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Der Trafford Housing Trust hat klare Equality-Richtlinien

In Großbritannien ist ein Verwalter einer staatlich geförderten Wohnungsbaugesellschaft degradiert worden, weil er sich privat auf Facebook gegen eine Homo-Ehe in der Kirche ausgesprochen hatte. Adrian Smith, ein gläubiger Christ aus Manchester, verliert damit über ein Drittel seines Gehaltes.

Der 54-Jährige, der die Baugesellschaft inzwischen verklagt hat, hatte im Februar einen Link bei Facebook zu einer Nachricht gepostet, wonach Schwule und Lesben demnächst in Kirchen heiraten könnten - das Verb "heiraten" hatte er in Anführungszeichen gesetzt. Auf Nachfrage eines Kollegen erklärte er, er sei gegen Trauungen für Personen, die keinen Glauben hätten. Die Bibel sage "sehr spezifisch, dass die Ehe für Mann und Frau" sei.

Wenn der Staat gleich­geschlechtlichen Paaren Ehen ermöglichen wolle, sei das seine Sache. Aber er solle seine Regeln nicht "Orten von Glauben und Gewissen aufdrängen". Das Facebook-Posting unter dem Titel "Eine Gleichstellung zu viel" war nicht öffentlich, allerdings konnten Freunde und Kollegen den Eintrag lesen. Zwei Kollegen beschwerten sich letztlich beim der Stadtverwaltung und beim Arbeitgeber Trafford Housing Trust.

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Unverhältnismäßige Entscheidung?


Der Stein des Anstoßes bei Facebook

Der Vater zweier Kinder und Anhänger einer evangelikalen Kirche argumentiert, die Degradierung nach einem Disziplinarverfahren sei unverhältnismäßig und ignoriere sein Recht auf freie Meinungsäußerung. Laut "Daily Mail" beschreiben ihn Freunde als leutselig und unkonfrontativ. Seine Anwälte sagen, der Mann habe lediglich privat weitergegeben, woran er glaube.

Neben der Degradierung zu einem Schuldeneintreiber (von 35- auf 21-Tausend Pfund Jahreseinkommen) erhielt Smith dem Zeitungsbericht zufolge eine letzte Abmahnung. Die Wohnungsbaugesellschaft argumentiert, die Aussagen des Angestellten könnten Menschen verletzten, da man sie so verstehen könne, dass Homo- und Heterosexuelle nicht gleich seien. Das sei letztendlich homophob.

Die Baugesellschaft wurde kürzlich wegen homofreundlicher Richtlinien von einer LGBT-Gruppe ausgezeichnet. So müssen Angestellte etwa einen Kurs in "Vielfalt" belegen, an dem auch Smith teilnahm. Die Homepage verweist auf die Richtlinien und mehrere LGBT-Supportgruppen.

Die "Daily Mail" nutzte den Bericht für einen Rundumschlag-Kommentar gegen linke Christen-Hasser, die andere Meinungen unterdrückten. Die Anwälte des Mannes stapeln ein wenig tiefer: "Adrian wurde unverhältnismäßig behandelt. Selbst die, die mit seiner Meinung nicht übereinstimmen, werden sicher einsehen, dass er schlecht behandelt wurde." (nb)

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#1 chris
  • 24.10.2011, 19:57h Dortmund

  • Also ich muss ja sagen, dass das Ganze eine ziemlich bemerkenswerte Angelegenheit ist. Es wäre schön, wenn Arbeitgeber und Behörden beim Thema Homophobie auch Anderorts ein wenig härter durchgreifen würde. Ich frage mich jedoch, ob dieser Arbeitgeber nicht etwas zu weit gegangen ist, denn ein Wenig Meinungsfreiehit besitzt dieser Mensch ja auch. Und so lange sein Tun nicht zu "krass" war und er es privat getan hat, könnte man es tastächlich als Meinung sehen. Schwierig das Ganze.
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#2 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 24.10.2011, 20:06h

  • Gut so! Entlässt alle religiösen Spinner! Religionsfreiheit bedeutet nur das recht frei von Religion zu sein, nicht sich hinter einer Religion zu verstecken!

    Hier war die Bemerkung "Eine Gleichstellung zu viel" zu recht eine Diskriminierung zu viel! Hätte der mal beim Kurs besser aufgepasst. Selber schuld!
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#3 SebiAnonym
  • 24.10.2011, 20:30h
  • Richtig!

    Das Verbreiten von Hass muss ernste Konsequenzen haben. Egal, ob es gegen Schwule, Schwarze, Juden oder wen auch immer geht.

    Schon schlimm, dass sogar schon das erzkonservative England Deutschland weit voraus ist.

    Aber bevor diese schwarz-gelbe Gurkentruppe nicht weg vom Fenster ist, wird sich daran auch nichts ändern.
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