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Kommentare zu:
Rückgang der HIV-Neuinfektionen


#1 schwulenaktivist
  • 21.11.2011, 14:19h
  • Angesicht der Tatsache, dass im Bereich HIV-Prävention die Praxis durch Glauben ersetzt und vor allem die POST-vention* propagiert wird, muss ich nur den Kopf schütteln.
    Es geht vor allem darum, seinem Partner zu vertrauen, ihm zu glauben, sich ihm auszuliefern wie in einer Heteroehe. Meistens hat mann Pech gehabt und dann ist man eben selber schuld.
    Angesichts der Tatsache, dass die Drogen schon in der Schwulenliteratur etabliert sind und dass Barebacker die "Obergläubigen" spielen dürfen ist das unverantwortlich.
    Aber das alles öffnet ein breites Feld der Betreuung und der Fürsorge für all die gefallenen Engel und Enttäuschten...
    Es ist zu hoffen, dass weiterhin genug Geld vom Staat fliessen wird, um all das zu bezahlen.

    Von Eigenverantwortung kann keine Rede sein und auch nicht davon, dass alle Beteiligten gleich lange Spiesse - äh Schwänze - hätten! :P

    Letztlich muss man sich bald schämen, safer sex zu praktizieren und noch hiv- zu sein - weil das diskriminiert Andere... WORT zum 1.12.11

    *Für fremdwörter-unkundige. post = nach, prä = vor...
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#2 harald sAnonym
  • 21.11.2011, 16:07h
  • Antwort auf #1 von schwulenaktivist
  • glücklicherweise liegt das eher an einem Kommunikationsproblem: Die HIV-Apostel, die Krankheit zur neuen schwulen Identität erheben wollen und sich als Pozzer auch noch als schwule Avantgarde fühlen, sind in ihrer Schwachsinnigkeit leider so "Selbstbewusst", dass sie sich immer in die erste Reihe drängen. All diejenigen, die mit ihrer Gesundheit verantwortungsvoller umgehen, fallen halt nicht so auf.

    Dummheit im Quadrat, das gesundheitssystem bzw der Steuerzahler zahlt ja...

    Womit ich nicht sagen will, dass Präventionskampagen richtig sind und wir natürlich als Solidargemeinschaft für Infizierte / Erkrankte einstehen.

    Diejenigen, die sich jedoch aus HIV ein Hobby machen, weil sie es irgendwie stylisch oder identitätsstiftend oder subversiv finden, sollten das Hobby dann bitte auch selbst finanzieren.
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#3 marioAnonym
  • 21.11.2011, 16:54h
  • da habt ihr anscheinend andere Zahlen wie die Ärzte. Laut meiner Ärztin und dem Robert Koch Institut ist ein Anstieg zu Verzeichnen und das in der Altersgruppe bei den 20-30 jährigen !!!
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#4 HackepeterAnonym
#5 HackepeterAnonym
  • 21.11.2011, 17:24h
  • Antwort auf #3 von mario
  • Mario, das eine schließt das andere ja nicht aus! Mag sein, dass ein Anstieg in der Altersgruppe 20 bis 30 J. zu verzeichnen ist, aber INSGESAMT sind die Zahlen rückläufig. Es geht ja nicht nur um Leute im Alter von 20 bis 30 Jahre.

    P.S.: Auch Deine Ärztin kriegt die Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Das ist die Bundesbehörde, die für Infektionskrankheiten zuständig ist.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.11.2011, 17:39h
  • Das sind erfreuliche Nachrichten und hoffentlich sind es nächstes Jahr noch deutlich weniger!
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#7 MarioAnonym
  • 21.11.2011, 17:51h
  • Antwort auf #5 von Hackepeter
  • Kommentar meiner Ärztin zu diesem Artikel:
    "Es ist zwar richtig und erfreulich das die Zahlen rückläufig sind. Allerdings vermittelt es bei der Zielgruppe bei der die Neuinfektionen gestiegen sind ein falsches Bild und sollte in so einem Artikel auch veröffentlicht werden."

    Ich stimme ihr da voll und ganz zu.
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#8 TjarAnonym
  • 21.11.2011, 18:09h
  • "Nach Ansicht von belgischen Forschern der Universität Gent sind es in erster Linie Menschen mit folgenden Merkmalen: männlich, weiß, homosexuell und jung. Zu diesem Schluss kamen sie, nachdem sie neun Jahre lang 500 Infizierte und deren HI-Viren untersuchten. Sie ermittelten genetische Profile der Viren und gruppierten die Viren in Cluster. Sie stellten fest: In Belgien sind Viren vom Typ-B am meisten verbreitet, und die mit ihnen Infizierten waren meist schwule Männer.
    Bei dieser Gruppe kamen auch häufig andere Geschlechtskrankheiten vor - wie zum Beispiel Syphilis. In dem Journal "BioMed Central" schreiben die Forscher: Viele junge schwule Männer zeigten ein risikobereites Sexualverhalten. Offenbar kämen bei ihnen Kampagnen über die Gefahr von ungeschütztem Sex nicht an."

