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Kommentare zu:
Afrikanische Homo-Gruppen kritisieren Westen


#1 MarekAnonym
  • 31.10.2011, 12:14h
  • 1. Nicht die Minderheiten sind die Sündenböcke, sondern die faschistischen Regierungen und deren Anhänger.

    2. Die Entwicklungshilfe kommt ja gerade nicht sexuellen Minderheiten zugute, sondern dient nur dazu, dass sich homophobe Diktatoren an der Macht halten können.

    3. Wenn die den Westen und die Schwulen so pervers finden, wollen sie ja sicher auch nicht unser Geld.

    4. Ich akzeptiere es nicht, dass mit meinen Steuergeldern Homohassern geholfen wird, sich im Amt zu halten.
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#2 SebiAnonym
  • 31.10.2011, 12:37h
  • Antwort auf #1 von Marek
  • Sehe ich auch so!

    Das Geld dient nur den Diktatoren dazu, sich an der Macht zu halten.

    Und wenn sie den Westen und insbesondere Schwule und Lesben so dekadent finden, wollen sie sicher auch nicht unser Geld.

    Die Sache ist doch ganz einfach:
    wenn sie unsere Kohle wollen, brauchen sie nur die Verfolgung von Schwulen und Lesben dauerhaft abschaffen.

    Wenn ich von anderen Geld geschenkt bekomme, muss ich auch die Bedingungen akzeptieren. Und bin ich dazu nicht bereit, muss ich halt das Geld ablehnen.
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#3 RalfAnonym
  • 31.10.2011, 12:53h
  • Großbritannien sieht sich zu Recht in der Pflicht, auf seine ehemaligen Kolonien und jetzigen Commonwealth-Partner einzuwirken, um den Menschenrechten Geltung zu verschaffen. Diese Staaten berufen sich weitgehend auf britische Rechtstraditionen. Ihnen muss klar gemacht werden, dass diese Traditionen überall dort überholt sind, wo sie der Benachteiligung und Verfolgung von Menschen dienen.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.10.2011, 13:37h
  • Ich kann die Kritik teilweise nachvollziehen, aber Entwicklungshilfekürzungen sind ein Druckmittel, um Menschenrechte in Ländern anzumahnen, die diese mit Füßen treten. Leider fallen China und Iran nicht darunter, wohl aber Nordkorea, das es nicht mehr geben würde, wenn China nicht wäre und eine Wiedervereinigung blockieren würde.
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#5 daVinci6667
  • 31.10.2011, 14:42h

  • Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten ist zwar grundsätzlich unsere Pflicht, muss aber an Auflagen gebunden sein. Und leider, so hart es tönt, die meiste Entwicklungshilfe nützt rein gar nichts, dass haben leider die letzten Jahre mehrfach bewiesen. Wieso also unser Geld in homophobe Länder und Diktaturen senden? Damit werden nur die Machthaber unterstützt. Hunger ist nunmal auch Antrieb zu nötigen Revolutionen!

    Will man helfen, kauft man am besten für eine arme Bauersfamilie in einem armen, aber einigermaßen demokratischen Land einen Ochsen oder eine Kuh. Das rote Kreuz vermittelt gerne.
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#6 alexander
  • 31.10.2011, 16:44h
  • es ist schon sehr bezeichnend, dass 41, von 54 commonwealth-staaten homophobe gesetze durchsetzen. hier ist grossbritannien mehr als in der pflicht seine "hinterlassenschaften", nach jahrzehnten in den griff zu bekommen.

