Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?15193

Homo-Verbot statt HIV-Prävention

Simbabwe: Keine Kondome für Häftlinge

  • 18. Oktober 2011 8 2 Min.

Präsident Robert Mugabe interessiert sich nicht für HIV-Prävention

Zwar ist Simbabwe eines der Länder mit der höchsten HIV-Infektionsrate, dennoch dürfen in Gefängnissen keine Kondome verteilt werden, weil Homosexualität verboten ist.

Die Justizvollzugsverwaltung hat in der vergangenen Woche das Kondomverbot bestärkt, berichtet die Zeitung "The Zimbawean". Der verantwortliche Kommissar Agrey Huggins Machingauta erklärte bei der Sitzung eines Parlaments­ausschusses, dass ihm die Hände gebunden seien: "Wir können keine Kondome an Insassen verteilen, bis das Parlament ein Gesetz verabschiedet, mit dem Homosexualität in Simbabwe legalisiert wird", erklärte Machingauta. Er gab zu, dass es in simbabwischen Männergefängnissen sexuelle Aktivitäten geben würde. Dagegen würden "Korrekturmaßnahmen" eingesetzt.

Nationale Aids-Aktivisten nannten die Entscheidung dem Bericht zufolge "tragisch". In Simbabwe sind Schätzungen zufolge rund ein Drittel der 12,5 Millionen Einwohner HIV-positiv. Das hat in den letzten Jahrzehnten zu einem dramatischen Einbruch bei der Lebenserwartung geführt: Lag diese 1990 noch bei 60 Jahren, sind es heute noch knapp 40 Jahre.

Mugabe verschärfte Homo-Verbot

Mitverantwortlich für diese Tendenz ist nach Ansicht von Aids-Aktivisten auch das Homo-Verbot im Land, das von Präsident Robert Mugabe 2006 noch verschärft wurde. Das "Gesetz gegen sexuelle Abweichungen" hat 15 weitere Verbote eingeführt. So dürfen sich im Simbabwe heute zwei Männer nicht mehr umarmen, ohne mit einer Anklage rechnen zu müssen (queer.de berichtete). HIV-Präventionsarbeit ist damit im Land praktisch unmöglich.

Der Präsident hat in der Vergangenheit immer wieder gegen Schwule gehetzt, die seiner Meinung nach schlimmer als "Hunde und Schweine" seien. Dieses Jahr kündigte er unter anderem an, gegen homosexuellen "Schmutz" vorzugehen (queer.de berichtete).

Simbabwe gehört zu den ärmsten Ländern der Welt - in der einstigen Kornkammer Afrikas kommt es daher immer wieder zu Hungersnöten. Beim Human Development Index der Vereinten Nationen liegt Simbabwe abgeschlagen auf dem letzten Platz - noch hinter Ländern wie Afghanistan oder Äthiopien. (dk)

-w-

#1 Kokolemle
  • 18.10.2011, 15:18hHerschweiler
  • Robert Mugabe you are an arse-hole and a bastard
  • Direktlink »
#2 Lapushka
  • 18.10.2011, 15:43h
  • Kann der nicht endlich mal sterben? Der ist doch schon so alt.
    Dann besteht wenigstens eine theoretische Chance, dass der Nachfolger es besser macht.

    Bei Mugabe ist wirklich alles zu spät. Nicht nur was seinen Umgang mit Homosexualität angeht.
    Selten sowas Unfähiges gesehen, selbst nach "Politiker"-Maßstäben.
  • Direktlink »
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.10.2011, 15:49h
  • Schade, daß es in Zimbabwe keine Revolution wie im "Arabischen Frühling" gibt und Mugabe endlich mit Schimpf und Schande aus dem Land vertrieben wird. So müssen wir leider warten, bis der Despot das Zeitliche segnet, was hoffentlich sehr bald der Fall sein wird.
  • Direktlink »