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Kommentare zu:
Hamburger CSD fordert "Ehe 2.0"


#1 Timm JohannesAnonym
  • 16.10.2011, 13:17h
  • Der Hauptunterschied der Ehe zur Lebenspartnerschaft in Deutschland im Jahre 2012 liegt in der unterschiedlichen einkommenssteuerlichen Behandlung.

    Zwar wurde mittlerweile die Erbschafts-und Schenkungssteuer sowie die Grunderwerbssteuer gleichgestellt, aber die Einkommenssteueranpassung erfolgte bisher nicht (Einkommenssteuergesetz, Fünftes Vermögensbildungsgesetz, Wohnungsbauprämiengesetz, Abgabenordnung).

    So werden homosexuelle Paare von der größten einkommenssteuerlichen Subvention in Deutschland ausgekammert und damit diskriminiert.

    Entweder erfolgt endlich die von der FDP versprochene Gleichstellung in der Einkommenssteuer und dafür hat sie bis 2013 noch Zeit, oder aber die Ehe wird ab 2013 geöffnet, was dann die GRÜNEN umsetzen dürften.

    Problem ist nur, dass derzeit die Mehrheiteb für Rot/Grün aufgrund der Erfolge der Piratenpartei bröckeln: und falls es dann 2013 für Rot/Grün nicht reichen dürfte, gibt es wahrscheinlich eine Neuauflage der Grossen Koalition, da es für die SPD "einfacher" ist nur mit einer Partei zu regieren als die Macht mit drei Parteien teilen zu müssen.

    Also wenn die FDP noch Erfolge haben will, sollte sie bis 2013 die von ihr zu Oppositionszeiten versprochene Gleichstellung in der Einkommenssteuer umsetzen. Sollte dies bis 2013 nicht passieren, dann sind die GRÜNEN die bessere Wahl.

    Wer SPD oder die Piraten wählt, läuft Gefahr, dass es erneut eine Grosse Koalition gibt, wo nichts dann passiert. Und wer die CDU wählt, der wird überhaupt NICHTS bekommen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.10.2011, 15:38h
  • Die Hamburger CSD-Macher handeln in diesem Jahr nach dem Grundsatz: "Der kluge Mann baut vor"! Es ist ein prägnantes Motto und mal sehen, wie denn die Motti anderer CSDs 2012 lauten.
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#3 finkAnonym
  • 16.10.2011, 15:44h
  • "Mehrere Länder haben bereits die Ehe für Homosexuelle geöffnet und damit deren Diskriminierung beseitigt."

    und genau dieser eklatante fehlschluss ist ein problem, mit dem wir uns in zukunft immer häufiger herumschlagen werden.

    schon heute stelle ich in gesprächen mit heterosexuellen fest, dass die meistens nicht die geringste ahnung davon haben, wie viel diskriminierung es im alltag immer noch gibt. wenn ich denen was von selbstmorden, schwulenklatschern, homoheilern, schimpfworten auf schulhöfen, ungeouteten angestellten usw. erzähle, dann machen die nur große augen und sagen mir "das ist doch heute kein thema mehr...."

    ist es aber eben doch! und wird es auch dann noch bleiben, wenn die ehe geöffnet ist.

    ich kenne inzwischen zwei leute, die aus amsterdam weggezogen sind, weil sie keinen bock mehr darauf hatten, sich in der öffentlichkeit dauernd von jugendlichen anpöbeln und bedrohen zu lassen. dass sie dort "richtig" heiraten können, tröstet sie wenig. die eheöffnung hat dieses problem nicht behoben und wird es auch nicht tun. die rechtliche gleichstellung ist wichtig, aber sie ist nicht der emanzipatorische stein der weisen. es gibt noch so viele andere baustellen! lasst uns die nicht vergessen, indem wir uns nur noch auf die gesetze konzentrieren!

    --

    mal interessehalber: wer von euch glaubt, dass er eine gesellschaft ohne diskriminierung gegen schwule und lesben noch erleben wird?
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#4 GastGastGastAnonym
#5 sylviafeeProfil
#6 GeraldAnonym
#7 HinnerkAnonym
  • 16.10.2011, 23:15h
  • Da kann ich mich nur anschließen:
    selbst wenn man selbst nicht heiraten will (wobei ja niemand weiß, wie man in Zukunft darüber denkt) sollte man für die Eheöffnung eintreten.

    Erstens weil es ein Zeichen von voller Akzeptanz und Gleichstellung ist, selbst wenn man es für sich selbst nicht will.

    Und zweitens alleine schon, um den Homohassern noch mehr Zornesfalten in ihrer verbitterten Gesichter zu bringen und ihnen ins Gesicht blicken zu können.

    Die eingetragene Partnerschaft kann die Eheöffnung auch nicht ersetzen:

    1. Solange es unterschiedliche Rechtsinstitute gibt, wird es immer in irgendwelchen Details Unterschiede geben.

    2. Bei unterschiedlichen Rechtsinstituten wird man bei jeder Änderung der Ehe immer wieder neu dafür kämpfen müssen, dass das auch die regsitrierte Partnerschaft betrifft. Und konservative Regierungen können die eingetragene Partnerschaft einseitig beschneiden.

    Bei einem Rechtsinstitut für alle, würde jede Änderung sofort alle betreffen, hetero wie homo.

    3. Selbst wenn die eingetragene Partnerschaft jemals vollständig gleichgestellt wäre (Punkt 1) und auch jede Änderung automatisch für alle Rechtsinstitute gelten würde (Punkt 2) - wobei ich beides nicht glaube - selbst dann wäre es diskriminierend, für dasselbe unterschiedliche Namen zu wählen.
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#8 stromboliProfil
  • 17.10.2011, 07:20hberlin
  • Antwort auf #3 von fink
  • "..mal interessehalber...

    wer glaubt eine welt ohne diskriminierung zu erleben.. na tinnitus johanna
    "Zwar wurde mittlerweile die Erbschafts-und Schenkungssteuer sowie die Grunderwerbssteuer gleichgestellt, aber die Einkommenssteueranpa ssung erfolgte bisher nicht (Einkommenssteuerges etz, Fünftes Vermögensbildungsges etz, Wohnungsbauprämienge setz, Abgabenordnung). So werden homosexuelle Paare von der größten einkommenssteuerlich en Subvention in Deutschland ausgekammert und damit diskriminiert.."
    für einfältige erledigt sich dies eben in einer steuerreform! Hauptsache das vorgärtchen ist sicher vor den gefahren des alltäglichen...

    Um seinen schlußfolgerungen entsprechend diese art "emanzipation" zu verhindern, muss man piraten wählen..
    Anstatt eine "ehe" 2,0 zu klonen, sollte endlich die gesellschaft 2,1 angedacht werden; die ist überfällig bei solchen spießbüger-retroveranstaltungen

    Bleibt einzigst noch der solidaritäts-zwang, der einem dazu bringt solchen veranstaltungen einen nutzwert zuzuschreiben... es ärgert die homogegner; dass ist ja immerhin etwas!
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#9 finkAnonym
#10 GastGastGastAnonym

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