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Kommentare zu:
Die brandgefährliche Rede des Papstes


#1 kokAnonym
  • 27.09.2011, 11:57h
  • Ich kann diesen Kommentar nur zustimmen. Ein Papst als "unser allerliebster Opa", wie es der Spiegel mal kurz geschrieben hat, den gibt es nicht. Das Berufen auf die Vatikantreue deutet in die immergleiche Ecke: Machterhalt und Festhalten an uralten Denkmustern und Strukturen.

    Da Herr Berger an einer Akademie ausgebildet wurde, die ausgerechnet den Namen des "Heiligen" trägt, auf den sich unter anderem ein großer Teil die problematische Weltsicht der Kirche zurückführen lässt, würde mich interessieren, wie hier ein Umdenken stattgefunden hat und wie die Kirche umgeht mit Kritik an den eigenen Stützpfeilern. Oder kommen die kritischen Töne erst nach dem Outing?

    Ich fände es gut, wenn die Kirche es irgendwann nicht mehr so leicht hat, sich selbst "sauber" zu halten und auch kritische, moderne und aufgeklärtere Stimmen Gewicht bekommen würden. Aber das ist wohl das gleiche Problem wie mit den schwulen Fußballern ;)
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#2 C. S. BergstedtAnonym
  • 27.09.2011, 11:59h
  • Danke!

    Eine solche Klarstellung vermisse ich in der Presse seit Tagen. Mit Verwunderung verfolgte ich die allseits positiven Kommentare zur Rede des Papstes. Ich konnte es mir nur damit erklären, dass die Parlamentarier und Journalisten nicht in der Lage waren, den tatsächlichen Inhalt der Rede zu verstehen und sich daher von einer scheinbaren rhetorischen Eleganz blenden ließen.

    Die von der katholischen Kirche vertretene Naturrechtslehre ist gefährlich, da sie es der Kirche erlaubt, fast beliebige in der Wirklichkeit (der „Natur“) zu findende Strukturen für gottgewollt und andere für unmoralisch zu deklarieren.
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#3 Geert
  • 27.09.2011, 12:00h
  • Schon als der Name Augustinus fiel, war mir bewusst, was kommen würde: Der Bezug auf die Naturrechtslehre!

    Ich bekam das Gruseln, als ich sah, wie alle Abgeordneten, einschließlich Volker Beck und die Grünen, begeistert Beifall klatschten. Noch schlimmer war es, dass selbst die Medien nicht sofort gemerkt hatten, über was Ratzinger da gesprochen hatte.

    Alle, die sich schwulenpolitisch mit den christlichen Kirchen abkämpfen, sollten hierdurch noch einmal darin erinnert werden, dass in den verschiedenen Kirchen unterschiedlich argumentiert werden muss:
    Während mit Evangelikalen über einzelne Bibelstellen diskutiert werden sollte, ist die Kenntnis über die Naturrechtslehre bei der Diskussion mit katholischen Amtsträgern von größter Wichtigkeit!
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#4 Meleg29Profil
  • 27.09.2011, 12:15hCelle
  • DANKE an David Berger für diese wirklich klärende Darstellung! Hoffentlich wird er mit seiner Sicht von einer breiteren Menge gelesen und beachtet - das wünsche ich ihm!!!

    Und Danke an C.S. Bergstedt (Kommentar #2).

    Es ist ja verfahren ... was sagt die kath. Kirche z.B. zu Homosexualität im Tierreich?
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#5 HHAnonym
  • 27.09.2011, 12:18h
  • Ein sehr guter Kommentar! Auf den ersten Blick war glaube ich jeder von der intellektuellen Wucht der Rede beeindruckt. Beim Nachdenken und zum Teil bei der Klärung, was genau der Papst unter Naturrecht versteht, wurde vielen erst klar, was da eigentlich im Bundestag passiert war. Seit dieser Rede sollte aber auch dem letzten klar geworden sein, dass mit diesem Papst keinerlei Reformen möglich sein werden. Er selbst fühlt sich im Besitz der Weisheit, der katholischen Naturrechtslehre und kann folglich gar nicht anders handeln als er es tut. Insofern ist er schon konsequent. Vermessen ist aber, dass er das katholische Naturrecht als einzig akzeptable Rechtsbegründung akzeptiert und alles andere gesetzte (positives) Recht als Positivismus oder Relativismus geißelt. Als hätte es keine Aufklärung gegeben. Hoffen wir, dass sich diese Organisation entsprechend dem Wunsch des Papstes entweltlicht, gesund schrumpft und auch für die breite Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag redundant bleibt bzw. wird.
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#6 goddamn. liberalAnonym
  • 27.09.2011, 12:20h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • Tja, solange wir oder zumindest viele von uns denken, unsere Interessen wären bei der eifrig dem raffinierten Römling Beifall klatschenden Claudia Roth gut aufgehoben, brauchen wir uns über NICHTS zu wundern.

    Und allen allzu stolzen Atheisten sei ins Stammbuch geschrieben, dass dieser widernatürliche naturrechtliche Ratzingerismus auch ganz gut ohne Gott funktioniert - zumindest in Bella Italia, wie Frau Fallaci und Herr Ferrara belegen, der von Marx zu Leo Strauss rübergewandert ist..

    en.wikipedia.org/wiki/Giuliano_Ferrara
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#7 herve64Ehemaliges Profil
  • 27.09.2011, 12:27h
  • Was mich mehr irritiert als die Papstrede sind die unkritischen Reaktionen darauf, besonders die seitens der Medien. Es wird sich in der Öffentlichkeit viel zu wenig damit auseinander gesetzt, und wenn, dann höchstens mit äußerstem Wohlwollen durch die Springer-Presse oder Herabwürdigung als "erstarrt" oder "stillstehend" und "nichtssagend" durch andere Publikationen. Und die Standing Ovations seitens der Bündnisgrünen zeigen, wie leicht es doch ist, eine angesprochene Zielgruppe um den Finger zu wickeln, so man ein geschickter Rhetoriker ist. Das ist übrigens auch eine Schwäche innerhalb unserer Community, wenn man jeden aufgeworfenen Sachverhalt wohlwollend betrachtet, nur weil darin das Wort "schwul" vorkommt z. B..
    Insofern halte ich diesen Gastkommentar für eminent wichtig hier.
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#8 Ulli_2mecsProfil
  • 27.09.2011, 12:31hHamburg
  • ich stimme Herrn Berger zu - in seiner Analyse bzgl. des Naturrechts, und seiner Bewertung "brandgefährlich",

    Hinzu kommt m.E., dass Herr Ratzinger in seiner Rede (zum wiederholten mal) seine anti-moderne Haltung und Intentionen zum Ausdruck bringt. Er versucht, die Geschichte zurück zu drehen - hinter die Aufklärung, die er m.E. letztlich bekämpft - und damit eine der Grundfesten unserer Gesellschaft.

    Folgt man Ratzingers Argumentation in Sachen Naturrecht, gibt es nur noch einen, der entscheidet - den "spiritus rector", und da der sich so selten verbal äußert, sein 'Stellvertreter', eben Herr Ratzinger in seiner derzeitigen Funktion als Papst. Eine zutiefst anti-demokratische Vorstellung ...

    www.2mecs.de/wp/?p=3815
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#9 JoonasAnonym
  • 27.09.2011, 12:41h
  • Es war ja schon vorher klar, dass der Papst vor seiner Bundestagsrede Kreide gefressen hat und nicht offen gegen Frauen, Homosexuelle, andere Religionen, etc. hetzt.

    Aber auch wenn er das nicht offen sagt, bleiben seine Meinungen und die entsprechenden kirchlichen Vorschriften bestehen. Und: er nutzt viel perfidere Methoden und Tricks, um die Menschen zu manipulieren:

    da wird eine angeblich theoretisch-akademische Rede gehalten, die nur ganz allgemein über Glaube, Recht und Politik handeln soll. Aber in Wirklichkeit hat er nicht weniger als das Ende der Demokratie gefordert! Er postuliert ein (erfundenes) Naturrecht, das über Meinungen und Ansichten von Menschen, und damit auch über Demokratie und Recht, steht.

    Das ist reinstes totalitäres Gedankengut, nur wurde es so verpackt, dass die meisten Parlamentarier und Bürger es wohl nicht bemerkt haben.
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#11 parteien-watchAnonym
#12 SebiAnonym
  • 27.09.2011, 12:59h
  • Der Papst nutzt dieselben Methoden, die jeder einsetzt, der die Massen manipulieren will.

    Dass es keinerlei Kritik aus der Politik gab und gibt, ist ein Armutszeugnis und eine große Gefahr für die Demokratie!
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#13 LorenProfil
  • 27.09.2011, 13:08hGreifswald
  • "Das ist reinstes totalitäres Gedankengut, nur wurde es so verpackt, dass die meisten Parlamentarier und Bürger es wohl nicht bemerkt haben."

    Wobei ärgerlich ist, dass in den Medien darüber keinerlei Aufklärung stattfindet und die Bundestagsabgeordneten nach dieser Rede sogleich in jedes Mikrofon plappern mussten, ohne sich zunächst mit dem Inhalt wirklich auseinanderzusetzen und ihn im Kontext anderer Ratzinger-Reden zu verstehen. Angesichts der drängenden politischen und gesellschaftlichen Probleme hierzulande wie europa-und weltweit war dies alles andere als ein vertrauensbildendes Verhalten (Vertrauen in die intellektuellen Fähigkeiten und bei einigen auch die Redlichkeit).
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#14 PoeschlAnonym
  • 27.09.2011, 13:24h
  • Da der Papst mit seiner Rede im Bundestag nicht den Erwartungen seiner Kritiker und Gegner entsprochen hat, scheint es so, als hätte hier ein zutiefst verletzter katholischer Theologe nahezu krampfhaft eine Möglichkeit gefunden, nun doch gegen den Papst zu mobilisieren.
    Dass diese Kritikpunkte meines Erachtens nur in die Rede des Papstes interpretiert werden, ohne wirklich dazu sein, kann ich diesem Kommentar nicht zustimmen.
    Der Papst ist Vertreter einer 2000-Jahre alten Tradition. Diese nun in allen Punkten (Zulassung von Frauen zur Priesterweihe, Anerkennung als Homosexualität als gottgewollte Sache, Erlaubnis zu außerehelichem Sex, ...) zu ändern, da ein anderer Zeitgeist herrscht, wäre meines Erachtens vollkommen falsch.
    Religion ist kein Wunschkonzert und vorallem keine Sache, in der man einfach durch Mehrheitsentscheide die Glaubenssätze ändert. Religion basiert auf von den Gläubigen als Heilig anerkannten Schriften und jeder Gläubige wählt sich, zumindest in unseren westlichen Gesellschaften, freiwillig seine Religion aus. Wenn er dann mit den Grundsätzen dieses Glaubens nicht zufrieden ist, dann sollte er diese nicht mehr befolgen und die Religion ablegen. Wenn er mit den Grundsätzen aller Religionen nicht übereinstimmt und sie nur ablehnt, dann sollte er ohne Religion leben, anstatt zu versuchen, eine bestehende ständig zu kritisieren und ändern zu wollen; vor allem dann, wenn die Religion aus ihrer Glaubenslehre heraus dies nicht zulässt.

    Auch wenn ich den Papst und viele seiner Punkte nicht gutheißen kann, muss ich doch sagen, dass Nichtkatholiken letztlich keine wirkliche Annahme haben, den Papst z kritiseren. Für sie gelten katholische Regeln sowie päpstliche Entscheidung nicht, da sie sich nicht der katholischen Glaubenslehre angeschlossen haben.
    Den einzelnen Institutionen dieser Kirche, die in sozialen und anderen nicht-religiösen Bereichen tätig sind, zu kritisieren, ist meines Erachtens vollkommen legitim.

    Da diese Demonstrationen jedoch keine Arbeitsweisen oder Methoden, sondern hauptsächlich theologische Grundideale des Katholizismus' kritisiert, kann ich mich nicht mit ihnen identifizieren.

    Als Katholischer Theologe sollte ihm die Stellung des Katholischen Christentum zu praktizierter Homosexualität bekannt gewesen sein, bevor er das Studium freiwillig ergriff. Deshalb kann ich es nicht verstehen, wieso er sich im Nachhinein darüber beschwert.
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#15 ArthasAnonym
#16 nachdenkenProfil
#17 hwAnonym
  • 27.09.2011, 13:34h
  • Antwort auf #13 von Loren
  • " Wobei ärgerlich ist, dass in den Medien darüber keinerlei Aufklärung stattfindet und die Bundestagsabgeordneten nach dieser Rede sogleich in jedes Mikrofon plappern mussten, ohne sich zunächst mit dem Inhalt wirklich auseinanderzusetzen.."

    so uhrzeit-technisch (skype/asien) bin ich letzte woche seit jahren sehr früh ins morgen-magazin (ARD/ZDF) gerutscht. steht da ein aufgedrehter mediennasenbär auf einem petersberg in thüringen und quäkt, bestrahlt im morgendunkel, aufgedreht lustig, dass in einigen minuten eine vertreterin der benedikta-jugend zu ihm käme. dann bissl blubber blubber wegen wetter, kurz darauf: gleich wird sie da sein und uns erzählen, wie sich "thüringens jugend" auf den papst-besuch freut....

    morgengrauen
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#18 LorenProfil
  • 27.09.2011, 13:42hGreifswald
  • Antwort auf #14 von Poeschl
  • "Religion basiert auf von den Gläubigen als Heilig anerkannten Schriften und jeder Gläubige wählt sich, zumindest in unseren westlichen Gesellschaften, freiwillig seine Religion aus. Wenn er dann mit den Grundsätzen dieses Glaubens nicht zufrieden ist, dann sollte er diese nicht mehr befolgen und die Religion ablegen. Wenn er mit den Grundsätzen aller Religionen nicht übereinstimmt und sie nur ablehnt, dann sollte er ohne Religion leben, anstatt zu versuchen, eine bestehende ständig zu kritisieren und ändern zu wollen; vor allem dann, wenn die Religion aus ihrer Glaubenslehre heraus dies nicht zulässt."

    Daher ist eine konsequente Trennung von Staat und Religion notwendig und sollte auch in Deutschland endlich vollzogen werden. Der Staat sollte in all seinen Organen eine Äquidistanz zu allen Religionen wahren. Zudem steht es deshalb auch keinem Religionsführer zu, vor dem Bundestag Propaganda für seinen Glauben zu machen und die Bundestagsabgeordneten, die für alle Bürger dieses Landes wirken sollen, in seinem Sinne zu beeinflussen, wie es der "Bischof von Rom" vergangene Woche versucht hat. Solange der "Bischof von Rom" in seinem Sinne versucht, Einfluss auf Politik und Gerichtsbarkeit (Bundesverfassungsgericht) zu nehmen, erlaube ich mir als Bürger, der in seinem Leben von Politik und Gerichtsbarkeit tangiert wird, Kritik an seinen Einlassungen zu üben, ob sie nun Grundsätze der RKK oder minder bedeutsame Fragen betreffen.

    Dem Kommentar von Herrn Berger stimme ich übrigens -auch und gerade in seiner Kritik an der sog. "Naturrechtslehre" des Herrn Ratzinger- ausdrücklich zu.
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#19 SebiAnonym
  • 27.09.2011, 13:54h
  • Antwort auf #14 von Poeschl
  • Okay, dann lass die katholische Kirche ruhig machen, was sie wollen. Solange sie sich an geltendes Recht halten, was für jeden anderen auch gilt.

    ABER:
    wer gibt der Kirche das Recht, ständig Einfluss auf die Politik nehmen zu wollen und zu meinen, sie stünden über Demokratie und Rechtsstaat.

    Im Übrigen gelten Deine Argumente genauso auch für jede Sekte. Wobei die katholische Kirche ja eh nur durch Macht und Geschichte von anderen Sekten unterscheidet.
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#20 LorenProfil
  • 27.09.2011, 13:57hGreifswald
  • Antwort auf #17 von hw
  • Aus dem fernen Asien hinüberschauend mutet wohl auch der universelle Wahrheitsanspruch der RKK einigermaßen pittoresk an. Da kann die anmaßende Haltung des Herrn Ratzinger im besten Fall ein mildes Lächeln aufs Gesicht zaubern.
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#21 goddamn. liberalAnonym
  • 27.09.2011, 14:01h
  • Antwort auf #14 von Poeschl
  • 1. Humanität ist kein Zeitgeist, sondern eine immer gültige Notwendigkeit. Das Beschwören des Zeitgeists ist eine gespenstisch-rhetorische Leerformel.

    2. Homoerotik ist auch kein Zeitgeistphänomen, sie ist ein Kultur- und Naturphänomen, das viel älter ist als die katholische Kirche und unsere Kultur fundiert. Das kann man an den hellenischen Skulpturen in den Vatikanischen Museen und bei den griechischen Philosophen, die Herr Ratzinger für seine Ideologie versklavt, gut studieren.

    3. Bei einem zwangsgetauften Säugling von einer Freiwilligkeit der Religionswahl auszugehen, ist auch in westlichen Gesellschaften weltfremd.

    4. Katholische Verlautbarungen gehen jeden an, weil die kath. Kirche Teil des aus ALLGEMEINEN Steuern subventionierten deutschen Staatskirchensystems ist.

    5. Nicht nur der persönlich betroffene Herr Berger analysiert die Ratzinger-Rede als gefährlich, sondern auch ein anscheinend scholastisch gebildeter Kulturredakteur des Springer-Verlags und auch der Jesuit Hengsbach in der SZ.

    www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13623010/Natur-Find
    en-wir-gut.html


    Also: Was soll uns das?
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#22 SolèrAnonym
  • 27.09.2011, 14:07h
  • Vielen Dank für diese Worte.

    Wenn anscheinend namhafte Zeitungen und Politiker die Rede des Papstes nicht verstanden haben sollen, warum können denn ausgerechnet wir diese Rede richtig interpretieren?

    Während des Besuches wurde auf dieser HP nur das Negative geschrieben und wenn’s nichts gab wurde alles ins Negative gerückt. Selbstzerstörend nenne ich das.

    David Berger will mit seiner Kritik etwas erreichen; seine Rehabilitation in der Gesellschaft.
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#23 Timm JohannesAnonym
  • 27.09.2011, 14:08h
  • Also zu diesem Artikel von David Berger sei von mir folgendes geantwortet:

    1. Unterschiedliche Haltungen der Medien

    "Die Rede Papst Benedikts XVI. im Bundestag hat quer durch fast alle Parteien und Medien sehr schnell großen Zuspruch gefunden. "

    Die Meinung der Parteien und Medien ist sehr, sehr unterschiedlich ausgefallen und hat längst nicht in "fast" allen Parteien und Medien sehr schnell großen Zuspruch gefunden.

    EIn guter sehr kritischer Beitrag findet sich beispielsweise in der Zeitung "Die ZEIT":

    *
    www.zeit.de/2011/39/Papst-Krise

    Auch auf der taz, beim Spiegel, in der Frankfurter Rundschau, WAZ, usw. fanden sich gute sehr kritische Artikel zu Ratzingers Besuch und Rede.

    Vielleicht liest Herr Berger zu oft katholisch geprägte oder konservativ dominierte Zeitungen und zu wenig die linkeren/liberaleren Zeitungen/Zeitschriften, so dass sich ihm dieser Eindruck aufdrängt. Meines Erachtens war der deutsche Medienblätterwald sehr sehr unterschiedlich im Tenor.

    ----------------------------------------------

    2. Unterschiedliche Haltungen der Parteien

    Auch hier sei die unterschiedliche Haltung der Parteien klar hervorgehoben.

    Die Linkspartei ist mehrheitlich nicht erschienen und hält "sowieso" nicht viel von Ratzinger und seinen Ansichten.

    Die SPD war sehr gespalten diesmal. Teile blieben fern, Teile sind schwer enttäuscht derzeit und kaum habe ich Reden/Medienmeldungen von SPD-Politikern gelesen, die enthusatisch Ratzinger lobten.

    Die FDP fiel sehr diesmal durch grosses Schweigen auf und dort haben sich die Politiker weder positiv noch negativ geäußert. Ich kann mich an keine Stellungnahme derzeit von FDP-Politikern zum Ratzingerbesuch erinnern.

    Die Grünen haben teilweise kritisiert (Ströbele, Volker Beck) und teilsweise haben sie im Vorfeld hofiert, waren im Nachgang dann doch enttäuscht (Göring-Eckhardt, Künast)

    Nur bei der CDU/CSU gab es Beifallsstürme und konservative Menschen drängten sich auf dem Ratzinger nahe zu sein (beispielsweise Helmut Kohl mit seiner Privataudienz); gleichzeitig fiel aber auch auf, das linkskonservative Personen wie Angela Merkel oder Frau von der Leyen gewisse Distanz wahrten. Dafür haben sich aber unsere rechtskonservativen Hinterbänkler mit Freudensprüngen überboten.

    ---> Daher Herr Berger die Rede fand keinen hohen Zuspruch unter den Parteien, das ist schlichtweg falsch. Die Reaktionen der Parteien waren sehr, sehr unterschiedlich. Aber auch hier kann ich mir diese Wahrnehmungen bei Ihnen nur damit erklären, das Sie sich mehr mit den christlichen Parteien und ihr Umfeld beschäftigen und die Interna bei SPD, Linkspartei, FDP und selbst Grünen weniger gut kennen dürften und wie sehr dort die Politiker Ratzinger ablehnen.

    ---------------------------------------------

    3. Zur Rede von Ratzinger selbst:Naturrecht

    Ja das hat Herr Berger gut erkannt, immer wieder stützt sich Ratzinger auf das "Naturrecht". Dieser Begriff ist derart dehnbar und ausformbar, wie wir alle wissen. Und Ratzinger hat da seine eigene Version, was er darunter versteht.

    Am Meisten grotesk empfinde ich dabei immer, dass Ratzinger hier die Fortpflanzung beim Sexualakt hochjubelt und doch selbst nie im Leben sich fortgepflanzt hat. Es ist schon derart schizophren, das er und einige andere gleichgesinnte katholische Kleriker, hier die Fortpflanzung zum Kernbereich der katholischen Lehre erheben; aber selbst pflanzt sich der ganze katholische Klerus nicht fort, sondern wie ein Schmarotzer holt er sich den Nachwuchs aus den Familien der katholischen Laien.

    Bei einer Fruchtbarkeitsgöttin, wo sich die Priesterinnen täglich kopulieren, und Kinder in sexueller Exstase gezeugt werden, kann ich noch nachvollziehen, wenn dort interlektuell mit einem angeblichen "Naturrecht" argumentiert würde, aber bei einem zölibatären Männerklerus ist das ganze gedankliche Konstrukt zutiefst in Widerspruch zum Leben der katholischen Priester und Bischöfe. Danach müßte der gesamte katholische Männerklerus in Sünde leben, da er gegen das "Naturrecht" von Ratzinger verstößt.

    --> Insofern hat Herr Berger schon vollkommen Recht, wenn er hier das widersprüchliche "Naturrechtsdenken" von Herrn Ratzinger anprangert.

    -------------------------------

    4. Ein wenig aber die Kritik überzogen

    Ein wenig aber überzieht dann leider Herr Berger, auch wenn er in der Sache Recht hat.

    Sicherlich wendet sich selbst Herr Ratzinger gegen die Sklaverei und lehnt diese aus tiefstem Herzen ab.

    Sicherlich arbeitet Herr Ratzinger und der Vatikan auch nicht mit dem Iran oder Saudi-Arabien zusammen.

    Übrigens in diesem Zusammenhang: Saudi-Arabiens König Abdullah hat für 2015 das Frauenwahlrecht im Land der heiligen islamischen Pilgerstätten bei den Kommunalwahlen am letzten Wochenende angekündigt. Ein "kleiner" Schritt im Islam in die richtige Richtung.

    *
    www.abendblatt.de/politik/article2039876/Sogar-der-Grossmuft
    i-findet-das-Frauen-Wahlrecht-gut.html


    Fazit: Herr Berger zwar haben SIe mit ihren Bewertungen in grossen Teilen Recht, was Herrn Ratzinger und dessen Naturrechtsdenken angeht. Aber als Rat kann ich nur geben, überziehen SIe nicht in ihrer Wut und Kritik an Ratzinger und seinen diskriminierenden Worten, auch wenn ich es gut nachvollziehen kann.

    Und ich empfehle Ihnen, sich mehr mit den Artikeln der linken, liberalen Journalisten auf Spiegel, taz, Frankfurter Rundschau, WAZ, Cicero, usw. zu beschäftigen und zu lesen, denn das "tut dann wieder gut". Wenn man zu oft und zu viel Seiten wie "kreuz.net", usw. liest, läuft man schleichend Gefahr zu glauben, das deren Inhalte überall in den Medien so gesehen werden.

    Und doch natürlich finde ich es gut, dass Sie Stellung beziehen und sollten dies auch weiter konsequent in ihrem Leben machen und sich in den Medien äußern.

    Übrigens Ihr Buch hat mir gut gefallen, auch wenn Ich bestimmte Inhalte ein wenig dann doch konstruiert empfand (beispielsweise Vergleich Madonna Tätowierung bei schwulen Männern der 1990er--Herz Jesu: "längst nicht alle schwule Männer finden Madonna gut - ganz im Gegenteil) Oder auch ihre Bemerkungen zu den Reliquien/"Klamottenhandel", der angeblich stark in schwuler Hand sei...auch hier für einige schwule Männder ist Mode sehr wichtig, wie die vielen schwulen Modedesigner beweisen; aber ich kenne genügend schwule Männer, denen Mode und Klamotten "total am Arsch vorbeigehen" und die sehr genervt beim Thema "schwule Modedesinger" reagieren.

    Dafür fand ich viele Interna in Ihrem Buch zum rechtskonservativen, katholischen Klerikerbereich sehr interessant, wo Sie über gute Einblicke verfügen.

    Insgesamt aber finde ich es gut, dass Sie Leuten wie Ratzinger oder katholischen rechtsreaktionären Verbindungen Contra und Paroli bieten; das freut mich.
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#24 FinnAnonym
  • 27.09.2011, 14:12h
  • Antwort auf #14 von Poeschl
  • "Religion ist kein Wunschkonzert und vorallem keine Sache, in der man einfach durch Mehrheitsentscheide die Glaubenssätze ändert."

    Menschenrechte sind kein "Wunschkonzert"!

    Das Achten von Menschenrechten und Demokratie ist auch kein "Zeitgeist", sondern Grundbedingung.

    Man kann nicht geistig und moralisch im Mittelalter verharren und das dann damit begründen, das sei halt eine lange Tradition.

    Dann könnte man auch rothaarige Frauen als Hexen verbrennen und Ungläubige foltern und ermorden. Und das mit Tradition rechtfertigen.

    Im Übrigen darfst Du erst dann von "frei gewählter Religion" reden, wenn man Zwangstaufen abschafft, wenn es keine Schulen, Studentenwohnheime, Jobs, etc. mehr gibt, wo man katholisch sein muss, um aufgenommen zu werden. Etc.

    Und mal ganz abgesehen von all diesen Punkten:
    die katholische Kirche legt ihre mittelalterlichen Regeln ja nicht nur für eigene Mitglieder an, sondern erwartet, dass jeder sich daran hält. Auch die, die dort gar nicht Mitglied sind! Und sie tun auch alles dafür, um auf die Politik einzuwirken und sich über Demokratie und Rechtsstaat hinwegzusetzen!
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#25 JoeAnonym
  • 27.09.2011, 14:12h
  • Antwort auf #14 von Poeschl
  • Ach, ich dachte, die Lehre basiert auf Anregungen, die Christus zum Zusammenleben gegeben hat. Christi Worte wurden dann von vollkommen irren, schlechten, herrschsüchtigen, machtbessenen, verlogenen, skrupellosen Päpsten zu ihrem Leben passend gedreht. Und heute nennt man das Tradition. Ein Witz! Der Papst ist Vertreter einer alten Tradition (von Verbrechern tradiert) und könnte sich durchaus auf Christus rückbesinnen und etwas ändern. Auch Christus hat wohl einiges gegen den damals vorherrschenden Zeitgeist gesagt und getan. Der alte Mann ist bis in die tiefste Seele ganz böse. Mir läuft er gut genung herum, ich bin schon lange nicht mehr in dem Verein. Aber wenn dann in Deutschalnd Staat und Kirche nicht getrennt werden und der Typ darf auch noch im Budnestag reden, dann regt mich das schon maßlos auf.
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#26 FoXXXynessEhemaliges Profil
#27 hwAnonym
#28 Mutter RosaAnonym
  • 27.09.2011, 15:07h
  • Antwort auf #23 von Timm Johannes
  • David Berger sollte aufpassen, dass aus ihm nicht eine schwule Ute Ranke-Heinemann wird - eine Person, die keiner mehr ernst nimmt.

    Wenn David Berger in kirchlichen (nicht nur in kirchlich-konservativen, sondern auch in kirchlich-liberalen) Kreisen ernst genommen werden möchte, auch in seiner berechtigten Kritik an der Kirche, sollte er nicht zuviel Schwulenszene ausstrahlen und nicht zu sehr den schwulen Szenejargon benutzen. Auch macht es sich nicht so gut, mit dem Arsch wackelnd auf CSD-Wagen zu stehen.
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#29 Carsten ACAnonym
  • 27.09.2011, 15:09h
  • Antwort auf #23 von Timm Johannes
  • "Die FDP fiel sehr diesmal durch grosses Schweigen auf und dort haben sich die Politiker weder positiv noch negativ geäußert. Ich kann mich an keine Stellungnahme derzeit von FDP-Politikern zum Ratzingerbesuch erinnern."

    Das passt doch zur FDP.

    Bloß nicht klar Stellung beziehen. Wer schweigt, kann auch nicht auf seine Äußerungen festgelegt werden.

    Ich habe eh das Gefühl, dass die FDP seit den beiden letzten Landtagswahlen gar nicht mehr öffentlich existiert. Hat nochmal jemand was von unserem Außenminister Westerwelle, Gesundheitsminister Bahr oder anderen Ministern gehört?

    Die scheinen völlig abgetaucht zu sein, um nicht noch mehr Wähler zu vergraulen.
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#30 seb1983
  • 27.09.2011, 15:10h
  • Die Interpretationsmöglichkeit der Rede ist tatsächlich gegeben, die Kritik berechtigt.

    Brandgefährlich ist aber was anderes. Da wird versucht mit 2 stumpfen Hölzern ein Feuer zu legen, denn: Wo ist der Inhalt der Rede angekommen? Bei den Parlamentariern, bei den Medien, gar bei der Öffentlichkeit? Kaum. Harmlos, Stillstand, keine Reformen ist das was am Ende hängen bleibt. Den verschwurbelten Sätzen zu folgen empfand ich als höchst anstrengend, die Ausführungen meist hochtheoretisch.
    Die klaren Worte in islamischen Ländern alla Achmadinedschad kann sich die Kirche glücklicherweise in Europa nicht mehr leisten.

    So gilt für die Rede: Von den einfachen Schäfchen völlig losgelöst, sowohl thematisch, sprachlich, grammatisch und rhetorisch. Nett wenn die Verwandtschaft mal da ist, aber dann reichts auch :)
  • Antworten » | Direktlink »
#31 katzekloAnonym
#32 Carsten ACAnonym
  • 27.09.2011, 15:16h
  • Antwort auf #22 von Solèr
  • "Wenn anscheinend namhafte Zeitungen und Politiker die Rede des Papstes nicht verstanden haben sollen, warum können denn ausgerechnet wir diese Rede richtig interpretieren?"

    Lass mich raten:
    Du bist der einzige, der die Rede wirklich verstanden hat, gell?

    **********************

    "Während des Besuches wurde auf dieser HP nur das Negative geschrieben"

    Offenbar gab es halt genug Negatives.

    Oder wie sonst soll man reagieren, wenn der Führer einer Organisation, die schon viel Leid verursacht hat (Verhütungsverbot, jahrzehntelanges Vertuschen von Kindesmissbrauch, etc.) irgendein "Naturrecht" erfindet, das angeblich über Gesetzen und über Demokratie steht.

    Jeder andere, der solche demokratiefeindlichen Thesen verbreitet, würde längst vom Verfassungsschutz beobachtet. Dass das bei der katholischen Kirche nicht der Fall ist, zeigt deren Macht.

    *****************

    "David Berger will mit seiner Kritik etwas erreichen; seine Rehabilitation in der Gesellschaft."

    David Berger muss sich nicht in der Gesellschaft rehabilitieren. Wieso auch? Er hat nur demokratische Rechte (freie Rede, etc.) genutzt.

    Das einzige, wo er in Ungnade gefallen ist, ist nicht "die Gesellschaft", sondern die Kirche. Und da will und kann er sich nicht "rehabilitieren". Was aber auch nicht nötig ist, denn dass die Kirche keine Kritik duldet, ist nicht seine Schuld. Von der Kirche verachtet zu werden, ist ein Kompliment für einen Demokraten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#33 Carsten ACAnonym
  • 27.09.2011, 15:25h
  • Antwort auf #14 von Poeschl
  • "als Heilig anerkannten Schriften
    (...)
    theologische Grundideale des Katholizismus"

    Nun, dann schauen wir uns diese theologischen Grundsätze mal näher an...

    Es wurde ja schon öfter dieser Brief an Laura Schlessinger zitiert, wo zahlreiche Bibelstellen zitiert werden, die offenbar auch heute nicht mehr gültig sind.

    Aber ich habe noch ein interessantes Bibelzitat gefunden:
    1. Timotheus 2, 9-15
    "9 Auch sollen die Frauen sich anständig, bescheiden und zurückhaltend kleiden; nicht Haartracht, Gold, Perlen oder kostbare Kleider seien ihr Schmuck,
    10 sondern gute Werke; so gehört es sich für Frauen, die gottesfürchtig sein wollen.
    11 Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen.
    12 Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten.
    13 Denn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva.
    14 Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot.
    15 Sie wird aber dadurch gerettet werden, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie in Glaube, Liebe und Heiligkeit ein besonnenes Leben führt."

    Also liebe Frauen:

    - keine Perlen und kein Gold tragen, nicht die Haare stylen
    - seid still und ordnet Euch unter
    - lehren dürft Ihr auch nicht. Also alle Lehrerinnen raus aus den Schulen und Unis

    Oder sollte man vielleicht doch eher dem Humanismus und der Demokratie vertrauen statt solcher Grundsätze?
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#34 Carsten ACAnonym
#35 n€logeAnonym
  • 27.09.2011, 15:39h
  • Wieviel Knete fließt von der katholischen Kirche aus Deutschland zum Vatikan?
    Der Papst nahm nicht Stellung zu Problemen wie Krieg und Frieden, wie Reichtum und Armut.
    Die Vatikanbank namens Bank IOR fverdiente an der Finanzierung von Kriegen und verwerflichen Geschäften.

    Die IOR war schön öfters in dubiose Geldwäschegeschäfte verwickelt war. So sollten im letzten Jahr 20 Mio. € an JP Morgan nach Frankfurt/M überwiesen werden ohne die Herkunft des Geldes zu bestimmen.
    Von der Behörde wurden 2010 23 Mio. € wegen des Verdachts der Geldwäsche beschlagnahmt.
    Es gibt eine ganze Reihe von Finanztransaktionen insbesondere auch im lateinamerikanischen Raum (über Panama), wo angeblich auch Diktatoren mit Schmiergeldern unterstützt wurden.

    Es gibt über 5000 Dokumente aus den 90-er Jahren mit hoher Brisanz. Darunter gibt es Dokumente über korrupte Politiker, die Mafia, Kardinäle, das Opus Dei und mindestens 275 Millionen Euro an Mafia- und Schmiergeldern, die in den 1990er-Jahren durch Nummernkonten der Vatikanbank geschleust wurden. Offiziell waren diese Konten auf wohltätige Stiftungen gemeldet, die aber zweckentfremdet für Geldwäsche und Schmiergeldaktionen wurden.Wo ist das Geld hin?

    Scherz: Warum traf Ratzinger Kohl?
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#36 JoeAnonym
#37 RaffaelAnonym
  • 27.09.2011, 15:55h
  • Der Papst hat seine demokratiefeindlichen Forderungen zwar geschickt verpackt, aber das ändert nichts daran, dass er sein erfundenes "Naturrecht" über Demokratie und Gesetze gestelt hat.

    Anstatt dass er für diese anti-demokratischen Forderungen vom Verfassungsschutz beobachtet wird, gibt es für solche totalitären Forderungen auch noch Standing Ovations vom Bundestag (übrigens von allen Bundestagsparteien).

    Und auf den Straßen jubeln ihm Tausende zu. Das nenne ich perfekte Gehirnwäsche.

    Wann stoppt endlich jemand diese totalitäre Sekte?
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#38 JoonasAnonym
  • 27.09.2011, 16:19h
  • Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    aus der Kirche austreten!

    Nichts trifft die mehr, als wenn man ihnen den Geldhahn zudreht. Denn Geld und Macht ist das einzige, was die interessiert! Gerade als Christ muss man austreten, denn die pervertieren Christentum, um ganz andere Ziele zu erreichen.
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#39 knatzgilProfil
  • 27.09.2011, 16:59hettelbruck
  • Habe die Rede im Bundestag verfolgt,und das Herumgeeiere die Tage danach.Die Geschenke aus dem Vatikanischen Köfferchen waren mehr als dürftig.Der auf lieb machende Opa ist und bleibt eben ein Wolf im Schafspelz.
    Dunkel ,dunkel macht es schnell wieder dunkel.
    Kopfschüttel
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#40 goddamn. liberalAnonym
  • 27.09.2011, 17:06h
  • Antwort auf #11 von parteien-watch
  • Herrn Schwanitz und der Linken gebührt großer Dank. Sie haben sich um der demokratischen Redlichkeit willen über tradierte diplomatische Gepflogenheiten hinweggesetzt auf die 'Rom' selbst auf Kuba bauen konnte!

    Ohnehin ist ein Blick von Außen hilfreich:

    www.time.com/time/world/article/0,8599,2094873,00.html

    Auch die französischsprachige Presse und die wichtigsten Nachrichtenagenturen berichten ähnlich - das war kein Triumphzug für Herrn Ratzinger.

    Was aber nicht an der Kritikfähigkeit der deutschen Öffentlichkeit liegt, sondern daran, dass dieser Pontifex selbst für konservative Allianzen zu reaktionär ist...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#41 GastGastGastAnonym
  • 27.09.2011, 17:10h
  • Antwort auf #38 von Joonas
  • @Joonas:

    Schön wär's, die Kirchensteuer macht nur einen Bruchteil der "staatlichen Subventionen" an die Kirche aus.

    Der nicht christliche Steuerzahler kommt dennoch für den Verwaltungsaufwand des Kirchensteuereinzugs, den Religionsunterricht und z.B. Zahlungen aufgrund napoleonischer Verträge auf.

    Dagegen hätte sich Ratzinger sogar ausgesprochenn:
    www.focus.de/politik/deutschland/papst-rede-in-freiburg-bene
    dikt-xvi-kirche-soll-staatliche-privilegien-aufgeben_aid_668
    979.html


    Aber die Bischöfe, die ja auch vom Steuerzahler bezahlt werden, haben dies gleich sicherheitshalber als Missverständnis gedeutet.

    Die deutschen Regierungen bisher hatten auch kein Interesse daran. Und selbst wenn würde die Kirche wieder gegenleistungen in modernerem Gewand (wie ironisch) fordern.

    Schätzungsweise verdient die kath. Kirche im Jahr 15-20 Milliarden Euro in Deutschland. Fairerweise muss man aber dazusagen, das ein großteil davon auch "für Deutschland" ausgegeben wird (Kirchenrenovierungen usw).

    Denoch sehr Kritikfähig das ganze.
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#42 antosProfil
  • 27.09.2011, 19:22hBonn
  • "Indem Benedikt XVI. den Glauben an den Schöpfer – Gott zur Voraussetzung einer „wahren“ Rechtsordnung macht, will er unterschwellig die Hörer darauf vorbereiten: Der wahre Interpret der wahren Rechtsordnung bin ich, also der heilige Stuhl. Fragt bitte mich und meine Nuntien, was recht und gut ist, wenn ihr positive Gesetze macht, also etwa die Homo –Ehe einführt. Das hat der Papst so deutlich explizit in Berlin nicht gesagt, dazu ist er zu diplomatisch. Aber es ist als das Ungesagte eindeutig hörbar für alle, die die katholische Theologie kennen. In dieser Kritik am positiven Recht und der Behauptung, als Papst Spezialist fürs Naturrecht zu sein, äußert sich ein Machtanspruch eines religiösen Führers."

    Von hier:

    religionsphilosophischer-salon.corbida.de/1903_gegen-die-rau
    berbanden-zur-rede-des-papstes-im-bundestag_benediktxvi
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#43 guessworkAnonym
  • 27.09.2011, 19:43h
  • Antwort auf #42 von antos
  • "...Dass er die Ökologie lobt, hängt, nebenbei gesagt, nur mit seiner Vorliebe für die Naturrechte zusammen, die er im Zusammenhang seines Ökologie Lobes offenbar tatsächlich als kosmische (Pflanzen/Tiere/Menschen) Natur versteht und damit den Vernunftbegriff im Naturrechtsbegriff sehr naturhaft – material deutet, auch das ist philosophisch hoch problematisch … und überholt. Beinahe esoterisch mutet der Satz des Papstes an, „wir sollten den Weisungen der Natur folgen“. Seit wann hat die Natur (Pflanzen, Tiere, Steine usw.) ALS Natur Weisungen zu geben? ..."

    Oder Schnecken und Würmer.

    "Es hat mich außerordentlich interessiert, neulich zu hören, dass noch heute die buddhistischen Mönche, wenn sie abends durch den Wald gehen, ein Glöckchen bei sich tragen, um die Tiere des Waldes, die sie zertreten könnten, zum Ausweichen zu veranlassen, damit ihnen kein Schaden zugefügt wird. Bei uns aber wird auf jeder Schnecke herumgetrampelt, jeder Wurm wird zertreten..."
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#44 den sümpfenAnonym
  • 27.09.2011, 20:09h
  • Brandgefährliche Reden, Ökumene:

    Dreimal hat sich die Berner Pfarrerin Christine Dietrich vom internationalen Islamhasser-Netzwerk «Politically Incorrect» distanziert. Dreimal hat die Seelsorgerin gelogen. Noch steht die Refomierte Kirche zu ihr.

    www.20min.ch/news/schweiz/story/Vater--vergib-ihr--25222999

    Um 19.44 Uhr meldet theAnti2007: "Mehrere Tote im Jugendzeltlager durch Islamisten". Jetzt endlich scheint bestätigt, was die PI-Macher längst vermuteten, die Meldung beflügelt ihre Phantasie: "Es ist Freitag. Ob da jemand heute eine giftige Predigt gehalten hat?", fragt die Schweizer Militärpfarrerin Christine Dietrich, die ebenfalls Administratorin der Web-Seite ist, unter Anspielung auf islamische Freitagsprediger süffisant. Und theAnti2007 schreibt lapidar: "Naja, nun hat die Bauindustrie in Norwegen endlich wieder was zu tun ;.)". Kurz darauf fragt er: "Was wird die Böhmer nun zu Norwegen sagen? Das müssen wir aushalten!!!" Gemeint ist Maria Böhmer, die von PI verachtete Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

    www.spiegel.de/spiegel/0,1518,788472,00.html
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#45 saltgay
  • 27.09.2011, 20:19h
  • Der Berger'sche Kommentar ist wirklich interessant. Nun, Ökumene hat sich für mich seit dem Polen-Paule, der sich ja zum Oberhaupt über ganz Polen krönen lassen wollte, völlig erledigt.

    Doch diese Argumentation eines gewissen "Poeschl", was sich liest wie eine Reklame für Schnupftabak, hat mich nicht nur zum Niesen gebracht. Das ist einfach besserwisserischer Dünnschiss. Wenn ich nicht anders auffallen kann, dann muss eben eine verquere Meinung her.

    Kinder können sich bekanntlich die Religion nicht aussuchen, sie werden getauft auf Wunsch der Eltern und Paten. Es handelt sich neben dem Sakrament auch um eine fest verwurzelte Tradition. Das gilt nicht nur für die katholische Kirche, sondern auch im Judentum und im Islam wird den Knaben an der Vorhaut herumgeschnippelt, ohne dass man sie vorher fragte, ob sie das auch wollen. Aber, na klar, sie können sie sich ja später wieder drannähen lassen, wenn sie von ihrer Religionszugehörigkeit die Schnauze voll haben. Was für eine schlichte Welt - fern der Realität.

    Hier wird Glauben mit dem Begriff Kirche verwechselt. Die Ausrede, dass die katholische Kirche keine "Wünsch dir was"- Veranstaltung ist, gehört zum Standardrepertoire der Jesuiten bis hin zum faschistischen "Opus dei".

    Die Naturrechtsphilosophie habe ich offen gestanden auch erst durch nachträgliches Blättern im Lexikon in voller Tragweite erfasst. Allerdings gab es noch andere Punkte, die aufhorchen lassen sollten. So wurde zum Beispiel das Entscheidungsrecht der Mehrheit in Frage gestellt. Ich denke, jetzt werden wohl sehr viel mehr Leute einsehen, dass ein solcher Würdenträger nichts vor dem "Deutschen Bundestag" verloren hat. Er ist einfach nur als Zirkuspferd der CDU dort aufgetreten.

    Zu bedauern sind nur die immer noch unverdrossen an eine Reform glaubenden Katholiken. Ihre Ernsthaftigkeit wird nicht gewürdigt werden. Wie in der Vergangenheit werden in der katholischen Kirche nur die Heuchler, Inquisitoren, Absahner und CDU-Mitglieder ihre wohlige Suhle vorfinden. Nicht ohne Moral - denn die lautet bei dieser Spezies: "Man darf Alles - außer sich erwischen lassen!"
    Das ist die wahre katholische Naturrechtslehre!
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#46 antosProfil
#47 dobrapivo
  • 27.09.2011, 20:55h
  • Endlich setzt sich mal jemand mit der Rede inhaltlich auseinander. Aus der ersten Überforderung der sehr verkopften, mit rechtsphilosophischen Begriffen gespickten, Rede ist viel zu schnell eine merkwürdige Begeisterung geworden. Und das alles nur wegen dem halbironischen Kompliment an die Grünen.

    Aber vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn einfach niemand mehr rafft was der Alte sagt :D
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#48 Meleg29Profil
#49 alexander
  • 27.09.2011, 21:20h
  • nachdem dieser unerträgliche zirkus "gottseidank"
    vorbei ist, steht man eigentlich wie der berühmte "ochs vorm scheunentor" ?
    was war das nun eigentlich ? oder was könnte eigentlich noch schlimmer und peinlicher sein (fremdschämen) !?

    aber gut, dieses schwerverdauliche EVENT, könnte man jetzt ad acta legen, weil vorbei ?

    das dürfte aber schwerlich gelingen, offenbart es doch die schon oft "besungene" unfähigkeit und absolute dummheit unserer politiker !
    nur dieses mal bescheinigt es den damen und herren, mangelnde bildung (auf höchstem niveau) ! die wenigen aussnahmen, bestätigen die regel ! mit sicherheit, kennen
    90 % das von benedetto eingeforderte "naturrecht" nicht mal "vom hören sagen!"

    unverzeihlicher ist allerdings das überhaupt nicht mehr vorhandene demokratieverständnis !
    belegt durch die unsägliche speichelleckerei der beteiligten.
    dazu noch die medien, die auch offensichtlich ihrem "klaren auftrag" nicht mehr nachzukommen vermögen ? eine wunderbare entlarvung, der "gleichschaltung"!
    die sogenannten moderatoren dieser veranstaltung im tv waren nun wirklich der absolute brüller, eine royale hochzeit ist ein scheissdreck dagegen ! unfassbar !!!

    wer jetzt noch nicht begriffen hat, wohin diese BRD (und der rest der welt!) steuert, dem ist "nie" mehr zu helfen !

