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- 19. August 2004 1 Min.
New Paltz In der Stadt New Paltz im US-Bundesstaat New York wächst die Besorgnis über eine größer werdende Anzahl von Neonazi-Gruppen und christlichen Fundamentalisten. Die kleine Stadt nördlich von Manhattan wurde bekannt, als sie Anfang des Jahres gleichgeschlechtliche Eheschließungen ermöglichte. "'White Power'-Graffitis wuchern und Neo-Nazi-Literatur wird an die Haushalte geliefert", berichtet Bürgermeister James West. Zudem hat die fundamentalistische Christian Coalition angekündigt, Plakatwände unter Nutzung von Spendengeldern anzumieten. Auf ihnen soll Homosexualität verurteilt werden, dazu soll der angebliche "Ex-Gay" Stephen Bennett mit seiner Familie abgebildet werden. Das Foto des Mannes, der angeblich durch seinen Glauben vom Schwulsein "geheilt" wurde, soll mit "Wundervoller Ehemann. Liebender Vater. Ehemaliger Homosexueller. Jesus Christus verändert Leben" betitelt werden. James Fallarino von der Gleichstellungsinitiative in New Paltz bezweifelt, dass die Plakate viel bewirken werden. "Alle Menschen haben das Recht, ihren Glauben zu erläutern, doch glaube ich nicht, dass dies die Meinung anderer ändert. Sie vergeuden ihr Geld." Im Ort hat sich bereits eine Allianz gegen die Homo-Gegner gebildet. Bürgermeister West hatte im Februar mit gleichgeschlechtlichen Trauungen begonnen, musste dies jedoch auf richterliche Verfügung wieder stoppen. West und zwei Pfarrer, die die Aufgabe zwischenzeitlich übernahmen, wurden wegen Verletzung der Landesgesetze verklagt, die Klagen wurden jedoch nicht zugelassen. (dj)













Und wenn man dan noch lesen muss, dass in einigen Bundesstaaten zB. der Oralverkehr verboten ist, dann sollte einem das in Hinblick auf die selbsternannte "einzige Supermacht der Welt" zu denken geben.