Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?15239
  • 24. Oktober 2011 14 2 Min.

Der Mord an Stuart Walker war am Montag Aufmacher der schottischen Regionalnachrichten

In Schottland sorgt der brutale Mord an einem Schwulen für Aufregung: Am Samstag wurde in der Kleinstadt Cumnock in der Grafschaft Ayrshire die verbrannte Leiche des 28-Jährigen Stuart Walker aufgefunden. Der Körper soll "entsetzliche Verletzungen" aufweisen, berichteten örtliche Medien. Es gibt unterschiedliche Meldungen, ob Walker am Leben war, als er angezündet wurde, oder dies etwa der Spurenverwischung diente.

Der Barkeeper war in der Nacht zum Samstag das letzte Mal um zwei Uhr morgens gesehen worden, er wurde im Laufe der nächsten drei Stunden ermordet. Die Polizei ist optimistisch, das Verbrechen schnell aufzuklären, berichteten am Montagabend die Regionalnachrichten von BBC und STV übereinstimmend. Die Ermittler gehen davon aus, dass Walker den Täter kannte. Dafür spreche der Tatort in einem Industriegebiet außerhalb der Innenstadt. Berichte, es könnte sich um ein Hass­verbrechen handeln, wies die Polizei als Spekulation zurück.

Die rund 13.000 Einwohner von Cumnock sind geschockt. Eine Freundin des Opfers sagte, Stuart sei ein liebevoller und lustiger Kerl gewesen. Eine ältere Einwohnerin des Ortes berichtete gegenüber der BBC in Schottland, der junge Mann sei früher schon einmal wegen seiner Homosexualität verprügelt worden.

Hassverbrechen befürchtet


Am Tatort wurden Blumen niedergelegt

Die Polizei sagte den Medien, man werde vorerst keine Einzelheiten über die Tat verbreiten, es handle sich aber um "ein extrem gewalttätiges Verbrechen". "Solange wir nicht die Umstände des Mordes wissen, werden wir kein Motiv ausschließen", so Detective Inspector John Hogg.

Colin Macfarlane von der LGBT-Gruppe Stonewall Scotland sagte, die Nachricht vom brutalen Tod Stuart Walkers sei erschreckend. "Wir sind tief besorgt, dass die Polizei glaubt, dass es die Möglichkeit gibt, dass dieser Tod ein Hass­verbrechen war. Wir fordern jeden auf, die Polizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen." In Schottland habe es in den letzten fünf Jahren eine fünffache Steigerung von Hass­verbrechen gegen LGBTs gegeben.

Auf Facebook gibt es inzwischen zwei größere Trauerseiten für Stuart Walker mit mehreren hundert Mitgliedern, am Tatort wurden zahlreiche Blumen hinterlegt. Berichte, Walker sei an einen Lampenpfosten angekettet gewesen, wurden inzwischen dementiert. Sie hatten Erinnerungen an den Mord an dem amerikanischen Studenten Matthew Shepard hervor gerufen. (nb)

#1 SebiAnonym
  • 24.10.2011, 20:29h
  • All die Leute aus Politik und Religion, die ständig Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle als Menschen 2. Klasse hinstellen, tragen Mitschuld daran.

    Sie schaffen erst das Klima für solche Taten!

    Und nicht nur sie haben Blut an ihren Händen, sondern ihre Mitglieder und Wähler auch!

    Diese Schuld können die nie mehr gutmachen...
  • Direktlink »
#2 alexander
  • 24.10.2011, 20:41h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • da kann ich dir nur beipflichten !
    die soziologische entwicklung ( meine die versäumnisse), der letzten jahrzehnte fordert ihre opfer, wie ja auch schon die zunahme der "allgemeinen brutalität" beweist.
    schlimmer noch die ignoranz der verantwortlichen, die ja nicht unwesentlich daran beteiligt sind.
  • Direktlink »
#3 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 24.10.2011, 20:45h

  • Was für ein extrem grausames Verbrechen jemanden bei lebendigem Leibe anzuzünden. Emotional ist das eine schwierige Sache, denn wenn es tatsächlich ein Hassverbrechen war, würde meine Wut und mein Entsetzen gerne die Tidesstrafe fordern, obwohl das rational überlegt, natürlich genau das falsche wäre.
    "In Schottland habe es in den letzten fünf Jahren eine fünffache Steigerung von Hassverbrechen gegen LGBTs gegeben.".

    Dann wird es aber mit höchster Priorität Zeit in wissenschaftlichen Studien die genauen Gründe hierfür zu eruieren. Und zwar ganz dringend. Es geht um Menschenleben!!!
  • Direktlink »