    generell sind die befürchtungen der einheimischen natürlich berechtigt, aber was wäre der umkehrschluss ? noch mehr gelder, sprich die finanzielle unterstützung erhöhen, um die "sympathischen homophben staatenlenker" umzustimmen ???
    die würden uns die zunge rausstrecken und für verstärkte unterdrückung sorgen, in der hoffnung, dass dann noch mehr bares die privatschatulle füllt !!!
    diese situation ist eine echtes dilemma, eigentlich auch nur halbwegs in den griff zu bekommen, wenn sich alle geberländer zusammenschließen und vereint die betroffenen staaten anprangern, mit der drohung die gelder komplett einzubehalten, wenn nicht sofort die diesbezüglichen gesetze geändert und umgesetzt werden ! mit "kürzungen" ist hier keine umkehr zu erreichen ! man könnte nur versuchen mit sachwerten die bevölkerung zu unterstützen, auf die diese machthaber keinen zugriff haben.
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#7 Timm JohannesAnonym
  • 31.10.2011, 18:24h
  • Entwicklungshilfe hat in afrikanischen Ländern wie Uganda, Sudan, Nigeria oder Simbabwe derzeit nichts verloren. Dort werden nur homophobe Regierungen gestützt, die es nicht verdient haben, Entwicklungshilfegelder zu kassieren.

    Ganz klar gehört daher Entwicklungshilfe für solche homophoben Staaten gestrichen und diese Entwicklungshilfe an homofreundliche Regierungen und Staaten umverteilt, die beispielsweise sexuelle Handlungen legalisiert haben oder dies planen: sehr vorbildlich zu nennen sind hier Südafrika, Madagaskar, Mosambique, Gabun, Mali oder Niger. In diesen Ländern Afrikas sind homosexuelle Handlungen legal.
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#8 SchokiAnonym
  • 31.10.2011, 18:30h

  • Super, und innerhalb der Länder wird der Bevölkerung das ungefähr so erklärt: "Die westlichen Länder kürzen wegen ein paar Schwuchteln euer Bildungs - und Gesundheitsgeld, ihr müsst jetzt sauer auf die sein" Und in Gedanken: "Schließlich kann man ja nicht unsere Milliarden antasten..." Das ist auch keine Lösung! Leute, doch mal weiter. Glaubt ihr wirklich, dass wenn man die Gelder kürzt, die Regierung schlechtes dran ist? Wohl kaum!
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#9 YannickAnonym
#10 YannickAnonym
  • 31.10.2011, 19:29h
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • Volle Zustimmung!

    Wenn ich schon von jemandem Geld GESCHENKT bekomme, muss ich mich auch an deren Bedingungen halten. Und wenn die das nicht wollen, sollen sie halt kein Geld bekommen.

    Denn wir dürfen eines nicht vergessen:
    die finden zwar "den Westen" und die Schwulen ganz ekelhaft, aber unser Geld finden die nicht ekelhaft, das nehmen die. Aber dann sollten die zumindest auch einige grundlegende Menschenrechte achten.

    Das sollte eigentlich selbstverständlich sein:
    wenn mir jemand Geld schenkt, sollte ich den nicht auch noch als dekadent verachten.
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#11 eMANcipation*Anonym
  • 31.10.2011, 22:00h
  • Ich wundere mich schon ein wenig über die Ignoranz gegenüber der erklärten Position von rund 100 Schwulen- und Lesben-Organisation vor Ort, die wohl am besten beurteilen können und Tag für Tag am eigenen Leibe erfahren, welche Auswirkungen diese Art der Politik auf ihr Leben haben wird.

    www.pambazuka.org/en/category/advocacy/77470

    (Bitte mal genau durchlesen und runterscrollen und danach mitteilen, ob sich das so einfach mit einem eurozentrischen "Wir wissen es besser" abtun lässt!)

    Oder interessiert sich hier niemand für das, was diese Menschen aus ihrer konkreten Lebenswirklichkeit zu berichten haben? Geht es dann tatsächlich noch um das Wohl dieser Menschen, unserer Brüder und Schwestern, oder nur noch darum, sich auf die Schenkel klopfen zu können und zu sagen: "Denen" (ja, wem eigentlich?) haben wir's aber endlich mal gezeigt?

    Hört sich nicht nach einer tatsächlichn emanzipatorischen und praktisch (lebens-) unterstützenden Hilfe für die Menschen an, um die es uns angeblich geht!

    Vielleicht wäre es sogar viel sinnvoller, MEHR Geld an den richtigen Stellen zu investieren und auf dieser Basis verstärkt mit den Betroffenen vor Ort zusammenzuarbeiten, wenn einem angeblich an deren Wohlergehen gelegen ist.

