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Deutscher Fernsehpreis
Ein bisschen Glamour und preisgekrönte Onanie
- 04. Oktober 2011 2 Min.

Dirk Bach: Anzug passend zur Handtasche von Sonja Zietlow (Bild: RTL)
Bei der Verleihung des 13. Deutschen Fernsehpreises in Köln rauschte die TV-Prominenz auf, um sich zu feiern und Preise entgegenzunehmen.
Von Carsten Weidemann
"Oops", da hatte Anke Engelke doch echt Unglück im Glück. Erst erhielt sie zwei der gläsernen Trophäen (beste Unterhaltung für die "Eurovision Song Contest"-Moderation und beste Comedy) und schlug dann gleich eine Ecke ab. Aber sonst lief bei der 13. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am vergangenen Sonntag im Kölner Coloneum alles reibungslos. Seit 1999 wird diese von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gemeinsam getragene Würdigung für "hervorragender Leistungen für das Fernsehen" verliehen. Das Anke Engelke beim Song Contest herausragend gut war, dass bestreitet keiner.
ESC gegen Dschungelcamp gegen Let´s Dance

Harald Glööckler ist so wild nach seinem Erdbeer-Schmollmund (Bild: RTL)
Mit dem "Eurovision Song Contest" entschied die ARD die Kategorie "Beste Unterhaltung" somit in diesem Jahr für sich - und stach dabei die beiden RTL-Showproduktionen "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (RTL) und "Let's Dance" (RTL) aus.
Dirk Bach, der so ein bisschen aussah, als ob er vergessen hätte, seinen Schlaf- gegen den Gala-Anzug auszutauschen und Dschungel Co-Moderatorin Sonja Zietlow nahmen es gelassen. Der schrille Let's Dance-Juror Harald Glööckler hatte dagegen nun einen handfesten Grund, um für die Kamera einen Schmollmund zu ziehen.
Was passieren kann, wenn Mutti die Videokamera des Sohnes verleiht, der vergessen hat, seine selbstgedrehten autoerotischen Aufzeichnungen zu verstecken, zeigt der Fernsehfilm "Homevideo", der prompt in der Kategorie "Bester Fernsehfilm" gewann. Außerdem erhielt der 21-jährige Hauptdarsteller Jonas Nay den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis. Die Jury zeichnet den Jungschauspieler für seine herausragende Leistung in "Homevideo" aus.
15.000 Euro für Masturbation und Mobbing

Jonas Nay (li.) im TV-Drama "Homevideo" (Bild: ARD)
Allerdings nicht, weil er so überzeugend vor der Kamera onanierte, sondern weil er glaubwürdig ein Cyber-Mobbing-Opfer verkörperte. Die Jury urteilte: "Seine schonungslose und präzise Darstellung eines Teenagers, der unaufhaltsam im Strudel der Ereignisse ertrinkt, fesselt und quält zugleich. Nay liefert sich der Kamera aus und bringt den Zuschauer mit seinem eigenen Gefühlskampf in Bedrängnis."
Der TV-Film Homevideo läuft am Mittwoch, 19. Oktober um 20:15 Uhr in der ARD
Links zum Thema:
» www.deutscherfernsehpreis.de
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Di, 22:15h, rbb:
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wer wird denn Figuren wie Dirk Bach und Harald Glööckler als "TV-Prominenz" bezeichnen?! Das ist wirklich zu viel der Ehre.