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Manche brauchen ein bisschen länger, aber es ist gut, wenn sie es dann doch endlich schaffen, das Private, das eben immer auch politisch ist, ganz selbstverständlich zu benennen, so wie es ist. Alice Schwarzer liebt Frauen, und das ist prima so. Nicht dass es ein großes Geheimnis gewesen ist, schließlich trat die Gründerin der feministischen Zeitschrift Emma in Köln bei offiziellen Anlässen gemeinsam mit ihrer Partnerin auf. Doch auf Nachfragen bezüglich ihrer sexuellen Orientierung gab sie bislang keine Antwort. Was einige lesbische Aktivisten ärgerte. Hatte Alice Schwarzer doch zuvor andere zum beherzten Coming Out aufgefordert, wollte selbst aber nicht voran schreiten.

Nun aber legt die kämpferische Feministin ihre Biografie (Amazon-Affiliate-Link ) vor und schreibt darin: "Wir sind ein offenes Paar, aber kein öffentliches. Und so wird es bleiben." Es ist ein Anfang. Und da das Buch "Lebenslauf" nur bis zum Jahr 1977 reicht, damit eine Fortsetzung zu erwarten ist, gibt es für sie eine weitere Chance, sich weiter zu öffnen. (cs)

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#1 SebiAnonym
  • 17.09.2011, 11:27h
  • "Doch auf Nachfragen bezüglich ihrer sexuellen Orientierung gab sie bislang keine Antwort. Was einige lesbische Aktivisten ärgerte. Hatte Alice Schwarzer doch zuvor andere zum beherzten Coming Out aufgefordert, wollte selbst aber nicht voran schreiten."

    Dafür, dass sich viele Lesben so über Alice Schwarzer aufgeregt haben, sind sie ihr wohl ziemlich oft ziemlich kritiklos gefolgt. Was viel Porzellan zerdeppert hat...
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#2 schwulenaktivist
  • 17.09.2011, 12:19h
  • Dass die Alice Sex mit Frauen hat und hatte, bedeutet noch lange nicht, dass sie lesbisch ist! Wieso ziehen Schwule immer wieder die selben falschen Schlüsse aus solchen "Geständnissen". Abgesehen davon, dass "lesbischer Sex" gesellschaftlich eine ganz ANDERE Tradition und Einschätzung hat, ist er auch niemals vergleichbar mit dem schwulen Sex in seinen Auswirkungen auf die Praktizierenden .

    Eines aber bestätigt sich auch bei ihr: "Bisexualität" neigt zur Verteidigung fundamentalistischer "heterosexueller Werte"! :P
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#3 HinnerkAnonym
  • 17.09.2011, 12:52h
  • Es ist ja schön, dass Alice Schwarzer mit fast 69 Jahren endlich den Mut hat, zu sich selbst zu stehen.

    Aber noch schöner wäre es, wenn sie sich nicht nur für Lesben einsetzen würde, sondern genauso auch für Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, etc.

    Und wenn sie nicht ständig meinen würde, Schwule seien automatisch schlimm, nur weil sie Männer sind.

    Und wenn sie nicht ständig intrigieren würde, um Schwule und Lesben gegeneinander auszuspielen. Damit schadet sie nämlich nicht nur Schwulen, sondern auch Lesben...
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