    Alles in allem macht es sich die neokonservativ-neoliberale britische Regierung deutlich zu einfach, wenn sie meint, sich einfach nur mit der Kürzung finanzieller Mittel ihrer Verantwortung für die verheerenden Folgen kolonialistisch-imperialistischer Politik entledigen zu können.

    Auch wenn dieses weitere Zusammenstreichen von Geldern, die an der richtigen Stelle und mit entsprechendem politischen Willen durchaus etwas - gerade auch für Schwule und Lesben - bewirken könnten, zweifellos voll und ganz der entsolidarisierenden Politik von Cameron und seinen "Liberalen" entspricht.

    Insofern: Menschenrechte unmissverständlich einfordern und in der Zusammenarbeit und Solidarität vor Ort mit ganzer Kraft deutlich machen - aber gerade deswegen kein generelles Streichen von finanziellen Mitteln!
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#12 FoXXXynessEhemaliges Profil
#13 FoXXXynessEhemaliges Profil
#14 vingtans
  • 01.11.2011, 06:11h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • zu deinem koreaanstoß..

    nicht nur china blockiert die wiedervereinigung.
    südkorea möchte sie auch nicht, weil es für das land eine katastrophe wäre.

    das BIP von südkorea ist um ein vielvielvielvielvielvielfaches höher als das von nordkorea, südkorea ist ein land in der die bildungsexpansion selbst sozialniedrigste schichten erreicht hat, dort hat fast jeder studiert oder studiert jeder. während in nordkorea die menschen analphabetenrate sehr hoch ist. südkorea ist eine der erfolgreichsten industrienationen während sich nordkorea nichtmal alleine ernähren kann.

    oder sprich, kein klardenkender südkoreanischer politiker möchte eine wiedervereinigung mit nordkorea.
    zumal sie dann den ewigen konkurrenzkampf mit china und japan definitiv verloren hätten, weil sie ganze regionen modernisieren müssten.

    man kann dass nicht mit brd und ddr vergleichen.
    nord und südkorea sind beidseitig wesentlich extremer.
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#15 finkAnonym
  • 01.11.2011, 09:19h
  • Antwort auf #11 von eMANcipation*
  • hier kann ich dir mal aus vollem herzen zustimmen. man sollte sich zumindest mal die mühe machen, die lgbt-organisationen vor ort anzuhören.

    natürlich ist die kritik daran berechtigt, dass die (oft leider als reine wirtschaftshilfe missverstandene) entwicklungshilfe oft nicht dort ankommt, wo sie den menschen dient. man löst das problem aber nicht, wenn man einfach gar nichts mehr investiert. eher sollte man doch darüber nachdenken, wie man die mittel so kanalisieren kann, dass sie wirklich einer förderung der menschenrechte und der lebensqualität vor ort dienen.

    das macht aber natürlich mehr mühe als ein trotziges "dann eben nicht!"
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#16 HinnerkAnonym
  • 01.11.2011, 10:06h
  • Antwort auf #11 von eMANcipation*
  • "Ich wundere mich schon ein wenig über die Ignoranz gegenüber der erklärten Position von rund 100 Schwulen- und Lesben-Organisation vor Ort"

    Und ich wundere mich ein wenig über die Arroganz, mit dem andere Leute mir vorschreiben, was mit meinem Geld zu geschehen hat.

    Ich zahle keine Steuern, um homophobe Diktatoren an der Macht zu halten. Wenn sie Schwule so eklig finden, verstehe ich nicht, wieso sie unser Geld annehmen.

    Wer meint, diese Faschisten-Regime unterstützen zu wollen, kann das gerne mit seinem privaten Geld tun. Aber dann sollte man auch akzeptieren, dass andere ihre Steuern lieber da sehen, wo es wirklich hilft und nicht nur homohassende Despoten an der Macht hält.
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#17 SebiAnonym
  • 01.11.2011, 10:24h
  • Antwort auf #11 von eMANcipation*
  • Und Du glaubst tatsächlich, dass es auch nur einem Schwulen oder einer Lesbe hilft, wenn man diese Machthaber und ihre Regime an der Macht hält?

