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Kommentare zu:
Französische App ist "homophober, dummer Test"


#1 Lapushka
  • 26.09.2011, 12:27h
  • Das zu testen geht doch viel unkomplizierter

    media.noob.us/songay.jpg

    "App-Entwickler Christophe De Baran kann die Aufregung um sein Programm dagegen nicht verstehen: "Was ist schlimm daran, dass eine Mutter wissen will, ob ihr Sohn schwul ist?". "

    Na im Prinzip gar nichts, nur ist es etwas albern, eine solche Sache aufgrund solcher Fragestellungen herausfinden zu wollen.
    Das ist doch nur Geldschneiderei. Da sind irgendwelche "Frau im Spiegel"-Psychotests ja noch aussagekräftiger.
    Ich kenne diverse Hetero-Männer die mit Fussball rein gar nichts anfangen können und eitel sind die teilweise auch.
    Aber ich glaube, die hätten in der Jugend relativ genervt reagiert, wenn ihre Eltern sie mit folgenden Dialogen bedrängt hätten.
    "Oh ok, du bist also schwul. Das akzeptieren wir"
    "Nein Mama, bin ich nicht"
    "Du musst dich nicht schämen. Das ist ok."
    "Ich BIN es aber nicht"
    "Aber du magst kein Fußball und bis modebewusst. Und das heisst, du bist es. Hier steht es doch schwarz-auf weiss!"
    "/Facepalm"

    Im Übrigen trägt das natürlich in keinster Weise zum Abbau von Klischees bei.
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#2 SebiAnonym
  • 26.09.2011, 13:04h
  • Aha, Schwule mögen keinen Fußball, kleiden sich gut und brauchen lange im Badezimmer.

    Und Heteros mögen alle Fußball, pflegen sich nicht und kleiden sich nicht gut.

    Was für Leute meinen wirklich, solche Stereotypen und Klischees würden etwas über die Psyche aussagen...
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#3 yomenAnonym
#4 Side-FX23Anonym
#5 CedricAnonym
  • 26.09.2011, 13:40h
  • Heute auch eine gute Nachricht aus Frankreich.

    Das Klischee, dass der französische Senat konservativ sein müsse, ist perdu.

    "Bei einer Nachwahl reklamieren die französischen Sozialisten die Mehrheit im Senat für sich - zum ersten Mal seit 1958.

    Die Mehrheit der Sozialisten in der zweiten Kammer des Parlaments gilt als wichtiger symbolischer Sieg für die Opposition im Vorfeld der kommenden Präsidentenwahl.

    Das linke Bündnis hatte bereits die vergangenen Wahlen auf lokaler und regionaler Ebene gewonnen." (Handelsblatt)
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 26.09.2011, 13:47h
  • Leider ist dieser "Test" ja symptomatisch für die generelle gesellschaftlich Entwicklung, in der eine sich bedroht fühlende heterosexistische Hegemonie zunehmend aggressiv die Stigmatisierung alles Schwulen vorantreibt. Und überhaupt von allem, was nicht in die sexistischen Mann-Frau-Rollenzuweisungen hineinpasst.

    Wo immer "selbstverständlicher" aggressivster (Hetero-) Sexismus die Bilderflut bestimmt, die schon Kindern ins Hirn brennt, wie Junge/Mann und Mädchen/Frau mit ihrer Körperlichkeit umzugehen haben, wie sich ihre "Männlichkeit"/"Weiblichkeit" definiert und wie sie folglich ihre Sexualität zu leben haben.

    Dazu bedarf es, wie schon an anderer Stelle unter dem Stichwort "Neoliberalismus der Körperkonzepte" ausgeführt, keiner großen Worte, sondern viel wirkungsmächtiger sind die allgegenwärtigen, sexistischen Darstellungen, Posen, Gesten, Symbole, die von den Medienkonzernen (TV-/Filmindustrie, Musikindustrie, allgemein Werbewirtschaft) rauf- und runtergezeigt werden.

    Dass dabei alles Schwule nahezu ausschließlich in den dümmlichsten Klischees und Stereotypen vorkommen darf, weil alles andere dem heterosexistischen Geschäftsmodell diametral entgegensteht und die heterosexistische Hegemonie grundlegend ins Wanken bringen würde, liegt auf der Hand.

    Die entscheidende Frage lautet: Warum setzen wir als Schwule dieser heterosexistischen Dauerinszenierung nicht endlich viel massiver und selbstbewusster gerade die Bilder und Botschaften entgegen, die das heterosexistische Zwangskonstrukt nicht nur ins Wanken, sondern sogar an immer mehr Stellen zum Einsturz bringen könnten?!

