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  • 13. Oktober 2011 19 2 Min.

HIV kann heute leichter beherrscht werden (Bild: C. Goldsmith/CDC)

HIV-Positive können laut einer britischen Studie mit einem 15 Jahre längeren Leben rechnen als noch vor einem Jahrzehnt - eine frühe Diagnose ist jedoch wichtig.

Grund für die höhere Lebenserwartung ist die Einführung der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) Ende der 90er Jahre, erklärte die Medizinerin Margaret May von der Universität Bristol. May untersuchte HIV-Patienten in Großbritannien, die zwischen 1996 und 2008 mit einer Therapie begonnen hatten. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass ein 20-jähriger HIV-Infizierter heutzutage im Durchschnitt weitere 46 Jahre zu leben hat. Ende der 90er Jahre waren es noch 15 Jahre weniger. Dennoch liegt die Lebenserwartung bei HIV-Positiven nach wie vor 13 Jahre niedriger als bei Durchschnittsbriten.

Wichtig ist nach Angaben von May insbesondere ein früher Beginn der Behandlung. So könne ein 20-Jähriger, der seine Therapie bei einer CD4-Zellzahl zwischen 200 und 350 pro Mikroliter Blut beginne, durchschnittlich auf weitere 53 Jahre hoffen. Wird erst bei einer Zellzahl unter 200 begonnen, sind es lediglich 38 Jahre.

Der Terrence Higgins Trust, die größte britische Aids-Organisation, forderte nach der Veröffentlichung der Studie mehr HIV-Tests: "Es ist viel besser, wenn man weiß, dass man HIV hat. Eine späte Diagnose und spätere Behandlung bedeuten, früher zu sterben", erklärte THT-Generaldirektor Sir Nick Patridige. "Wenn Sie einem HIV-Risiko ausgesetzt worden sind, sollten Sie sich also jetzt testen lassen." Patridge betonte, dass HIV nach wie vor "die Lebenschancen" erheblich beeinträchtigt. "Es hat sich zwar viel verändert nach 30 Jahren, aber Kondome sind nach wie vor der beste Weg, um Sie und Ihren Partner vor HIV zu schützen", erklärte der Aids-Aktivist.

Die Studie ist im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlich worden. (dk)

-w-

#1 HinnerkAnonym
  • 13.10.2011, 16:30h
  • Gute Nachrichten!

    Aber wir dürfen erst zufrieden sein, wenn AIDS vollständig heilbar ist und es auch eine Impfung gibt!

    Das Geld, was in Kriege, millionenschwere Manager-Boni und Kirchensäckel fließt, sollte lieber in die Erforschung und Bekämpfung von Krankheiten wie AIDS, Krebs, Diabetes, Hepatitis, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Rheuma, etc. fließen.

    Das wären Milliarden oder gar Billionen, die in der Medizin viel besseres bewirken würden.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.10.2011, 17:36h
  • Hoffentlich finden die Forscher bei dieser HAART kein Haar in der Suppe (Achtung: Kalauer)!
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#3 alexander
  • 13.10.2011, 19:16h
  • Antwort auf #1 von Hinnerk
  • ich muss dir sehr recht geben, als betroffener (diabetes seit 20 jahren), nur noch sehr eigeschränkt lebensfähig (neuropathie), die ich unterlassungssünden meiner damaligen krankenkasse zu verdanken habe, erwerbsunfähig, mit seit jahren andauerndem kampf um eine mindestrente, mich erhält mein partner am "leben"!
    meine heutige therapie ist das genaue gegenteil von der damals empfohlenen !
    es wird viel zu wenig geld in die erforschung dieser chronischen krankheiten gesteckt.
    aber schlimmer noch, die eingrenzung der therapeutischen möglichkeiten, durch die kassen, lässt den schluss zu, dass chronisch kranke eine sehr angenehme, "gleichbleibende, einkommensträchtige klientel" sind für die pharmaindustrie !
    ich persönlich, zahle ohne einkommen 100.-€ im monat für lebenserhaltende medikamente zu !

    aber das nur am rande, ich bin ja kein einzelfall, ist es doch ein "hurra" auf unseren sozialstaat !
    (wenn man 40 jahre gearbeitet hat !)
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