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"Rehearsing is for fags"
Homophobe Äußerung bringt Oscar-Show ins Trudeln
- 10. November 2011 2 Min.

Brett Ratner vergriff sich im Ton - und verliert daher seinen Produzentenjob
Der Produzent der Oscar-Gala musste gehen, weil ihm vor versammelter Presse das Wort "Schwuchtel" herausgerutscht ist - nach dem Abgang steht auch Eddie Murphy nicht mehr als Moderator zur Verfügung.
Am Mittwoch kündigte der 42-jährige Regisseur Brett Ratner ("Rush Hour"-Trilogie) seinen Job als Produzent der 84. Academy-Awards-Zeremonie, nachdem er wegen schwulenfeindlicher Äußerungen in die Schusslinie geraten war. Ratner hatte bei einer Pressekonferenz auf die Frage, ob er einzelne Szenen mit seinen Schauspielern proben würde, scherzhaft geantwortet: "Proben ist was für Schwuchteln." Das hatte zu scharfer Kritik von Homo-Aktivisten geführt.
Nach Ratners Rücktritt sprang auch der vorgesehen Moderator Eddie Murphy ab. Er ist ein persönlicher Freund Ratners und erklärte, dass er nur mit ihm und dessen Produktionsteam zusammenarbeiten wollte. Bislang ist noch kein Moderationsnachfolger gefunden worden. Die Academy kündigte aber an, dass Brian Grazer ("24", "A Beautiful Mind") den Job des Produzenten übernehmen werde. Die Show wird am 26. Februar 2012 weltweit live ausgestrahlt.
Ratner tut Buße

Ohne Ratner hat auch Eddie Murphy keine Lust, die Oscar-Show zu moderieren - ein Nachfolger steht noch nicht fest
Ratner erklärte in einer Pressemitteilung, dass ihm sein Ausbruch Leid tue: "Ich möchte mich vorbehaltslos entschuldigen", so Ratner. "Ich werde in den nächsten Wochen und Monaten daran arbeiten, dass diese Art von gedankenloser Engstirnigkeit, zu der ich mich törichterweise habe hinreißen lassen, ein Ende findet." Er arbeite deswegen fortan mit der Homo-Gruppe Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) zusammen. Die GLAAD hat die Kooperation bestätigt und erklärt, dass Ratner "helfen will, Menschen über die Auswirkungen dieser schlechten Sprache aufzuklären".
In den USA wird die Benutzung von Wörtern wie "Fag" oder "Faggot" in den Medien inzwischen geächtet. Mehrere Prominente mussten sich in den vergangenen Monaten für homophobe Ausbrüche entschuldigen - zuletzt etwa der Football-Profi DeSean Jackson, der in einer Radio-Talkshow einen Anrufer als "gay ass faggot" beschimpfte (queer.de berichtete). Auch der Rapper Chris Brown entschuldigte sich im Juni, nachdem er in Los Angeles Fotografen homophob beschimpft hatte. Er hatte ihnen gesagt: "Ihr ganzen Nigger seid schwul" (queer.de berichtete). (dk)
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herr murphy ist ja auch schon für seine homophobe haltung bekannt !
und tschüss !