    Vor allem dort, wo es um die "junge Zielgruppe" geht, begehrtestes Objekt der Konzerne, sei es in Fernsehen und Film, Musikindustrie, im Sportgeschäft etc. ?!

    Und sorgen gleichzeitig dafür, dass Medienkonzerne klaren gesetzlichen Regelungen gegen Sexismus - dazu gehört auch die Diffamierung, Stereotypisierung und Stigmatisierung von Schwulen - unterworfen werden! Von Freiheit der Medien kann ja keine Rede mehr sein, wenn nur noch das Geschäftsmodell (Heteros-) Sexismus die Inhalte diktiert!
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.09.2011, 14:00h
  • Gott sei Dank habe ich kein Smartphone! Die Flut von Apps nimmt langsam groteske Züge an!
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#8 daVinci6667
  • 26.09.2011, 16:15h

  • Dieses App ist einfach dumm! Leider scheinen Franzosen solche Vereinfachungen eher zu mögen als anderswo. Ob sie es auch ernstnehmen bezweifle ich. Schaltet man einen der vielen privaten TV-Sender unseres westlichen Nachbarlandes ein (wir empfangen aus FR über Digital-TV über 40 Private dazu noch die öffentlich-rechtlichen) kommt massenweise Werbung für solchen Schrott! Da gibt's beispielsweise Apps um herauszufinden ob der Ex noch einmal mit Dir in die Kiste springt, dich noch liebt, oder zu dir zurückkehrt. Oder wo deine Verstorbenen sind, wie es denen geht und was sie über dich denken, etc.etc. Dazu dazwischen minutenlang irgendwelchen Klingelton-Scheiss. Die Leute werden gnadenlos abgezockt, der Dummheit sind keine Grenzen gesetzt. Dazu passt nun noch hervorragend dieses "ist mein Sohn schwul"-App.

    Nach den bekannt-dümmlichen Klischee-Fragen, finde ich die Auswertung das Widerlichste am Ganzen. Ist das Ergebnis Hetero wird folgendes verkündet:
    « Vous n'avez pas de soucis à vous faire, votre fils n'est pas gay. Il y a donc de grandes chances pour que vous soyez grand-mère avec toutes les joies que cela procure. »

    Ein dickes Lob für die passende Antwort der Schweizer Dialogai:

    "un fils homosexuel ne signifie pas nécessairement être privée de la « joie » d’être grandmère, comme en témoignent les 20 000 enfants élevés dans des familles homoparentales en Suisse."

    www.dialogai.org/article.php?sid=1516
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#9 beobachterinAnonym
  • 26.09.2011, 16:33h
  • Antwort auf #8 von daVinci6667
  • danke für diesen wichtigen hinweis!

    ====> "votre fils n'est pas gay. Il y a donc de grandes chances pour que vous soyez grand-mère avec toutes les joies que cela procure."

    das ist wirklich widerwärtigste diskriminierung und abwertung von schwulen!

    und bestätigt, dass alle vorstehenden ausführungen zum heterosexismus voll zutreffen.
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#10 gaycomyProfil
  • 26.09.2011, 17:32hBerlin
  • Ein gelangweilter Programmierer + möglichst klischeemäßige Fragen + dumme Eltern die dafür auch noch Geld bezahlen + ein wenig Werbung durch Medien (auch wenn anscheinend negativ) = aus Blödsinn maximal viel Geld machen.

    Schade, dass es wirklich welche gibt die für sowas Geld ausgeben und das, dass Sturmlaufen dagegen den Umsatz der App wohl nur noch Erhöhen wird.
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#11 herve64Ehemaliges Profil
  • 26.09.2011, 19:23h
  • Was mich auf jeden Fall schon wieder mal anpisst, ist der Umstand, dass ausschließlich männliche Homosexualität hier wieder zum Quasi-Problem hochstilisiert wird. Was soll der Quatsch überhaupt?
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#12 Echter KerlAnonym
  • 26.09.2011, 20:31h
  • Skandalös! Ich weiß wirklich nicht, wie die Urheber auf solche Fragen kommen! Schwule tun doch nun wirklich absolut gar nichts, um die dort strapazierten Klischees zu pflegen und der Öffentlichkeit immer und immer wieder einzuhämmern, Homos wären oberflächliche Modehuschen und politisch dämliche Konsumhäschen mit Interesse an Musicals und abgewrackten Diven, völligem Desinteresse an Fußball oder Automechanik, versessen auf junges, ganzkörperrasiertes Anabolikafleisch, "Shopping" und Körperpflege, und am zweitliebsten damit beschäftigt, etwas zu dekorieren.
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#14 Audi5000Anonym
  • 26.09.2011, 21:22h

