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- 22. November 2011 2 Min.

Zur Zeit des Unglücks sollen sich bis zu 1.000 Personen in dem Zelt aufgehalten haben
Bei einem Feuer bei einem landesweiten Treffen von Transgendern und Eunuchen sind am Sonntag im indischen Delhi mindestens 15 Personen getötet worden. Weitere 40 Personen wurden teils mit schweren Brandverletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Eine Person schwebt derzeit noch in Lebensgefahr, berichten indische Medien.
Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer in einem Zelt durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde. An dem dreitätigen Treffen sollen zwischen 2.000 und 5.000 Menschen teilgenommen haben. Das Festival findet alle fünf Jahre statt, am Wochenende zeitgleich zum weltweiten Tag zur Erinnerung an die Opfer von Gewalt gegen Transgendern. Zur Zeit des Unfalls hätten sich rund 1.000 Personen in dem Zelt aufgehalten, sagt die Polizei.
Inzwischen wurden ein Elektriker und ein weiterer Handwerker wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung festgenommen. Die Feuerwehr gab an, nicht vorab über das Treffen informiert gewesen zu sein. Auch bei der Polizei habe keine Anmeldung vorgelegen. Ein Sprecher musste aber einräumen, dass man sehr wohl im Vorfeld von der Veranstaltung Wind bekommen habe.
Die Transgender-Aktivistin Laxmi Narayan Tripathi sagte, unter den Toten gebe es prominente Eunuchen und Gurus, die sich um Personen gekümmert hätten, die von ihren Familien verstoßen worden seien. Dass die Regierung ihrer Community nun wegen einer fehlenden Genehmigung die Schuld geben wolle, findet sie ungerecht: "Wir sind stigmatisiert und eine Mehrheit von uns ist ungebildet. Wie können wir da verantwortlich sein?"
Das Zelt, das Teil eines Gemeindezentrums der Stadtverwaltung ist, bestand aus brennbaren Tüchern und hatte nur einen Ein- und Ausgang. Der Bürgermeister Delhis hat eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt und Angehörigen eine Entschädigung versprochen. (nb)














Indien ist wohl heute noch das einzige Land wo es immer noch Eunuchen gibt. Obwohl sie heute im Gegensatz zu früher gesellschaftlich kaum mehr hoch geachtet sondern oft diskriminiert werden, soll es in Indien immer noch Männer geben die sich eine Kastration wünschen oder sogar selbst zum Messer greifen. Für uns Westler total unverständlich.
Noch schlimmer wenn Jungen ungefragt kastriert werden. Solches müsste dringend schwerst bestraft werden. In Indien aber immer noch an der Tagesordnung.
www.spiegel.de/spiegel/print/d-14023115.html