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- 17. November 2011 2 Min.

Andrea Jones beklagt Diskriminierung
In Tennessee wollte eine Transsexuelle gegen die Nichtanerkennung als Frau protestieren: Sie zeigte sich oberkörperfrei - und wurde wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen.
Andrea Jones hatte ihr Hemd auf dem Parkplatz des Straßenverkehrsamtes im Städtchen Morristown ausgezogen, berichtet der Lokalsender WATE. Grund: Das Amt wollte ihr keinen Führerschein ausstellen, in dem als Geschlecht "weiblich" angegeben ist. "Wenn ich wirklich ein Mann wäre, hätte ich das Recht, draußen ohne Hemd herumzulaufen", erklärte Jones, die bereits erste geschlechtsanpassende Operationen durchlaufen hat. Doch die Polizei erkannte in ihren Brüsten eine Erregung öffentlichen Ärgernisses - und verhaftete den "Mann".
In Tennessee ist es nur illegal, wenn Frauen ihre Brüste offen zeigen - bei Männern gibt es dagegen keine Einschränkungen. Im Polizeireport wird Jones zwar als Mann bezeichnet, dennoch sehen die Beamten die Zurschaustellung des Oberkörpers als eine Straftat an. In dem öffentlich zugänglichen Dokument heißt es: "Mister Jones hat gebrüllt, dass er ein Recht hat, seine Brüste in der Öffentlichkeit zu zeigen und dass er als Frau anerkannt werden will".
Von der Bundesverwaltung in Washington wird Jones dagegen bereits heute als Frau anerkannt: Auf ihrer Sozialversicherungskarte änderten die Behörden das Geschlecht von "M" auf "F". Die Behörden in Tennessee bestehen jedoch auf weiteren medizinischen Gutachten. Zudem müsse eine Geschlechtsanpassung "vollständig" umgesetzt worden sein, argumentiert der Bundesstaat. Dagegen wehrt sich Jones: "Es ist nicht richtig, dass mich der Staat sowohl als Mann als auch als Frau einteilt. Es muss eine Entscheidung getroffen werden."
Jones muss sich wegen ihrer "Tat" am 20. Dezember vor Gericht verantworten. Bei einem Erstvergehen droht ihr eine Geldstrafe in Höhe von 500 Dollar. Bei Wiederholungstäterinnen kann sogar eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr verhängt werden. (dk)












