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  • 24. Oktober 2011 16 2 Min.

Ab nächsten Frühjahr dürfen Schwule und Lesben in Dänemark vor dem Traualtar offiziell heiraten

Die neue Regierung Dänemarks plant eine Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare - eine gültige kirchliche Trauung inklusive. Eine entsprechende Gesetzesinitiative kündigte Manu Sareen an, der als neuer Minister bemerkenswerterweise sowohl für Kirche als auch Gleichstellungsfragen zuständig ist. Der Zeitung "Jyllands-Posten" sagte der 44-jährige, er hoffe, dass es bereits im nächsten Frühjahr so weit sein könnte.

"Ich freue mich auf den Moment, wenn das erste homo­sexuelle Paar aus der Kirche tritt. Ich werde da draußen stehen und Reis werfen", sagte der mehrfach von LGBT-Organisationen ausgezeichnete Politiker. "Ich habe viele Freunde, die homo­sexuell sind und nicht heiraten können. Sie lieben ihre Partner auf gleiche Weise wie Heterosexuelle, aber sie haben nicht das Recht, das auf gleiche Weise auszuleben. Das ist wirklich problematisch."

In Umfragen haben sich in den letzten Jahren konstant knapp 70 Prozent der Dänen für eine Ehe-Schließung für gleich­geschlechtliche Paare ausgesprochen, das Parlament votierte bislang aber immer gegen entsprechende Gesetzesvorlagen. In einer Umfrage aus dem Jahr 2004 hatten sich hingegen nur 40 Prozent des Klerus der Staatskirche mit kirchliche Homo-Ehen einverstanden erklärt.

Staatskirche streitet über Trauungen

So werden Details des geplanten Gesetzes noch spannend: Alle Mitarbeiter der Dänischen Volkskirche werden aus Steuermitteln bezahlt - einige fordern, aus religiösen Gründen die Abhaltung oder Mitarbeit einer Homo-Ehe ablehnen zu können. Und gerade der Klerus streitet heftig über die Homo-Trauung. Der Priester Henrik Hojlund vom Evangelisch-Lutherischen Netzwerk sagte in einem Interview, eine Homo-Ehe wäre "fatal" für die Kirche. "Die Kirche Dänemarks wird säkularisiert bis hin zum Altar in einem verzweifelten und falschen Versuch, den Zeitgeist auf halber Strecke zu treffen."

Minister Sareen, ein Sohn indischer Einwanderer, hatte früher schon mit dem Austritt aus der Kirche gedroht, sollte die an einem Bann von Zeremonien für schwule und lesbische Paare festhalten. "Heute wäre es undenkbar, keine weiblichen Priesterinnen zu haben". So werde man eines Tages auch gleichgeschlechtliche Ehen sehen.

In Spanien, Belgien, Schweden, Norwegen, Portugal, Island und den Niederlanden wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in den letzten Jahren geöffnet, in vielen anderen Ländern gibt es eingetragene Partnerschaften. Die wurden erstmals 1989 als Kompromiss eingeführt - in Dänemark. (nb)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.10.2011, 16:20h
  • Das sind die besten Neuigkeiten des Tages! Wieder einmal ist ein Land deutlich fortschrittlicher als es unseres ist. Die Pläne der neuen Regierung müssen auf jeden Fall in die Tat umgesetzt werden, damit die protestantischen Fundamentalisten gar keine Chance haben, da quer zu schießen!
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#2 Lapushka
  • 24.10.2011, 16:26h
  • "Und gerade der Klerus streitet heftig über die Homo-Trauung. Der Priester Henrik Hojlund vom Evangelisch-Lutherischen Netzwerk sagte in einem Interview, eine Homo-Ehe wäre "fatal" für die Kirche. "Die Kirche Dänemarks wird säkularisiert bis hin zum Altar in einem verzweifelten und falschen Versuch, den Zeitgeist auf halber Strecke zu treffen.""

    Selbst wenn, Heirat ist kein allein kirchlicher Akt und war es auch nie.
    Man kann auch als Hetero nicht kirchlich sondern standesamtlich (säkularisiert) heiraten und da hat dann die Kirche rein gar nichts mit zu tun.

    Also sollen die nicht immer so tun als würde die Welt sich nur um sie drehen und als dürften sie überall mitreden.
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#3 Cum a LotAnonym
  • 24.10.2011, 16:28h
  • Die sollen Ehen schließen, nicht öffnen. Muaaaaaaaahhhahaaha
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