Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=15048
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Französische App ist "homophober, dummer Test"


#21 herve64Ehemaliges Profil
#22 Rea ListAnonym
  • 27.09.2011, 12:15h
  • Antwort auf #12 von Echter Kerl
  • Eines bitte nie vergessen:

    Einstellungen, die über Generationen, wenn nicht Jahrtausende ins kollektive Gedächtnis gehämmert wurden, wirken irgendwann wie sich selbst erfüllende Prophezeiungen.

    Das gilt auch für schwule Klischees und Stereotype, die dank Massenmedien inzwischen so bildhaft präsent sind wie nie zuvor. So erhält sich eine konstruierte, herrschende Mehrheit ihre Minderheit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#23 daVinci6667
  • 27.09.2011, 12:26h

  • Antwort an #20 herve64

    Natürlich gibt es solche Vereinfachungen zuhauf und überall, da hast du recht. Aber es gibt auch Mentalitätsunterschiede wie man auf sowas reagiert. Franzosen haben oft eine grundsätzlich angenehme, lockere, symphatische Art. Man ist gerne mit ihnen zusammen. Sie sind witzig und manchmal weiß man nicht so recht ob etwas Spass war, oder ernst gemeint. So auch bei diesem App.

    Ich vermute sie konsumieren solchen \"Blödsinn\" hauptsächlich für ihr Amüsement, während anderswo solches Zeug vor allem von bildungsfernen Schichten konsumiert werden. Doch auch Spass hat seine Grenzen. Diese Grenze wurde bei diesem App. eindeutig überschritten!
  • Antworten » | Direktlink »
#24 seb1983
  • 27.09.2011, 13:16h
  • Antwort auf #22 von Rea List
  • Was ich nie verstanden habe: Warum emanzipieren sich Schwule dann nicht mal von diesen Klischees?

    Mir haben die als Kind auch zugesetzt, so war ich nicht, naja, aber sind ja nur Vorurteile?

    Der Hammer kam dann aber bei den ersten Szenebesuchen: bauchfreie Tops, Prosecco, Lederbären, Rumgetucke überall. Das hat mir dann richtig zugesetzt, das "hier fühl ich mich wohl und verstanden" Gefühl hat sich bei mir jedenfalls nicht eingesetzt.
    Mein Gedanke damals, und noch heute: Warum benehmen sich denn so viele Schwule dann ganz genau so wie es von ihnen erwartet wird?? Warum verlangen die Gesetze der peer group dass sich nette Jungs von nebenan zur Klischeetunte entwickeln?
    Warum hat sich seit 50 Jahren und seit Rosa von Praunheim so rein gar nichts geändert? Warum werd ich von Schwulen schief angeguckt wenn ich zu IAA und Fußballspielen fahre??

    Erhält sich die Mehrheit eine Minderheit, oder erhält sich die Minderheit von selbst?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 finkAnonym
  • 27.09.2011, 17:43h
  • Antwort auf #24 von seb1983
  • "Warum benehmen sich denn so viele Schwule dann ganz genau so wie es von ihnen erwartet wird?"

    da gibt es grob gesagt vier erklärungsansätze.

    1. schwule sind statistisch gesehen von sich aus häufiger "tuckig" (ich fasse hier mal einfach alle klischees in einem wort zusammen, auch wenn ich weiß, dass das eigentlich unsinn ist).

    2. ein bestimmer prozentsatz ALLER menschen hat die anlage zum tuckigsein, aber heteros verkneifen es sich häufiger, schwule seltener.

    3. es hat mit anlagen gar nichts zu tun, aber macht einfach spaß. nur heteros... (siehe 2.)

    4. dein "peer group"-ansatz: schwule sind nicht tuckiger als andere und wollen es eigentlich auch nicht sein, aber sie lassen sich einreden, sie müssten so sein und werden es dann auch.

    ich tendiere zu ansatz 1., auch wenn ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt mache.
    dafür spricht m.e. das "sissy boy"-phänomen. sehr junge schwule haben in der regel noch keine peer group, die ihnen nahelegt, zu "tucken", sondern sie werden im gegenteil oft von allen seiten dafür ausgelacht. und viele von ihnen (nein, natürlich nicht alle!) sind trotzdem sissy boys.

