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  • 23. November 2011 29 2 Min.

Schlechte Aktienkurse, aber überzeugend im Diversity-Management: Commerzbank-Vorstand Frank Annuscheit mit Luftballons (Bild: Commerzbank AG)

Das schwule Lifestyle-Magazin MÄNNER hat in seiner Dezemberausgabe erstmals das Unternehmensranking "Diversity Barometer" eingeführt.

Diese Untersuchung zeigt, welchen Stellenwert die insgesamt 30 DAX-Konzerne dem Merkmal "sexuelle Orientierung" innerhalb ihres Diversity-Managements einräumen. Untersucht wurde das Engagement in zehn Kategorien - dabei konnten bis zu 100 Punkte erzielt werden.

Den ersten Platz erzielte die Commerzbank mit 97 von 100 Punkten. Das Unternehmen kann nicht nur einen eigenen Diversity-Manager und ein LGBT-Mitarbeiter-Netzwerk vorweisen, sondern veranstaltet auch Workshops zum Thema "Homosexualität am Arbeitsplatz" und unterstützt regionale CSDs und Aids-Hilfen.

Auf Platz zwei landete SAP (95 Punkte) und auf Platz drei die Deutsche Bank (93 Punkte). Den letzten Platz mit lediglich zwei Punkten belegte die Deutsche Börse AG, bei der keinerlei Diversity-Aktivitäten verzeichnet werden konnten. Vorletzter mit fünf Punkten wurde die Beiersdorf-AG. Diese schaltete zwar immerhin "Nivea"-Anzeigenkampagnen in Gay-Medien, hielt es jedoch nicht für nötig, auf die MÄNNER-Anfrage zu antworten. Die detaillierte Auswertungtabelle steht als PDF zum Download zur Verfügung.

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"Diversity Barometer" künftig auch mit MDAX-Unternehmen

Das "Diversity Barometer" entstand gemeinsam mit der Litwinschuh Kommunikationsberatung. Inhaber Jörg Litwinschuh - der zugleich Autor des MÄNNER-Schwerpunkts ist - wurde am 10. November zum hauptamtlichen Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld berufen (queer.de berichtete).

MÄNNER-Herausgeber Tino Henn will das Unternehmensranking zukünftig mindestens einmal im Jahr vorstellen, im ersten Halbjahr 2012 sollen noch die Unternehmen im MDAX hinzukommen. "Homosexuellen Stellenbewerbern und Arbeitnehmern ist es immer wichtiger, wie ihr Arbeitgeber mit Schwulen, Lesben und Transgender umgeht", nannte Henn die Beweggründe der Studie. "Wer karriereorientierte Schwule und Lesben an sein Unternehmen binden und vor allem langfristig halten möchte, muss das Diversity Merkmal sexuelle Orientierung als einen selbstverständlichen Teil seines Diversity Managements vorleben."

Das Magazin MÄNNER erscheint monatlich im Bruno Gmünder Verlag und ist bundesweit im Zeitschriftenhandel zum Preis von 7,95 Euro erhältlich. (cw/pm)

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-w-

#1 Carsten ACAnonym
  • 23.11.2011, 14:47h
  • Das ist zwar schön, aber dazu muss man sagen, dass es unter den 30 DAX-Unternehmen nicht schwer ist, diese Position einzunehmen.

    Unter den Blinden ist der Einäugige König.
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#2 Polit_urAnonym
#3 Meine MeinungAnonym
  • 23.11.2011, 17:17h
  • Ein Unternehmen ist immer die Summe seiner Mitarbeiter. Deren Köpfe entscheiden das Betriebsklima. Daran ändern auch Diversity-Beauftragte erst einmal nichts. Insofern ist die Aussagekraft dieser Studie für mich eher eingeschränkt.

    Banken und deren Angestellte sind in der Regel eher konservativ, auch wenn die Quote von lesbisch/schwulen Mitarbeitern aus meiner Erfahrung eher überdurchschnittlich ist.

    Das Ergebnis der Commerzbank kann ich nicht nachvollziehen. Hier müsste sich in den letzten 10 Jahren einiges revolutionär geändert haben. Meine eigenen damaligen Erfahrungen als Mitarbeiter waren jedenfalls derart negativ, dass ein Outing für mich nie in Frage kam.
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