClelland. "Diese neue Regelung wird mehr Menschen diese Freiheiten ermöglichen."
Transsexuellenorganisationen begrüßten die Entscheidung der Regierung. "Das ist überraschend positiv", erklärte Peter Hyndal von der Gruppe "A Gender Agenda". "Es ist die größte Reform für Transsexuelle, die je in diesem Land angegangen wurde - wirklich der Hammer!".
Liberalisierung in vielen Ländern
In mehreren westlichen Ländern hat es in den letzten Jahren ein Liberalisierung der Gesetze für Transpersonen gegeben. So können etwa in den USA seit letztem Jahr betroffene Personen vor einer operativen Geschlechtsanpassung ihr Geschlecht im Reisepass ändern lassen. Damit soll ihr äußeres Auftreten mit dem in Dokumenten angegebenen Geschlecht in Übereinstimmung gebracht werden.
Dem deutschen Transsexuellengesetz aus dem Jahre 1981 zufolge müsste eine Transperson eine Geschlechtsanpassung durchführen, bevor sie ihren Vornamen und das Geschlecht ändern kann. Diese Regelung ist aber im Januar vom Bundesverfassungsgericht für grundgesetzwidrig erklärt worden (queer.de berichtete).
Viele präoperative Transpersonen leben viele Jahre in ihrem bevorzugten Geschlecht, bevor sie eine teure und teilweise gefährliche Geschlechtsanpassung vornehmen lassen. Wenn ihr äußeres Geschlecht nicht mit dem Eintrag im Reisepass übereinstimmt, führt das bei der Einreise in viele Ländern - insbesondere im arabischen Raum - zu teils erheblichen Schikanen, bis hin zur Einreiseverweigerung. (dk)














und ich bin mir sicher, dass deshalb australien nicht im pazifik versinken wird.
da soll sich deutschland mal eine scheibe abschneiden. hier werden immer noch die dringendsten reformen des transsexuellengesetzes auf st. nimmerlein verschoben, und das alltägliche leid der betroffenen geht der politik am arsch vorbei.
am besten gefällt mir persönlich immer noch die idee, die kategorie geschlecht aus der staatlichen bürokratie grundsätzlich zu entfernen. haben die piraten nicht mal was ähnliches gefordert?