  • Jetzt bin ich aber hin und her Gerissen! Ich mag kein Fussball, aber Autos. Ich brauch nicht lang im Bad, und ob ich mich Modisch Kleide, keine Ahnung! Ich bin nicht Frisör sondern Fahr LKW. Verdammt bin ich ne Verkappte Hete? 
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#15 Lapushka
  • 26.09.2011, 21:40h
  • Antwort auf #12 von Echter Kerl
  • Das Problem ist, es wird einem weniger Raum zugestanden, wenn von einem gewissen Schema (dem von dir dargestellten) ausgegangen und wenn man dem nicht entspricht, sind viele sofort ganz furchtbar überrascht.
    "Das sieht man dir nicht an" ist ja eine gängige Reaktion auf eine Outing-Information (es sei denn eben, man sieht es einem an).
    Ist man hetero, ist das anders.
    Es wird viel weniger bewertet was man wie tut.

    Das ist eine unschöne Ungleichgewichtung die vor Allem Jungs zu schaffen macht.

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen mittlerweile erwachsenen Mann der aufgrund eben dieser Klischees (und im Grunde keinerlei anderer Vorbilder) in seiner Jugend riesige Probleme mit seiner Homosexualität bzw Homosexualität generell hatte, weil er dachte, er "müsse" auch so werden oder es würde automatisch passieren in dem Moment wo er sich damit abfindet schwul zu sein, obwohl oder besser gesagt weil er in diese Klischees Null reinpasst.
    Dadurch war er selbst extrem homophob (ist es bis zu einem gewissen Grad immer noch) bis hin zu Gewaltanwendung gegenüber "schwul aussehenden" Männern. So eine Art Rache dafür, dass er wegen ihnen nicht er sein konnte.
    Der hat bis heute ein riesiges Problem mit "Tunten" und allen Männern die er für solche hält weil sie seine Maskulinitäts-Kriterien nicht erfüllen.
    Das finde ich schon krass.
    Es ist für Jungs nicht gerade toll, besonders nicht in der Pubertät, sich dauernd gegen Weichei-Klischees und damit einhergehende mögliche Angriffe verteidigen zu müssen.
    Besonders da es kaum prominente Gegenbeispiele gibt.
    Aber gut, was soll man machen wenn die vermeintlichen echten Männer keine Lust auf Outing haben (oder zuviel Schiss).

    Insofern: Jeder kennt die Klischees, irgendwann sollte es dann auch mal gut sein und man sollte sie nicht noch zusätzlich befeuern durch solche albernen Checklisten.
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#16 BenAnonym
#17 alexander
  • 26.09.2011, 22:37h
  • rasend wichtig !!!!

    ich brauch einen app., ob mein kerl mich betrügt ........? und meine katze mit nachbars kater, mehr als frisst ?
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#18 Sehr richtig!Anonym
#19 herve64Ehemaliges Profil
#20 herve64Ehemaliges Profil
  • 27.09.2011, 08:43h
  • Antwort auf #8 von daVinci6667
  • Solche Vereinfachungen und noch schlimmere findest du auch hierzulande wie weltweit zuhauf. Es ist also absolut unnötig, sie nur einem bestimmten Volk zuschreiben zu wollen. Schau dir z. B. nur mal diesen ganzen Schrott an Scripted Reality-Sendungen an, mit dem Deutschland vorwiegend durch die privaten und zunehmend auch durch öffentlich-rechtliche Sender regelrecht zugemüllt wird. Oder lies mal von Zeit zu Zeit Springers heißes Blatt mit den vier Buchstaben bzw. betrachte die dortigen BILDer (besonders auf dem Tit(t)elblatt): dann wird dir klar werden, dass Heterosexismus omnipräsent ist und sich enesfalls mit Vorliebe auf ein bestimmtes Land bezieht. Der einzige Unterschied dürfte allenfalls die Anzahl der Fernsehkanäle sein, aber sonst nichts.
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#21 herve64Ehemaliges Profil
#22 Rea ListAnonym
  • 27.09.2011, 12:15h
  • Antwort auf #12 von Echter Kerl
  • Eines bitte nie vergessen:

    Einstellungen, die über Generationen, wenn nicht Jahrtausende ins kollektive Gedächtnis gehämmert wurden, wirken irgendwann wie sich selbst erfüllende Prophezeiungen.

