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  • 13. November 2011 10 2 Min.

Freddie Mercury - Ein magisches Kind (Bild: rock'n'popmuseum Gronau)

Eine neue Ausstellung des rock'n'popmuseums in Gronau widmet sich dem Leben des schwulen Rocksängers Freddie Mercury.

Von Carsten Weidemann

Ein Leben in Glanz und Glamour - mit seinem Tod am 24. November 1991 verlor das Rockuniversum eine seiner bemerkenswertesten Persönlichkeiten - Freddie Mercury. Solo und mit Queen schuf er eine gewaltige musikalische Hinterlassenschaft, die die gesamte Klaviatur des Business zu bedienen wusste. Stimmgewaltig bewegte sich Freddie Mercury in den Welten komplexer Klangstrukturen wie "Bohemian Rhapsody", aber auch in den Niederungen dumpfen Mitstamp-Sounds in der Machart von "We Will Rock You". Dass er Männer liebte, wussten nicht so viele. Dass er HIV-positiv war, nur ganz Wenige. Am 23. November 1991 unterrichtete Mercury in einer vorbereiteten schriftlichen Aussage die Öffentlichkeit, dass er an Aids erkrankt sei. Er starb am Tag darauf, den 24. November, um 19 Uhr in seinem Haus in London im Alter von 45 Jahren an den Folgen von Aids.

Youtube | Freddie Mercury - Living On My Own (1993er Version)

Videoclips und vertonte Biographie eines schwulen Künstlers

Das rock'n'popmuseum in Gronau gibt anlässlich des 20. Todestages Freddie Mercurys Einblicke in Werk und Leben des Mannes, der 1946 auf Sansibar als Farrokh Bulsara das Licht dieser Welt erblickte. 200 qm Ausstellungsfläche widmen sich den Tatsachen und Legenden, die sich um sein ereignisreiches Leben ranken. Großformatige Fotografien, ein interaktiver Zugriff auf Ausschnitte der Diskografie, filmische Sequenzen von Liveauftritten und authentische Ausstellungsstücke ermöglichen eine Betrachtung des facettenreichen Mannes aus vielen Perspektiven.

Dass Queen mit dem glamourösen Freddie Mercury an der Front mit "Bohemian Rhapsody" auch das Videoclipzeitalter auf seinen Weg schickte, ist eine bekannte Tatsache. So runden zwölf ausgewählte Clip-Beispiele den Blick auf ihn und die Band ab. Den Besucher begleitet bei seinem Rundgang durch die Ausstellung natürlich auch die Biografie Freddie Mercurys, die als Audioeinspielung den Raum und die Exponate atmosphärisch untermalt. So verwandelt die Klang-, Licht- und Raumarchitektur die rock'n'popgalerie des Museums in eine Soundlounge, die ein wenig von der Magie dieses Menschen, aber auch von der Wehmut des frühen Verlustes für die Musikwelt zu vermitteln weiß. Das drückt auch das Plakat zur Ausstellung aus, auf dem die Statue von Mercury zu sehen ist, die am Genfer See errichtet wurde. In dieser Pose ist er auch auf dem Album "Made in Heaven" zu sehen, dass erst nach seinem Tod veröffentlicht worden ist.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 8. Januar 2012 im rock'n'popmuseum, Udo-Lindenberg-Platz 1, 48599 Gronau.

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-w-

#1 antosEhemaliges Profil
  • 13.11.2011, 20:10h
  • Mir läuft ja sofort Blut aus den Ohren, wenn irgendwo der schwülstige Bombastpop von Queen zu hören ist. Diese Musik ist so eine Art vertonte Mode von Harald Glööckler, der es ja als Kind auch irgendwie nicht leicht gehabt hat und das jetzt alle bezahlen lässt. Die Statue kannte ich bisher noch nicht, danke für den Hinweis. Da hat man der peinlichen Pose doch beim Aufstellen hinterlistig ein wenig Melancholie und, ach, Vergänglichkeit beigemischt:

    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/00/Freddie_Bronzest
    atue_rueckansicht.jpg
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#2 PoppAnonym
#3 la regenteAnonym