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- 24. Oktober 2011 2 Min.
Man darf die Vermutung anstellen, bei Dieter Bohlen hätten sie kein Glück gehabt. In Großbritannien und Österreich stehen zwei schwule Männer in den Finalsendungen von Musik-Casting-Shows, die wenig gemein haben mit der 08/15-Oberfläche eines Mark Medlock und ähnlicher Kaliber.
In der ORF-Sendung "Die große Chance" erreichte die Drag-Queen "Conchita Wurst" am Samstag die meisten Stimmen der Zuschauer im Halbfinale. Der 22-jährige Tom Neuwirth kam bereits 2007 bei der Casting-Show "Starmania" auf Platz zwei (hinter der diesjährigen Grand-Prix-Teilnehmerin Nadine Beiler). Sein Coming-out machte damals Schlagzeilen, aber eine Karriere mit einer Boyband gelang nicht. Nun ein neuer Anlauf im Fummel und mit Bart, der begeistert.
Den Fummel abgelegt hat hingegen Johnny Robinson, ein Sozialhilfeempfänger aus London, der im Nachtleben der britischen Metropole gelegentlich als Sara Lee auftritt und alles andere als nach einem Popstar aussieht.
Er wurde am Wochenende bereits zum dritten Mal in Folge vom Publikum für die nächste Live-Show von "The X Factor" bestätigt. Die Sorge des 45-Jährigen, nicht ernsthaft eine Rocknummer vortragen zu können, löste sich schnell: Auch wenn ihm Rocker-Pathos nicht recht gelingen sollten, erzielte er mit seiner Version von "A thing called love" (The Darkness) den größte Jubel des Abends.
Zuvor hatte der sympathische Kandidat mit der eigenwilligen Stimme, der keine Scheu hat, Juroren witzige Widerworte zu geben, Lieder von Kylie Minogue und Cher interpretiert.
Es wird allerdings nicht damit gerechnet, dass Johnny die Show gewinnt - die Konkurrenz, etwa ein Indie-Boy mit hübschem Hintern, eine talentierte Boyband und ein pummeliger Junge, der sich eher unbekannte Songs sensationell zu eigen macht, ist einfach zu stark. (nb)















Ich steh nicht prinzipiell auf kräftigere Männer, aber wenn sie so ein süßes Gesicht haben und so eine tolle Ausstrahlung...