    Das gilt auch für schwule Klischees und Stereotype, die dank Massenmedien inzwischen so bildhaft präsent sind wie nie zuvor. So erhält sich eine konstruierte, herrschende Mehrheit ihre Minderheit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#23 daVinci6667
  • 27.09.2011, 12:26h

  • Antwort an #20 herve64

    Natürlich gibt es solche Vereinfachungen zuhauf und überall, da hast du recht. Aber es gibt auch Mentalitätsunterschiede wie man auf sowas reagiert. Franzosen haben oft eine grundsätzlich angenehme, lockere, symphatische Art. Man ist gerne mit ihnen zusammen. Sie sind witzig und manchmal weiß man nicht so recht ob etwas Spass war, oder ernst gemeint. So auch bei diesem App.

    Ich vermute sie konsumieren solchen \"Blödsinn\" hauptsächlich für ihr Amüsement, während anderswo solches Zeug vor allem von bildungsfernen Schichten konsumiert werden. Doch auch Spass hat seine Grenzen. Diese Grenze wurde bei diesem App. eindeutig überschritten!
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#24 seb1983
  • 27.09.2011, 13:16h
  • Antwort auf #22 von Rea List
  • Was ich nie verstanden habe: Warum emanzipieren sich Schwule dann nicht mal von diesen Klischees?

    Mir haben die als Kind auch zugesetzt, so war ich nicht, naja, aber sind ja nur Vorurteile?

    Der Hammer kam dann aber bei den ersten Szenebesuchen: bauchfreie Tops, Prosecco, Lederbären, Rumgetucke überall. Das hat mir dann richtig zugesetzt, das "hier fühl ich mich wohl und verstanden" Gefühl hat sich bei mir jedenfalls nicht eingesetzt.
    Mein Gedanke damals, und noch heute: Warum benehmen sich denn so viele Schwule dann ganz genau so wie es von ihnen erwartet wird?? Warum verlangen die Gesetze der peer group dass sich nette Jungs von nebenan zur Klischeetunte entwickeln?
    Warum hat sich seit 50 Jahren und seit Rosa von Praunheim so rein gar nichts geändert? Warum werd ich von Schwulen schief angeguckt wenn ich zu IAA und Fußballspielen fahre??

    Erhält sich die Mehrheit eine Minderheit, oder erhält sich die Minderheit von selbst?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 finkAnonym
  • 27.09.2011, 17:43h
  • Antwort auf #24 von seb1983
  • "Warum benehmen sich denn so viele Schwule dann ganz genau so wie es von ihnen erwartet wird?"

    da gibt es grob gesagt vier erklärungsansätze.

    1. schwule sind statistisch gesehen von sich aus häufiger "tuckig" (ich fasse hier mal einfach alle klischees in einem wort zusammen, auch wenn ich weiß, dass das eigentlich unsinn ist).

    2. ein bestimmer prozentsatz ALLER menschen hat die anlage zum tuckigsein, aber heteros verkneifen es sich häufiger, schwule seltener.

    3. es hat mit anlagen gar nichts zu tun, aber macht einfach spaß. nur heteros... (siehe 2.)

    4. dein "peer group"-ansatz: schwule sind nicht tuckiger als andere und wollen es eigentlich auch nicht sein, aber sie lassen sich einreden, sie müssten so sein und werden es dann auch.

    ich tendiere zu ansatz 1., auch wenn ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt mache.
    dafür spricht m.e. das "sissy boy"-phänomen. sehr junge schwule haben in der regel noch keine peer group, die ihnen nahelegt, zu "tucken", sondern sie werden im gegenteil oft von allen seiten dafür ausgelacht. und viele von ihnen (nein, natürlich nicht alle!) sind trotzdem sissy boys.

    ein körnchen wahrheit mag aber ebenso in den anderen erklärungen stecken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 Lapushka
  • 27.09.2011, 18:19h
  • Antwort auf #25 von fink
  • "ich tendiere zu ansatz 1., auch wenn ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt mache.
    dafür spricht m.e. das "sissy boy"-phänomen. sehr junge schwule haben in der regel noch keine peer group, die ihnen nahelegt, zu "tucken", sondern sie werden im gegenteil oft von allen seiten dafür ausgelacht. und viele von ihnen (nein, natürlich nicht alle!) sind trotzdem sissy boys.
    "

    Wobei, wenn man seinen Blick mal richtig schärft und die Leute beobachtet mit denen mansich umgibt, es das "Sissy Boy"-Phänomen auch unter Heteros gibt.
    Das sind ja nicht immer nur die tatsächlich schwulen die auf dem Schulhof die "Weichei"-Repressalien abbekommen oder schlecht in Sport sind usw.

    Und die die nicht so sind, die gelten auch nicht als schwul, sofern sie sich nicht outen. Was bei Jugendlichen oft der Fall ist.

    Dieses Klischee vom biertrinkenden, ungewaschenen "Echter Mann" Hetero und vom sensiblen, musisch interessierten usw. Schwulen kann ich für mich selbst empirisch jedenfalls nicht so wirklich eindeutig bestätigen.
    Es gibt beides - auf beiden Seiten.

    Und homosexuelle Jugendliche (oder auch Erwachsene) auf die das was du da beschreibst nicht zutrifft, fallen in der öffentlichen Wahrnehmung einfach durchs Raster, weil sie nicht als homosexuell wahrgenommen werden.

    Es ist doch so. Wer nicht eindeutigst homo ist, wird automatisch als hetero kategorisiert.

    Denn es ist ja so, sieht der gemeine Bürger einen Kerl der aussieht wie Brüno auf der Strasse, wird sofort gedacht "Aha, schwul". Sieht man einen der aussieht wie ein Durchschnittsmensch (was bei den meisten Menschen jedweder Orientierung der Fall ist), wird in der Regel überhaupt nichts gedacht.

    Für den Normalbürger sind also nur die Tunten auffällig, weil sie sich von der grauen Masse abheben.
    Und dadurch kommt dann die Meinung zustande, alle Schwulen wären so.
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#27 finkAnonym
  • 27.09.2011, 19:55h
  • Antwort auf #26 von Lapushka
  • wie gesagt: da kommen sicher verschiedene fatkoren zusammen. auch das was du beschreibst ist sicher wahr: vorurteile bestätigen sich selbst, weil man "aha!" denkt, wenn sie sich mal bestätigen, aber gar nix merkt, wenn sie sich nicht bestätigen.

    worauf ich mich beziehe ist eine ältere studie, die gezeigt hat, dass viele männliche kinder, die in jungen jahren ausgesprochen "weiblich" agierten und wirkten, sich später als schwul entpuppten. der anteil war statistisch sehr deutlich. und meiner privaten statistik entspricht es durchaus auch (wenn ich mich umhöre, wer von meinen schwulen freunden die bundesjugendspiele gehasst hat, mit puppen gespielt, sich als kind als frau verkleidet etc.). für mich ist das kein bloßer zufall.

    allerdings, um nicht missverstanden zu werden, eben auch keine pauschale regel, sondern eben nur eine statistische auffälligkeit. ich halte jedenfalls die schwulen klischees nicht NUR für reine phantasie.
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#28 sebiAnonym
  • 27.09.2011, 21:04h
  • wenn das app wirklich nur aus fragen bestehen sollte, kann man doch einfach alle fragen bekanntmachen und das app verliert seinen wert.
    die lösung des apps ist ja wohl vorhersehbar und nicht wirklich relevant.
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#29 seb1983
  • 27.09.2011, 21:22h
  • Antwort auf #26 von Lapushka
  • So sieht es auf der Straße aus, da hast du Recht.
    Nur warum ist es dann in der Szene genauso dass der Anteil der "Tucken" extrem hoch ist? Man gewöhnt sich zwar dran, aber das war als Jungschwuler dann doch ein Schock die dämlichsten Vorurteile so bestätigt zu sehen.
    Bei den meisten Schwulenpartys bin ich froh dass sich da kein Hetero rein verirrt...
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#30 CarstenFfm
  • 30.09.2011, 15:47h
  • Komisch, der auch sehr Klischeebeladene Homo-Test auf

    www.testreich.com/

    ist Kult und das jeweilige Ergebnis wird of genug in Gayromeo Profilen gannnt....
    aber Testreich ist ja auch mit dem nötigen Augenzwinkern versehen.
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#31 vandango55Profil
  • 08.11.2011, 13:48hFröndenberg
  • verwunderlich, dass sich überhaupt jemand so einen Schwachsinn runterlädt
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