    Kein Wunder, fast alle HIV Kampagnen ausserhalb der Szene sind für Heteros gemacht.
    Der junge Schwule und der Bisexuelle, welcher seinen Freundeskreis ausserhalb der Szene hat und in Mainstreamkinos, Mainstreamdiscos etc geht, sieht kaum Kampangen die sich auf Mann- männliche Übertragungswege beziehen.
    Dabei müsste Mainstream bedeuten, das es ALLE mit einbezieht!
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#9 bastapapsta
  • 21.11.2011, 18:51h
  • Vor diesem Hintergrund ist die aktuell von der Scheinheiligkeit geäußerte Forderung eine Farce, die diese mit der Unterzeichnung eines apostolischen Schreiben getätigt hat :

    "Der Papst unterzeichnete auch ein apostolisches Schreiben zur Situation in Afrika. Darin bekräftigt er die Ablehnung von Kondomen und Abtreibungen als Mittel der Familienplanung"

    www.dw-world.de/dw/function/0,,123370_cid_15544258,00.html

    Wenn hier die Zahl der Neuinfektionen aufgrund von Safersex zurück geht ist es mehr als EGOistisch, in Afrika gegen die Benutzung von Kondomen anzuarbeiten. Im gleichem Atemzug von "moralischer Verantwortung "zu sprechen ist ein Widerspruch in sich. ALLE die Ratzinger bei seinem Deutschland Besuch zugejubelt haben, haben sich damit mitverantwortlich gemacht für das Leid vieler Menschen, dass muss in aller Deutlichkeit gesagt werden.
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#10 HackepeterAnonym
#11 PierreAnonym
  • 21.11.2011, 21:12h
  • Solche Meldungen sind fatal. Das verleitet gerade die jüngeren, wieder risikoloser zu werden, weil da scheinbar jemand der seiner eigenen Statistik glaubt, die erst selbst gefälscht hat.
    Nunja,kann ja wirklich sein, dass die Gesamtzahl der Neuansteckungen gesunken ist.
    Dazu hat aber mit Sicherheit unser schwule Club nicht beigetragen.
    Und im übrigen gibt es noch so tolle Krankheiten, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können, wo gegen auch nicht unbedingt ein Kondom nützt (das hatte der Papst wohl ausnahmsweise mal recht).
    So gegen einen Satz Feigwaren im Analbereich, der sich durch Schmierinfektion (also anfassen) übertragen lässt, ist ja auch nichts einzuwenden.
    Damit hat man schon einmal eine gute Voraussetzung später an Analkrebs zu erkranken. Dann heißt es Arsch zu und künstlicher Ausgang am Bauch.
    Mit Sicherheit steigen dann nicht die Bekanntschaftzahlen.
    Aber die schlimmste Erkrankung der meisten Schwulen ist nicht HIV und Krebs... es ist der Egoismus, die Gefühlosígkeit, die Arrognaz,die Selbstverliebtheit und arroganz, das skrupellose Ausnutzen von Gefühlen... die Promiskuität , die Unéhrlichkeit und die Betrügereien gegenüber von Partnern mittsamt allen Perversitäten, die nicht mit Liebe und menschlichem Sex zu tun haben.
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#12 HannibalEhemaliges Profil
#13 DragonWarrior
  • 22.11.2011, 07:52h
  • Antwort auf #11 von Pierre
  • für mich - und ich arbeite seit 25 jahren als aidsberater - ist die schlimmste erkrankung immernoch der internalisierte schwule selbsthass, den du hier in erschreckender art und weise demonstrierst...

    "Dazu hat aber mit Sicherheit unser schwule Club nicht beigetragen." deutlicher geht's kaum noch in der selbstabwertung... ach doch, geht dennoch, wie du eindrucksvoll demonstrierst:
    "Aber die schlimmste Erkrankung der meisten Schwulen ist nicht HIV und Krebs... es ist der Egoismus, die Gefühlosígkeit, die Arrognaz,die Selbstverliebtheit und arroganz, das skrupellose Ausnutzen von Gefühlen... die Promiskuität , die Unéhrlichkeit und die Betrügereien gegenüber von Partnern mittsamt allen Perversitäten, die nicht mit Liebe und menschlichem Sex zu tun haben."
    da spricht verletzung, wut und zorn... aus einer biographie heraus vielleicht berechtigt... allerdings vom platz her besser angebracht in einem therapeutischen setting als in einem posting hier... und vor allem: besser bezogen auf eine konkrete person (mit reflexion der eigenen anteile an dem spiel!!)...

