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  • 20. August 2004 48 2 Min.

Berlin Nach dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat nun auch die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, die Grüne Claudia Roth, homophobe Reggeamusik als passendes Problem zum Sommerloch entdeckt. Bezüglich der Deutschland-Tournee des Jamaikaners Buju Banton, der in dem Lied "Boom bye bye" aus dem Jahr 1992 zum Mord an Schwulen durch Kopfschuss, Säure- oder Brandanschläge aufruft, hat sie ein Schreiben an die Veranstalter verschickt: "Ich will nicht in einem Land leben, in dem offen zu Hass und Gewalt an Minderheiten aufgerufen wird. Deshalb appelliere ich an Sie als Veranstalter, auf die geplanten Auftritte von Buju Banton in Deutschland zu verzichten", so Roth nach Angaben des LSVD (das Schreiben findet sich weder als Pressemitteilung der Grünen noch auf der Homepage der Beamtin). Nach Saarbrücken und Hamburg wurde inzwischen ein weiteres Konzert Bantons abgesagt, die Darmstädter Centralstation lud den Reggea-Sänger wieder aus. In Übersee/Chiemsee, Hamm, Berlin und Bremen sind weiterhin Konzerte geplant. "Freie Meinungsäußerungen und kulturelle Freiheiten sind hohe und schützenswerte Güter. Doch wenn zu Mord und Totschlag gegen Minderheiten aufgerufen wird, stoßen sie an ihre Grenzen", argumentiert LSVD-Sprecher Philipp Braun. Es gehe dem Verein nicht darum, "jamaikanische Reggae- oder Dancehall-Musiker in Verruf zu bringen", sondern "Hasspredigten gegen Schwule und Lesben" nicht zu dulden. Die im Auswärtigen Amt residierende Menschenrechtsbeauftragte Claudia Roth hatte in ihrem Amt mehrfach gegen die Homophobie von Kirche und Union gewettert, mit Kritik an der rot-grünen Bundesregierung wegen fehlender Menschenrechte von Lesben und Schwulen bisher jedoch gespart. (nb)

-w-

#1 Jochen Hecker; KölnAnonym
  • 20.08.2004, 15:55h
  • Langsam nervt dieses peinliche Rumgehacke auf Rot-Grün von Eurem Schreiber N.Blech. Menschenrechtsbeauftragte in Anführungstriche zusetzen, wie es die Bild-Zeitung zu DDR-Zeiten tat, ist doch wirklich peinlich. JedeR der den Autoren durch seine zahlreichen Veröffentlichungen schon aus Zeiten der Zeitung "Queer" kennt, weiß das er dem whk und seinen Stimmungsmachern nahesteht. Aber muss er die Masche ständig durchziehen? Es nervt deshalb, weil es keine kluge Kritik an Rot/Grün ist, sondern billiges+blödes polemisieren ohne Sinn und Verstand.
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#2 StefanAnonym
  • 20.08.2004, 16:34h
  • Vielleicht will man bei der Queer ja nur billigem und blödem Rot-Grün-Gejubel begegnen, wie ihn die meisten Homo-Websites dank Ab"drucken" von LSVD-Pressemitteilungen bringen. Das mit den Anführungszeichen ist, anders als die Einschätzung von Roths Kritik, allerdings wirklich dumm.
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#3 Norbert BlechAnonym
  • 20.08.2004, 16:45h
  • Ich habe die Anführungszeichen nachträglich entfernt, da sie für eine reine Nachricht zu kommentierend sind. Den Vergleich mit Bild zu DDR-Zeiten weise ich jedoch zurück; die Zeichen sind wie das mittlerweile polulärere, vor eine Funktion geschriebene "so genannt" ein akzeptables Kommentar-Stilmittel. Ich bin nicht Mitglied des whk, stehe ihm auch nicht nahe, sondern bin unabhängiger Journalist. Das bemängelte "Rumgehacke" ist keine "Masche", sondern mein Beruf.
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