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Großbritannien
Cliff Richard für Ehe-Öffnung
- 18. Oktober 2011 2 Min.

Sir Cliff Richard wurde 1995 als erster Popmusiker von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen
Der britische Sänger Cliff Richard, ein überzeugter Christ mit Verbindung zu US-Evangelikalen, hat sich für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen.
Der 71-jährige Sänger erklärte im Interview mit dem BBC-Radio, dass er die Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren begrüßen würde: "Ich sehe nicht ein, warum Schwule und Lesben nicht heiraten sollten. Ich kenne gleichgeschlechtliche Paare, die seit Jahrzehnten zusammen sind. Für sie ist diese Beziehung eine Ehe, auch wenn sie im Moment nicht so genannt wird." Später sagte er: "Viele meiner Freunde sind schwul. Seien wir mal ehrlich, Homosexualität ist jetzt seit über 30 Jahren legal. Für mich ist Verbindlichkeit wichtig - die Beurteilung überlasse ich Gott."
In der Vergangenheit hat es immer wieder Gerüchte um die Homosexualität des Schalgersängers gegeben, der 1968 mit "Congratulations" beim Eurovision Song Contest den zweiten Platz belegte. Angeheizt wurden die Gerüchte durch die Autobiografie des Sängers, in der er berichtete, dass er seit Jahren mit einem Ex-Priester zusammen lebe (queer.de berichtete).
Richard unterstützt homophobe Evangelikale
Cliff Richard gehört zu den bekanntesten Christen in Großbritannien. Er veröffentlichte christliche Alben und protestierte gegen die Darstellung von Liebe und Sex in TV und Film. Außerdem beteiligte er sich wiederholt an christlichen Werbeveranstaltungen, etwa am weltweiten "Kreuzzug" des US-Missionars Billy Graham. Graham gehört zwar zu den gemäßigten Evangelikalen, erklärte jedoch wiederholt Homosexuelle zu Sündern - so wirbt er auf seiner Website für die Ex-Gay-Organisation Exodus International.
In Großbritannien hat sich in den vergangenen Jahren ein politischer Wandel in der Einstellung gegenüber Schwulen und Lesben vollzogen. So hat sich der konservative Premierminister David Cameron für die Öffnung der Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete). Erst vor einem Jahrzehnt hatte sich die Parteiführung dagegen noch für Section 28 ausgesprochen. Das Gesetz der erzkonservativen Thatcher-Regierung hatte es Lehrern verboten, im Unterricht das Thema Homosexualität auch nur anzuschneiden. (dk)