    (und nebenbei, würdest du ne zeitlang mal heteros beraten würdest du den gedanken, dass alle oben beschriebenen charakterschwächen irgendetwas mit der sexuellen identität zu tun haben vermutlich sehr schnell aufgeben... höchstens umgekehrt wird ein schuh daraus: die wenigsten heteros kommunizieren ihre "seitensprünge" mit ihren partnerInnen...

    im übrigen: mach dir mal klar, dass es männer gibt, die seit 25 jahren konsequent safer sex machen... und mach dir mal klar, was das für eine leistung ist... (okay... vielleicht "steigerst" du sie, denn dein posting lässt vermuten, dass du eher gar keinen sex hast, bzw mit dir alleine bleibst)...

    jepp feigwarzen sind definitiv eine fiese geschichte, leicht übertragbar, aber diese gleichsetzung "HPV = Krebs" ist statistisch zwar umgekehrt haltbar, weil fast alle Analkarzinome und Gebärmutterhalskarzinome auf eine HPV-HighRisk-Infektion zurückzuführen sind, aber man muss dann eben auch klar machen, dass umgekehrt nur ein sehr kleiner teil dieser infektionen nicht von selber wieder ausheilt (vor allem ein problem von hiv+ menschen) und im spätstadium dann krebs entwickelt...

    alles andere ist panikmache...

    im übrigen wurde im artikel zu keiner zeit gefordert, kondome wegzulassen... und die ausbreitung der syphilis wird klar problematisiert...
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#14 finkAnonym
  • 22.11.2011, 09:20h
  • Antwort auf #11 von Pierre
  • "Solche Meldungen sind fatal. Das verleitet gerade die jüngeren, wieder risikoloser zu werden"

    klar. am besten plakatieren wir überall "ALLES WIRD IMMER SCHLIMMER!" mit superschrecklichen bildern von aidstoten und analkarzinomen und verkehrsopfern und raucherlungen. dann werden künftig alle menschen alles richtig machen.

    nimm's mir nicht übel, aber abgesehen von deinem schwulen selbsthass, den ja dragonwarrior schon treffend angemerkt hat, hast du auch von prävention nicht die geringste ahnung. aufklären und panik schüren sind keine synonyme, sondern schließen einander aus. aufklären heißt eben manchmal auch entwarnen, wo es angebracht ist.
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#15 schwulenaktivist
  • 22.11.2011, 13:59h
  • Antwort auf #13 von DragonWarrior
  • Der schwule Selbsthass führt zu selbstschädigendem Sexualverhalten, nicht zu Zweifeln an den Infektionszahlen!
    Lies mal Langer und begib Dich mal längere Zeit in Internetkontaktseiten und auf Foren, die Anonymität vorgaukeln!

    Ich habe grad ein neues schwules Jugendbuch gelesen (mal nicht von einer Frau geschrieben!), darin wurde mir ganz deutlich bewusst, dass die jüngeren Generationen einen viel tieferen Bildungsstand haben - vor allem Migranten - und von den schönen bunten Präventionstexten gar nicht erreicht werden können, weil sie eh meist in grosser Identitäts- und Leseferne leben... (ich meine den grössten Teil!)
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#16 JeeWeeProfil
  • 22.11.2011, 14:14hBerlin
  • Also,
    ich kann dem Kommentar #11 nur zustimmen.

    Wie es bei den Heteros so aussieht, keine Ahnung.

    Ändert aber ja nichts daran, dass zu einem großen Teil ein unglaubliches Maß an Oberflächlichkeiten, Unverbindlichkeiten und der Drang zur Selbstbestätigung vorhanden ist.
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#17 Thom_ass1973
  • 22.11.2011, 14:15h
  • Trau keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast ...
    Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue sind die Zahlen der Neuinfektionen alles andere als rückläufig!!
    Wenn ich mir den Zuwachs an neuen User bei div. Portalen anschaue die Safer sex niemals, nach Absprache oder keine Angabe haben - kann ich auch das kaum glauben ?!
    Wie sehen die Fallzahlen bei den getesteten Personen aus ? Sind diese Testzahlen auch rückläufig ? Oder sind die im Vergleich zu den Vorjahren konstant geblieben ?!
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#18 hilfscheckafoxAnonym
  • 23.11.2011, 20:46h
  • Antwort auf #1 von schwulenaktivist
  • "*Für fremdwörter-unkundige. post = nach, prä = vor..."

    Man merkt, Du bist "vom Fach" und gerade deswegen bist Du dir nicht zu schade, eine kleine Handreichung dazu zu geben, wie dein witziges Wortspiel mit der "Post-vention", ach nein, groß (!!!), "POST-vention" zu verstehen ist. Das finde ich super sozial! Du weißt, wie man mit den Blöden und Oberflächlichen hier spricht! Von dir erwarte ich mir noch ganz viel!
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#19 beobachter-2Anonym
  • 29.11.2011, 00:00h
  • Der Junge auf dem Plakat ist nicht unhübsch, aber er guckt so seltsam: Ist ihm alles egal? Oder was kriegt er gegen sein HIV alles eingefüllt, macht das high?

    Schön mit dem Diagnosewandel. Haben inzwischen anscheinend ein paar mehr Ärzte gelernt, Syphilis richtig zu diagnostizieren.
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#20 wanderer LEAnonym

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