    Die Schwulen und Lesben vor Ort haben so oder so schwere Zeiten vor sich. Aber man kann wenigstens dafür sorgen, dass zumindest die Option auf Besserung irgendwann besteht. Das geht aber nicht, wenn man den Machthabern hilft, sich an der Macht zu halten.
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#18 YannickAnonym
  • 01.11.2011, 10:34h
  • Antwort auf #11 von eMANcipation*
  • Du vergisst dabei nur, dass es sich um UNSER Geld handelt.

    Ich finde es schon ein wenig anmaßend, wenn Leute vor Ort uns vorschreiben wollen, was wir mit unserem Geld zu tun und zu lassen haben.

    Ich schreibe denen ja auch nicht vor, was sie zu tun haben.

    Nur, wenn sie Geld von uns bekommen, will ich auch zumindest Menschenrechte gewahrt wissen. Das ist echt nicht zu viel verlangt...

    Es verlangt ja niemand Eheöffnung o.ä., sondern nur, dass Schwule und Lesben nicht mehr verfolgt, gefoltert und ermordet werden.
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#19 Gero 90Anonym
  • 01.11.2011, 10:48h
  • Antwort auf #11 von eMANcipation*
  • "Auch wenn dieses weitere Zusammenstreichen von Geldern, die an der richtigen Stelle und mit entsprechendem politischen Willen durchaus etwas - gerade auch für Schwule und Lesben - bewirken könnten"

    Stimmt zwar, nur fehlt es in diesen Staaten leider am "politischen Willen" mit den Geldern auch mal sinnvolles zu machen.

    Wäre das anders, wäre ich voll Deiner Meinung, aber nicht so.

    ```````````````````````````

    "Menschenrechte unmissverständlich einfordern"

    Nichts anderes geschieht!

    Das Problem ist nur:
    das reine Fordern und Argumentieren hat in all den Jahren GAR NICHTS gebracht. Wieso soll es jetzt plötzlich wohl was bringen?

    Offenbar muss man den Forderungen irgendwie Gewicht verleihen und das scheint leider nur mit der Sprache des Geldes zu funktionieren. Die versteht jeder.

    Unabhängig davon will ich auch kein Geld zahlen, das an Schwulenhasser fließt.

    Es hat sich immer wieder gezeigt, dass nur Maßnahmen, die ans Geld gehen, wirklich Veränderung bringen.

    Es wurde lange genug mit guten Worten und Appellen versucht. Da das 100% wirkungslos ist, muss man es eben anders versuchen.
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#20 RobinAnonym
  • 01.11.2011, 10:55h
  • Antwort auf #11 von eMANcipation*
  • Was ich nur komisch finde:
    wenn in Russland oder China Homorechte missachtet werden, wird gleich das Ende jeglicher Zusammenarbeit mit diesen Staaten gefordert.

    Aber wenn in Afrika noch viel schlimmeres geschieht, soll als Belohnung auch noch Geld fließen. Da sollen dann plötzlich unsere Steuern sprudeln - ohne jede Bedingung...

    Manche hier messen mit zweierlei Maß. Dann muss man auch andere Diktatoren mit unseren Steuern subventionieren.
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#22 Menschenrechte!!Anonym
  • 01.11.2011, 11:03h
  • Niemand zwingt die, unser Geld anzunehmen!!

    Nur wenn sie es annehmen, müssen sie zumindest Menschenrechte achten!!

    Die Forderung nach Menschenrechten ist doch wohl nicht zu viel... Mehr verlangt niemand...

    Wenn wir da das Missachten von Menschenrechten tolerieren und sogar finanziell fördern, dürfen wir nirgends sonst nochmal Menschenrechte anmahnen.
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#23 Tobi CologneAnonym
  • 01.11.2011, 11:11h
  • Wenn man von jemandem geschenktes Geld annimmt, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass man auch die Bedingungen akzeptiert.

    Erst recht, wenn es nur die Bedingung der Achtung von Menschenrechten ist.

    Menschenrechte sollten sogar ohne unsere finanzielle Gegenleistung selbstverständlich sein. Aber erst recht, wenn wir dafür bezahlen.
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#24 Marshall-PlanAnonym
  • 01.11.2011, 11:36h
  • Antwort auf #23 von Tobi Cologne
  • "Wenn man von jemandem geschenktes Geld annimmt, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass man auch die Bedingungen akzeptiert."