    ein körnchen wahrheit mag aber ebenso in den anderen erklärungen stecken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 Lapushka
  • 27.09.2011, 18:19h
  • Antwort auf #25 von fink
  • "ich tendiere zu ansatz 1., auch wenn ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt mache.
    dafür spricht m.e. das "sissy boy"-phänomen. sehr junge schwule haben in der regel noch keine peer group, die ihnen nahelegt, zu "tucken", sondern sie werden im gegenteil oft von allen seiten dafür ausgelacht. und viele von ihnen (nein, natürlich nicht alle!) sind trotzdem sissy boys.
    "

    Wobei, wenn man seinen Blick mal richtig schärft und die Leute beobachtet mit denen mansich umgibt, es das "Sissy Boy"-Phänomen auch unter Heteros gibt.
    Das sind ja nicht immer nur die tatsächlich schwulen die auf dem Schulhof die "Weichei"-Repressalien abbekommen oder schlecht in Sport sind usw.

    Und die die nicht so sind, die gelten auch nicht als schwul, sofern sie sich nicht outen. Was bei Jugendlichen oft der Fall ist.

    Dieses Klischee vom biertrinkenden, ungewaschenen "Echter Mann" Hetero und vom sensiblen, musisch interessierten usw. Schwulen kann ich für mich selbst empirisch jedenfalls nicht so wirklich eindeutig bestätigen.
    Es gibt beides - auf beiden Seiten.

    Und homosexuelle Jugendliche (oder auch Erwachsene) auf die das was du da beschreibst nicht zutrifft, fallen in der öffentlichen Wahrnehmung einfach durchs Raster, weil sie nicht als homosexuell wahrgenommen werden.

    Es ist doch so. Wer nicht eindeutigst homo ist, wird automatisch als hetero kategorisiert.

    Denn es ist ja so, sieht der gemeine Bürger einen Kerl der aussieht wie Brüno auf der Strasse, wird sofort gedacht "Aha, schwul". Sieht man einen der aussieht wie ein Durchschnittsmensch (was bei den meisten Menschen jedweder Orientierung der Fall ist), wird in der Regel überhaupt nichts gedacht.

    Für den Normalbürger sind also nur die Tunten auffällig, weil sie sich von der grauen Masse abheben.
    Und dadurch kommt dann die Meinung zustande, alle Schwulen wären so.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#27 finkAnonym
  • 27.09.2011, 19:55h
  • Antwort auf #26 von Lapushka
  • wie gesagt: da kommen sicher verschiedene fatkoren zusammen. auch das was du beschreibst ist sicher wahr: vorurteile bestätigen sich selbst, weil man "aha!" denkt, wenn sie sich mal bestätigen, aber gar nix merkt, wenn sie sich nicht bestätigen.

    worauf ich mich beziehe ist eine ältere studie, die gezeigt hat, dass viele männliche kinder, die in jungen jahren ausgesprochen "weiblich" agierten und wirkten, sich später als schwul entpuppten. der anteil war statistisch sehr deutlich. und meiner privaten statistik entspricht es durchaus auch (wenn ich mich umhöre, wer von meinen schwulen freunden die bundesjugendspiele gehasst hat, mit puppen gespielt, sich als kind als frau verkleidet etc.). für mich ist das kein bloßer zufall.

    allerdings, um nicht missverstanden zu werden, eben auch keine pauschale regel, sondern eben nur eine statistische auffälligkeit. ich halte jedenfalls die schwulen klischees nicht NUR für reine phantasie.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 sebiAnonym
  • 27.09.2011, 21:04h
  • wenn das app wirklich nur aus fragen bestehen sollte, kann man doch einfach alle fragen bekanntmachen und das app verliert seinen wert.
    die lösung des apps ist ja wohl vorhersehbar und nicht wirklich relevant.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 seb1983
  • 27.09.2011, 21:22h
  • Antwort auf #26 von Lapushka
  • So sieht es auf der Straße aus, da hast du Recht.
    Nur warum ist es dann in der Szene genauso dass der Anteil der "Tucken" extrem hoch ist? Man gewöhnt sich zwar dran, aber das war als Jungschwuler dann doch ein Schock die dämlichsten Vorurteile so bestätigt zu sehen.
    Bei den meisten Schwulenpartys bin ich froh dass sich da kein Hetero rein verirrt...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#30 CarstenFfm
  • 30.09.2011, 15:47h
  • Komisch, der auch sehr Klischeebeladene Homo-Test auf

    www.testreich.com/

    ist Kult und das jeweilige Ergebnis wird of genug in Gayromeo Profilen gannnt....
    aber Testreich ist ja auch mit dem nötigen Augenzwinkern versehen.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel