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Einzelkommentar zu:
Mit 66 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss?


#3 Timm JohannesAnonym
  • 28.09.2011, 11:44h
  • Den Film werde ich mir sicherlich anschauen. Ich finde es gut, das endlich auch Filme mit schwulen Paaren/schwulen Charakteren erscheinen, die sich nicht ständig um die Themen Coming Out oder AIDS drehen.

    Natürlich war es wichtig, dass in den letzten Jahrzehnten viele Coming-Out-Filme und AIDS-Filme gedreht wurden, das ist für mich logo.

    Aber gut, das endlich auch Filme gezeigt werden, wo die Inhalte sich um andere Themen drehen und gerade die Pflegebedürftigkeit von Familienangehörigen oder auch das Thema Krebs bei Angehörigen trifft auch viele schwule Männer/Paare in unserer Gesellschaft. Es sterben sicherlich mehr homosexuelle Menschen in Deutschland im Jahre 2011 an Krebs/Herzinfarkt als an AIDS.

    Ich selbst habe viele Jahre meine demenzkranke Schwiegermutter bis zum Tode gemeinsam mit ihren Lebensgefährten bei uns im Haus gepflegt/betreut und weiß daher wie anstrengend und schwer diese Pflege/Betreuung ist. Mein Mann, der beruflich bedingt viel ausser Haus war/ist, war sehr froh, das ich diese Aufgabe für ihn mitübernommen hatte.

    Nun ist meine Schwiegermutter verstorben und ihr Lebensgefährte ist zurückgezogen zu seinen Kindern aus erster Ehe, da er lieber zu seiner Tochter wollte. Das Haus meiner Schwiegermutter, das jetzt meinem Mann gehört, ist nun um vieles, vieles "leerer".

    Und oft wenn ich die Gartenarbeit erledige oder in der Küche am Kochen bin, erinnere ich mich an meine Schwiegermutter zurück, die mich damals so fröhlich in Empfang nahm, als ich zu meinem Mann gezogen war. Es waren schöne Jahre mit ihr und ihrem Lebensgefährten, auch wenn die letzten Jahre aufgrund der Demenz meiner Schwiegermutter anstrengend waren und doch auch diese letzte Zeit mit ihr schön war. Heute lebe ich mit meinem Mann in unserem Haus mit Garten allein und finde es schade, das meine Schwiegermutter von uns gegangen ist.

    So ändern sich die Zeiten und daher finde ich es gut, das Andreas Kannengießer diesen Film gedreht hat.

    Solche Filme müßte es häufiger geben und nicht immer nur Coming-Out-Filme, auch wenn die natürlich wichtig sind.
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