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Iranischer Präsident
Ahmadinedschad nennt Homosexualität "abstoßend"
- 26. September 2011 2 Min.

Mahmud Ahmadinedschad lässt im Iran Schwule hinrichten
Bei einer Pressekonferenz in New York hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad Homosexualität als "eines der abstoßendsten Verhaltensweisen" bezeichnet.
Der CNN-Moderator Wolf Blitzer hatte Ahmadinedschad gefragt, ob sich seine Einstellung gegenüber Homosexuellen verändert habe. Das verneinte der iranische Präsident und erklärte, dass man im Iran Homosexualität nicht akzeptieren könne: "In der iranischen Gesellschaft gelten solche Aktivitäten, Gedanken und Verhaltensweisen als abstoßend ... Sie widersprechen dem göttlichen Willen, gegen göttliche Lehren aller Glaubensrichtungen und schaden den Menschen und der Menschheit."
Blitzer spielte mit seiner Frage auf einen Vortrag Ahmadinedschads an der Columbia University im Jahr 2007 an, als der Präsident den Iran als schwulenfrei bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Ahmadinedschad schloss jetzt nicht mehr aus, dass es auch im Iran Schwule geben könnte - er erklärte, dass er und die Regierung seine Bevölkerung nicht "über eine spezifische Orientierung" befragen könne. Er erklärte weiter: "Seien Sie versichert, das ist eine der abstoßendsten Verhaltensweisen in unserer Gesellschaft."
Hinrichtungen im Iran gehen weiter
Im Iran droht Schwulen die Todesstrafe. Erst Anfang September sind dort drei Männer wegen homosexuellen Verhaltens hingerichtet worden (queer.de berichtete). Allerdings ist nicht bekannt, wie viele Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung bereits im Iran umgebracht worden sind. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass seit der "islamischen Revolution" 1979 mehrere tausend Homosexuelle in den Tod geschickt worden sind.
Ahmadinedschad ist vergangene Woche wegen einer Sitzung der UN-Generalversammlung nach New York gereist. Bei einer Rede sorgte er dort erneut für einen Eklat, als er den Westen beschuldigte, den Holocaust als Ausrede für den "Massenmord" an Palästinensern zu benutzen. Mehrere Delegation, unter ihnen auch die deutsche, verließen während der Rede den Saal. (dk)















Der Mann geht überhaupt NICHT.
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Dafür kam gestern eine positive überraschende Meldung aus Saudi-Arabien. Als eines der letzten Länder im Nahen Osten führt es das Frauenwahlrecht bei den Kommunalwahlen ab 2015 ein. Da in Saudi-Arabien die islamischen Pilgerstätten liegen, ist dieser Schritt zum Frauenwahlrecht ab 2015 umso wichtiger.