    Eingetragene Partnerschaft

    Ein ehemaliger Chef des Militärischen Abschirmdienstes MAD, der spätere Kommandant der 12. Panzerdivision der Bundeswehr, heißt Generalmajor Gerd-Helmut Komossa.

    Er hat ein Buch geschrieben:

    «Die deutsche Karte – Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste»

    Seite 21:

    "[...] Der geheime Staatsvertrag von 21. Mai 1949 wurde vom Bundesnachrichtendienst unter ‹Strengste Vertraulichkeit› eingestuft. In ihm
    wurden die grundlegenden Vorbehalte der Sieger für die Souveränität der Bundesrepublik bis zum Jahre 2099 festgeschrieben, was heute wohl kaum jemandem bewusst sein dürfte.

    Danach wurde einmal der «Medienvorbehalt
    der alliierten Mächte über deutsche Zeitungs- und Rundfunkmedien bis zum Jahr 2099 fixiert.

    Zum anderen wurde geregelt, dass jeder Bundeskanzler Deutschlands auf Anordnung der Alliierten vor Ablegung des Amtseides die
    sogenannte ‹Kanzlerakte› zu unterschreiben hatte. Darüber hinaus bleiben die Goldreserven der Bundesrepublik durch die Alliierten gepfändet.[...]"
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#25 Timm JohannesAnonym
  • 01.11.2011, 11:42h
  • Antwort auf #8 von Schoki
  • Natürlich ist dies so, Schoki.

    Diese homophoben Regierungen in Afrika nutzen die Entwicklungshilfegelder, um sich entweder daran selbst zu bereichern oder um die Projekte als eigene Wohltaten in der Bevölkerung anzupreisen.

    Hinzukommt das die Entwicklungshilfegelder Deutschlands oder Europas nicht unendlich sind sondern vom Budget begrenzt sind. Und weil dies so ist, kann auch dieses begrenzte Budget genau an diejenigen afrikanischen Länder verteilt werden, die homofreundlich sind und westliche Menschenrechtsstandards beachten.

    Wer Entwicklungshilfe in Länder wie Sudan oder Simbabwe derzeit verteilt, der stützt diktatorisch agierende Militärdiktaturen und Regierungen, die ihr Land runterwirtschaften. Wer dann auch noch diese Regierungen durch Entwicklungshilfeprojekte unterstützt, der ist Mitschuld daran, dass diese Regierungen sich an der Macht halten können. Da ist es viel besser, diese Gelder an homofreundliche Regierungen und deren Länder zu verteilen, damit dort mehr Stabilität, Wohlstand und Fortschritt erreicht wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#26 eMANcipation*Anonym
  • 01.11.2011, 12:34h
  • Antwort auf #16 von Hinnerk
  • Mein Lieber, ich nehme zur Kenntnis, dass Schwulen und Lesben in Afrika zu einem großen Teil nicht der Meinung sind, dass durch das simple Streichen von Geldern der Entwicklungszusammenarbeit Menschenrechte gestärkt und homofeindliche Regime geschwächt werden.

    Ich verstehe und unterstreiche das dringende Anliegen - oftmals gepaart mit einem Gefühl der Fassungslosigkeit und Ohnmacht - endlich aktiv gegen homofeindliche Politik vorzugehen bzw. europäische und andere Regierungen hier endlich zu aktivem Handeln aufzufordern!

    Umso mehr sehe ich mich aber in der Pflicht, die angebotenen Lösungswege äußerst kritisch zu überprüfen. Und dabei habe ich eines gelernt: Das geht nur und ausschließlich mit den Betroffenen selbst, denn um deren Leben geht es hier - nicht in erster Linie darum, dass wir uns im heimischen Sessel irgendwie besser fühlen, weil "endlich mal was" getan wird!

