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Einzelkommentar zu:
Französische App ist "homophober, dummer Test"


#15 Lapushka
  • 26.09.2011, 21:40h
  • Antwort auf #12 von Echter Kerl
  • Das Problem ist, es wird einem weniger Raum zugestanden, wenn von einem gewissen Schema (dem von dir dargestellten) ausgegangen und wenn man dem nicht entspricht, sind viele sofort ganz furchtbar überrascht.
    "Das sieht man dir nicht an" ist ja eine gängige Reaktion auf eine Outing-Information (es sei denn eben, man sieht es einem an).
    Ist man hetero, ist das anders.
    Es wird viel weniger bewertet was man wie tut.

    Das ist eine unschöne Ungleichgewichtung die vor Allem Jungs zu schaffen macht.

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen mittlerweile erwachsenen Mann der aufgrund eben dieser Klischees (und im Grunde keinerlei anderer Vorbilder) in seiner Jugend riesige Probleme mit seiner Homosexualität bzw Homosexualität generell hatte, weil er dachte, er "müsse" auch so werden oder es würde automatisch passieren in dem Moment wo er sich damit abfindet schwul zu sein, obwohl oder besser gesagt weil er in diese Klischees Null reinpasst.
    Dadurch war er selbst extrem homophob (ist es bis zu einem gewissen Grad immer noch) bis hin zu Gewaltanwendung gegenüber "schwul aussehenden" Männern. So eine Art Rache dafür, dass er wegen ihnen nicht er sein konnte.
    Der hat bis heute ein riesiges Problem mit "Tunten" und allen Männern die er für solche hält weil sie seine Maskulinitäts-Kriterien nicht erfüllen.
    Das finde ich schon krass.
    Es ist für Jungs nicht gerade toll, besonders nicht in der Pubertät, sich dauernd gegen Weichei-Klischees und damit einhergehende mögliche Angriffe verteidigen zu müssen.
    Besonders da es kaum prominente Gegenbeispiele gibt.
    Aber gut, was soll man machen wenn die vermeintlichen echten Männer keine Lust auf Outing haben (oder zuviel Schiss).

    Insofern: Jeder kennt die Klischees, irgendwann sollte es dann auch mal gut sein und man sollte sie nicht noch zusätzlich befeuern durch solche albernen Checklisten.
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