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Dokumentarfilm
Gestatten, Rentner und HIV-positiv
- 15. Oktober 2011 2 Min.

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Mark Strombachs Doku "Mein positives Leben" über Menschen, die seit Jahrzehnten infiziert sind, feiert bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen Hamburg Premiere.
Von Carsten Weidemann
"Langzeitüberlebende" nannte man sie in den Achtzigern und Neunzigern: Menschen, die sich mit HIV infizierten und einfach nicht sterben wollten. Heute liegt die Lebenserwartung von Positiven, die sich einer erfolgreichen Therapie unterziehen, nur wenige Jahre unter der von Negativen. Manche leben seit Jahrzehnten - mehr oder weniger glücklich - mit dem Virus.
Mit seinem Dokumentarfilm "Mein positives Leben" verleiht Regisseur Mark Strombach dieser ersten Generation HIV-Positiver in Deutschland Stimmen und Gesichter. Sechs Männer und eine Frau, zwischen 57 und 72 Jahre alt, erzählen vor der Kamera von ihren Erfahrungen und den sich verändernden Lebensbedingungen mit HIV und Aids. Die Interviewten erinnern sich, nachdenklich, pointiert, bisweilen auch derb und amüsant, an die Anfänge von Aids in den Achtzigern, ihre Ängste, die zahllosen Veränderungen, auch in Beruf und Einkommen. Ihnen gemeinsam ist das fortwährende Erstaunen darüber, weiter zu leben und älter zu werden.
Veränderungen in Beruf, Liebe und Sex

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Die Doku bietet dneue und überraschende Perspektiven in Bezug auf das Leben mit der einst tödlichen Krankheit - und vor allem: über sie hinaus. In Strombachs Debütfilm sind die Interviewten nicht auf Emotionalität reduzierte "Betroffenen-Fälle", sondern erhalten Raum, um sich eloquent und differenziert zu ihrer Lebenssituation wie auch ganz privaten Veränderungen zu äußern. Offen und direkt sprechen sie über Sex, Liebe und Beziehung wie über ihre Zukunftspläne. Mutig, unverblümt, lustvoll und stark wirken die sechs positiven Rentner auf den Zuschauer.
"Mein positives Leben" ist der erste Film, in dem ein solch vielschichtiges Bild von "Langzeitüberlebenden" gezeichnet wird. Und das ist - im wahrsten Sinne des Wortes - ein wirklich positives!
Premiere am Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 17.45 Uhr im Rahmen der Lesbisch-schwulen Filmtage Hamburg, Passage Kino, Mönckebergstr. 17
Links zum Thema:
» Homepage des Lesbisch-schwulen Filmtage Hamburg
Mehr zum Thema:
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