    Da ich mich in meinem Studium intensiv mit so genannter Entwicklungspolitik auseinandergesetzt und im Rahmen von Geländepraktika mehrere Monate bei verschiedenen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit verbracht habe (in Bolivien und Brasilien), habe ich zumindest folgendes gelernt:

    Es ist sehr wohl möglich (wenn auch in vielen Fällen nicht gewünscht - auch nicht von Seiten der Geberländer, die zumeist ihre ganz eigenen machtpolitischen Ziele verfolgen), Entwicklungszusammenarbeit so zu gestalten, dass partizipative und emanzipatorische Prozesse vor Ort gestärkt werden.

    Wenn sich also die britische Regierung angeblich ihrer Verantwortung in den Commonwealth-Staaten bewusst wird und tatsächlich eine Verbesserung der Lebenssituation von Schwulen und Lesben erreichen will, anstatt nur billig-populistisch bei bürgerlichen Schwulen zu punkten und ihre sozialen Kürzungsorgien nach außen zu erweitern:

    Warum hat sie sich nicht die Mühe gemacht, mal vor der Verkündigung vermeintlich einfacher Lösungen mit den 100+ Organisationen, die sich in oben zitierter Erklärung äußern und jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt werden, in einen aktiven Dialog einzutreten und gemeinsame Strategien zur Stärkung von deren Organisationsfähigkeit und Partizipation vor Ort zu entwickeln?

    Einfach nur Gelder zusammenzustreichen und zu meinen, damit etwas für die Menschenrechte zu tun, entspricht zwar voll und ganz der neoliberalen Denkweise und mag auch als billige Alibi-Handlung wahlkampfmäßig zu vermarkten sein, aber die Betroffenen vor Ort haben davon wenig bis gar nichts.

    Sie müssen nach eigener Einschätzung sogar befürchten, dadurch erheblich geschwächt zu werden, weil weniger Entwicklungszusammenarbeit eben auch weniger Einflussmöglichkeiten in der direkten Arbeit mit den Menschen in den jeweiligen Projekten bedeutet. Ein ernstzunehmender und wirkungsvoller Ansatz zur Stärkung von Menschen- und Beteiligungsrechten sieht nach meiner Überzeugung anders aus.

    Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität mit den betroffenen Menschen und deshalb auch mehr Mittel, die dann gezielt in Projekte fließen, bei denen die gleichberechtigte Partizipation aller Menschen, vor allem der sozial ausgegrenzten und diskriminierten Gruppen, oberste Priorität sein muss.

    Alles andere als einfach, aber man muss sich schon entscheiden, was man will: wirklich den Menschen helfen - das erfordert die Bereitschaft, sich auch auf schwierige Prozesse einzulassen und dafür eher mehr, nicht weniger Mittel bereitzustellen - oder nur billige Symbolpolitik, die mehr auf Wahltaktik in Europa als auf echte Solidarität und wirkungsvolle Unterstützung abzielt.

    Fazit: Die schwule Community sollte, wenn sie sich wirklich solidarisch mit Schwulen und Lesben in anderen Ländern zeigen will, sehr vorsichtig sein, wofür und für welche Art von Politik sie sich vereinnahmen lässt.
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#28 Voodoo MasterAnonym
#29 SchokiAnonym
  • 01.11.2011, 15:28h

  • Kommentar zu #25: Lieber Timm, du meinst also, die Leute, die es unter einer homofreundlichen Regierung verhältnismäßig (!) gut haben, sollte man fördern, und alle anderen sollte man unter einer homophoben und korrupten Regierung verrotten lassen?! Das ist aber nicht sehr förderlich...
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#30 PierreAnonym
  • 01.11.2011, 17:52h
  • Entwicklungshilfe oder sonstige Gelder an homophobe Länder sind ein Unding und müssen umgehend eingestellt werden.
    Das Argument, dass dies erst recht zu Hass und Reaktionen gegen Schwule und Lesben in diesen Ländern führen könnte, mag zwar augenscheinlich stimmen und ist im einen oder anderen Fall nicht auszuschließen. Auf längere Sicht gesehen ist dies jedoch eine der wenigen Möglichkeiten von außerhalb auf die betreffenen Politiker dort einzuwirken, um sie zu einem Einlenken zu zwingen.
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#31 WombatAnonym
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