    uns bleibt nur zu hoffen, dass ein paar(!) politikbewusste menschen, sich dieser misere erbarmen und zum demokratieverständnis beitragen, bevor uns der "rollback" wieder "versklavt"!!!
    kaum jemandem scheint wirklich bewusst zu sein, dass es jetzt schon fast zu spät ist !
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#50 Jan89Anonym
#51 alexander
  • 27.09.2011, 21:27h
  • Antwort auf #47 von dobrapivo
  • das war doch zu erwarten ! natürlich hat er kreide gefressen und schlau wie er ist, die "versammelte gemeinde" im plenarsaal regelrecht "verarscht", denn dumm ist dieser vogel nun wirklich nicht !
    und siehe da, es hat besser funktioniert als gedacht !
    aber genau das macht ihn brandgefährlich !
    er führt seine lämmer mit diesen 2000 jahre lang "erprobten methoden" zur schlachtbank !
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#52 alexander
  • 27.09.2011, 21:38h
  • man sollte jetzt endlich versuchen, der breiten öffentlichkeit, die kosten des staates für die kirche in heller und pfennig klar zu machen ! das könnte schon sehr hilfreich sein, "den bürger" zum überlegen zu bewegen !
    wenn den menschen , diese milliarden pro jahr , zu bewusstsein kommen, wird sich mit sicherheit einiges ändern !
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#53 goddamn. liberalAnonym
#54 MarcAnonym
  • 28.09.2011, 00:38h
  • Antwort auf #41 von GastGastGast
  • Das ist sowieso ein Unding, dass Bischöfe, katholische Kindergärten, etc. vom Steuerzahler finanziert werden. Auch von denen, die gar nicht katholisch sind.

    Die Kirche hat genug Vermögen und bekommt auch noch Kirchensteuern. Dann muss man nicht noch mehr Steuergelder (auch von Nichtmitgliedern) denen in den Rachen werfen.

    Für Soziales und Kultur ist nie genug Geld da, aber Manager und Kirchenfürsten bekommen es vorne und hinten reingeschoben.

    Und dann hält sich die Kirche nicht mal an demokratische Gesetze, sondern schmeißt in einem (vom Steuerzahler finanzierten) Kindergarten eine lesbische Putzfrau raus.

    Das MUSS endlich ein Ende haben!
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#55 HannibalEhemaliges Profil
#56 ChristineAnonym
  • 28.09.2011, 11:25h
  • Danke, Herr Berger, für Ihren erhellenden Kommentar zur Papstrede über die Naturrechtslehre, die so unschuldig und "grün" herüberkam. Ich versuche mich an einem Gleichnis:
    Der Papst hat mit einer Wasserpistole herumgespritzt. Fast alle, die zuhörten, wurden nass und fanden das sogar amüsant. Einige bleiben nass, an anderen wird das Wasser wieder abperlen, nur wenige trugen Regenbekleidung oder blieben fern.
    Erst wenn das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche außerhalb des Terrains der deutschen Kirchensteuerzahler-Katholiken mal wieder von Teufelswerk und Ökologie des Menschen schwadroniert und seine Anhänger wieder gegen Sünde und Sünder hetzen, werden viele Gutgläubige verstehen, was der Papst mit Natur-Recht, für das er die Deutungshoheit reklamiert, wirklich gemeint hat.
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#57 Daniel PechAnonym
  • 28.09.2011, 17:00h
  • Standpunkt ist nachvollziehbar, auch wenn ich persönlich dazu eine andere Haltung vertrete.

    Aber ich frage dann im Umkehrschluss, darf ich dann auch kein Studium der Politikwissenschaften aufnehmen, wenn ich mit dem aktuellen Geschehen im Bundestag nicht einverstanden sehe?
    Wohl kaum!
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#58 dressing roomAnonym
#59 goddamn. liberalAnonym
  • 28.09.2011, 20:50h
  • Antwort auf #58 von dressing room
  • Verzettel Dich nicht!

    Potentielle Märzgefallene tragen heute nicht mehr blau/gelb, sondern grün:

    Man kann "sich als Katholik bei den Grünen gut aufgehoben fühlen“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin in der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt", "das hat der Papst zum Ausdruck gebracht". Die Bundesvorsitzende Claudia Roth erklärt im selben Blatt: "Bei allen Differenzen nehmen wir Grüne das deutliche Gesprächsangebot des Papstes in Sachen Ökologie natürlich an."

    Zeitreise in die 70er? Kann einer denen mal sagen, dass die papsttreue Tante Trude mit dem Rosenkranz meist schon auf dem Friedhof liegt? Und dass die auch sowieso nie Langhaarige gewählt hätte?

    Mein Gott! Selbst der prototypische papstkritische Linkskathole Geißler zählt schon 81 Lenze.

    Die Grünen: nicht nur mit Boris Palmer und Dieter Salomon eine in jeder Hinsicht fortschrittsfeindliche biologistische Verbieter- und Verräterpartei rechts vom Mainstream. Wenn sich der verdienstvolle Einzelkämpfer Volker Beck mal zur Ruhe gesetzt hat, wird sich dieses Profil sicher weiter schärfen.
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#60 HackepeterAnonym
  • 28.09.2011, 22:37h
  • Antwort auf #59 von goddamn. liberal
  • Nun, die sind bei den Grünen mittlerweile so alt geworden, dass der Tod für sie kein Ereignis mehr ist, das in sehr weiter Ferne liegt. Da muss man sich langsam der Religion wieder annähern, weil nur die Kirchen das Ticket für das ewige Leben verteilen. Schließlich möchte man auch als Grüne/r nicht, dass das eigene Dasein endlich ist. *lol*
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#61 JadugharProfil
  • 29.09.2011, 03:21hHamburg
  • Antwort auf #4 von Meleg29
  • Die Erkenntnisse der Biologie ist für viele Geistliche abrahamistischer Religionen ein Dorn in Auge! Man lehnt sie ab, genauso wie einst die Tatsache, daß die Erde eine Kugel ist und daß die Erde um die Sonne kreist! So etwas wie DNA, wo man phylogenetische Stammbaumberechnung machen kann, Evolution, Homosexualität etc. darf es nicht geben! Der Mensch ist ja nicht aus DNA geschaffen, sondern laut Bibel aus Lehm!
    Asche zu Asche - Staub zu Staub!
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#62 5772!Anonym
#63 goddamn. liberalAnonym
  • 30.09.2011, 11:28h
  • Antwort auf #62 von 5772!
  • Beck? Verdienst ist Verdienst und es ist mir egal, ob der Ikonenverehrung nach sich zieht. Das Problem ist ja eher, dass er und andere Schwule bei den Grünen über ihre rosarote Spielwiese nicht herauskommen, während sie in bei Linkspartei und SPD auch geoutet Karriere machen können. Auch als Strippenzieher.

    Öko-FDP? Das hätte ja noch den Anschein von so etwas Ähnlichem wie Liberalismus.

    Nö. Ich nenne das - nicht erst seit dem merkwürdigen Lob des Pontifex maximus - eher CDU reloaded oder CDU, Abteilung ÖKos. Die Gefahr ist nicht ohne. Ein Blick nach Italien verrät, dass die klerikale Unterwanderung des gesamten Parteienspektrums der beste Garant zur Verhinderung gesellschaftlichen, aber auch wissenschaftlichen Fortschritts ist.
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